Archiv 2015

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Für Klimagerechtigkeit und eine menschenwürdige Zukunft

Landessynode der Evangelischen Kirche von Westflen blickt auf UN-Klimakonferenz / Klimawandel – eine der größten Fluchtursachen

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) setzt sich für ein verbindliches Klima-Abkommen zum Schutz vor globaler Erderwärmung, den Ausbau erneuerbarer Energien und eine umweltfreundliche, nachhaltige Lebensweise ein. Unter dem Motto »Gemeinsam für Klimagerechtigkeit und eine menschenwürdige Zukunft« verabschiedete die Westfälische Landessynode am Donnerstagabend (19.11.) ein Positions- und Strategiepapier zum konsequenten Klimaschutz.

Denn der ungebremst voranschreitende Klimawandel »zerstört Leben, untergräbt Entwicklung, verschärft und verfestigt Armut und treibt Millionen von Menschen in die Flucht«. Er sei bereits heute eine der größten Fluchtursachen. Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz plädiert die Landessynode u.a. für ein überprüfbares und für alle Staaten verbindliches Klima-Abkommen, das die Erderwärmung auf maximal 2 Grad Celsius im Jahr begrenzt, sowie für die Unterstützung von effektiven Klimaschutzmaßnahmen in den ärmsten und am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern und Bevölkerungsgruppen. »Deutschland steht als Land, dessen industrielle Vergangenheit viel zum bisherigen Klimawandel beigetragen hat, in einer besonderen Verantwortung«, heißt es im Text. Gleichzeitig werde Deutschland als Land der Energiewende weltweit als Vorbild wahrgenommen: »Es hat die Chance zu zeigen, dass konsequenter Klimaschutz in einem komplexen Wirtschaftssystem machbar und ein nationales Klimaziel von 80 bis 95 Prozent Treibhausgas-Reduktion bis 2050 erreichbar ist.«

Außerdem wird die Kirchenleitung gebeten, sich bei der Bundesregierung für einen »sozialverträglichen Ausstieg aus der Kohleverstromung«, »einen „Plan zur sozialverträglichen Energiewende« und die »klimaverträgliche Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur« einzusetzen. Eine schöpfungsverträgliche, nachhaltige Lebensweise sei notwendig, da die »Folgen unserer Konsum- und Produktionsmuster« die ökologischen Belastungsgrenzen längst übersteigen würden. Darüber hinaus unterstützt die Landessynode den Ökumenischen Pilgerweg und ruft alle Kirchengemeinden, Kirchenkreise sowie Ämter und Werke auf, »in unserer Gesellschaft das Bewusstsein für die Ursachen und Folgen des Klimawandels zu schärfen, die kirchlichen Klimaschutzziele anzustreben, das „kirchliche Beschaffungswesen konsequent klimafreundlich, ressourcenschonend und sozialverträglich/fair auszurichten«.

Das Fazit: »Konsequenter Klimaschutz ist das Gebot der Stunde! Er verschafft unserer Welt mehr Gerechtigkeit, Entwicklungsperspektiven und sichert die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen. Paris muss zu einem politischen Wendepunkt werden, hin zu einer Weltgemeinschaft, die allen Menschen den Zugang zu ausreichender Energie ermöglicht, während Energieeffizienz und erneuerbare Energien fossile Energieträger ersetzen.«

Mobilität

Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.

Kontakt

Die AGU erreichen Sie über die AnsprechpartnerInnen in den Landeskirchen oder den Vorstand.


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 18. Mai 2021 16:31