Energie

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Nordelbische Synode bezieht eindeutig Stellung

Gegen Laufzeitverlängerung für AKWs

Auf der Nordelbischen Synode stimmten am 24. September die Synodalen einem Initiativantrag zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke zu. Der Antrag wurde eingebracht vom Leiter des Amts für Öffentlichkeitsdienst der Nordelbischen Kirche, Michael Stahl und Pastorin Antje Hanselmann sowie von weiteren Synodalen.
„Mit Sorge nimmt die Nordelbische Synode den Beschluss der Bundesregierung zur Kenntnis, den 2000/2002 ausgehandelten und gesetzlich geregelten allmählichen Ausstieg aus der Atomenergienutzung um durchschnittlich zwölf Jahre hinauszuschieben“, heißt es in dem Antrag. Die Ausweitung der Laufzeiten von Atomkraftwerken in Deutschland würde den gesellschaftlichen Konsens gefährden, der seit 2002 zu einer Befriedung des lange sehr kontrovers diskutierten Themas geführt habe. Michael Stahl sowie die weiteren Antragsteller gaben zu bedenken: „ Neuer atomarer Müll muss auch entsorgt werden.“ Die Produktion einiger tausend Tonnen von Atommüll sei angesichts der noch nicht gelösten Endlagerfrage nicht vertretbar.
Mit ihrem Votum schloss sich die Synode der Nordelbischen Kirche ausdrücklich dem Beschluss der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aus dem Jahr 2008 an: „Kernenergie ist kein verantwortlicher Beitrag zum Klimaschutz und behindert den notwendigen Umbau der Energieversorgung“, heißt es dort unter anderem. Und weiter: „Wir treten dafür ein, am Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie festzuhalten, dem Vertrieb dieser Technologie in Europa und weltweit eine Absage zu erteilen und den Ausstieg aus klimaschädlichen Energietechnologien weiter voranzutreiben.“
Die Nordelbische Synode forderte die Bundesregierung auf, an den seit 2002 geltenden Regelungen zum Atomausstieg festzuhalten und gemeinsam mit den Regierungen der Bundesländer an einem konsensfähigen Konzept zum Umbau der Energieversorgung in Deutschland und zur Förderung regenerativer Energien zu arbeiten.
Dem Antrag wurde mit deutlicher Mehrheit zugestimmt.

Mobilität

Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.

Klimaschutzkonzepte in Landeskirchen

Im Rahmen der Förderprogramme der nationalen Klimschutzinitative wird die Erstellung von integrierten Klimaschutzkonzepten gefördert. In diesen Konzepten werden die Bereiche Liegenschaften, Mobilität und Beschaffung ausführlich untersucht und Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen erarbeitet. Eine aktuelle Übersicht findet sich beim Projektbüros Klimaschutz der EKD

Kernpunkte für ein nachhaltiges Energiekonzept

Aufgrund eines Beschlusses der Landessynode hat die Evangelische Kirche im Rheinland 2012 ein Diskussionspapier zur Energiepolitik vorgelegt. Dafür wurden fachliche Beiträge zur C02-Reduktion, zur Energiewende und zum Ausstieg aus der Kernenergie aufgearbeitet. Das Diskussionspapier dient als Grundlage, um sich an der kirchlichen und öffentlichen Diskussion zu Klimaschutz und Energiewende angemessen beteiligen zu können. Die "Kernpunkte für ein nachhaltiges Energiekonzept" wurden u.a. auf zwei Tagungen in der Evangelischen Akademie Bonn und bei einer Regionalsynode einiger Kirchenkreise zu Energie vorgestellt und diskutiert.  


in 2009 war Energie das Jahresthema des Portals Bildung für Nachhaltige Entwicklung. 


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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 11. Juli 2018 22:22