Biologische Vielfalt

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Vier Bienenvölker am Landeskirchenamt angesiedelt

Naturschutzprojekt am Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland

Imker Hans Spiekermann (l.) und Vizepräsident Dr. Johann Weusmann stellen die vier Bienenvölker vor, die an diesem Tag im Vorgarten des Düsseldorfer Landeskirchenamts angesiedelt wurden. (Photo:ekir.de)

Launiger Einstieg: "Wir haben uns deutlich vermehrt", meinte der Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Johann Weusmann, in der Pressekonferenz anlässlich der Ansiedlung von 200.000 Bienen in einem Gartenstück des Landeskirchenamts in Düsseldorf.

"Wir freuen uns, dass wir die Bienen nun hier haben", sagte Weusmann, der das Landeskirchenamt mit seinen rund 250 Mitarbeitenden leitet, weiter. Er erinnerte daran, dass Bienen eine vom Aussterben bedrohte Spezies sind, u.a. wegen Milbenbefalls. Zugleich sind sie für die Bestäubung von Pflanzen unersetzlich. Die Ansiedlung der vier Bienenvölker mitten in Düsseldorf sei deshalb ein Naturschutzprojekt. Die Bienen leisteten einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung.

"Wir nutzen dieses kleine Stück Erde sinnvoll", so Weusmann weiter. Möglich sei das Projekt durch die Unterstützung des Imkers Hans Spiekermann sowie durch die Förderung der Stadt Düsseldorf. "Mach was draus" heißt das Programm des Umweltamts der NRW-Landeshauptstadt. Jurist Weusmann betont, dass Bienen - anders als Wespen - ungefährlich sind. "Man kann sich den Völkern nähern, ohne dass etwas passiert", erklärte Weusmann.

Abflug in die Robinien

Imker Spiekermann erläuterte drei verschiedene Möglichkeiten, die Bienenvölker vor den Milben zu schützen, u.a. durch Ameisensäure. Er hatte die Bienenvölker am Morgen aus einem Rapsfeld nach  Düsseldorf-Golzheim gebracht. Mit Blick schräg über die Hans-Böckler-Straße benannte er den voraussichtlichen neuen Lebensraum der Nutztiere: "Die Bienen fliegen jetzt garantiert in die Robinien." Auch Lindenbäume gehören zum neuen Lebensumfeld der Bienen.

Apropos Nutzen: Imker Spiekermann schätzt, dass 100 Kilo Honig zu erwarten sind. Ab Mitte Juli könne Honig geschleudert werden. Nach der Abfüllung in Gläser, so die Planungen, gibt es den Honig ab Anfang August zu kaufen. Ein 250-Gramm-Glas wird voraussichtlich 4 Euro kosten. Erhältlich wird der Honig im Landeskirchenamt in der Hans-Böckler-Straße sowie im Haus der Kirche in der Bastionstraße sein.

 

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Publikationsdatum dieser Seite: Sonntag, 3. Juni 2018 10:52