Beschlüsse, Resolutionen und Verlautbarungen aus kath. Bistümern, anderen kirchlichen Einrichtungen und der Ökumene

Neben den Beschlüssen der EKD und ihrer Landeskirchen gibt es eine Reihe von weiteren kirchlichen Stellungnahmen, Positionen, Kundgebungen  und Resolutionen zu Fracking aus Deutschland und der Ökumene.

Soest , 28.10.2014 | Positionspapier zu umweltschädlichen und risikoreichen Verfahren der Energiegewinnung
Stellungnahme des Landesverbands der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. veröffentlicht
Der konsequente Ausstieg aus der Atomenergie muss verbunden werden mit einem ebenso konsequenten Einstieg in eine nachhaltige, klimaschonende Energieversorgung. Dabei ist der Ausbau von erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Gaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplung können den schnellen Übergang zu einer Energieversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien gewährleisten. Die Zeit des Übergangs von fossil auf regenerativ darf jedoch nicht dazu genutzt werden, umweltschädliche und risikoreiche Verfahren der Energiegewinnung, z.B. Fracking, voranzutreiben.



Fulda, 15.02.2013 | Bistum Fulda
Der Erlaubnisantrag „Alder-South“ für die unkonventionelle Förderung von Erdgas (Fracking) umfasst in großen Teilen den Norden des Bistums Fulda. In Sorge um die dort lebenden Menschen und den Erhalt der natürlichen Ressourcen begrüßt das Bistum die aktuelle Aussage von Bundesumweltminister Altmeier, dass das Verfahren in Trinkwasserschutzgebieten grundsätzlich verboten wird und in allen anderen Fällen eine Umweltverträglichkeitsprüfung zwingend sei. […] Die letztjährige Entscheidung aus dem hessischen Umweltministerium, vorerst keine konkrete Aufsuchungserlaubnis zu erteilen, wird als positives Signal begrüßt. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass die potentiellen Betreiberfirmen bereits im Vorfeld auch an Kirchengemeinden als Landbesitzer herantreten, um Landnutzungsverträge für Probebohrungen auszuhandeln. Das Bistum Fulda weist ausdrücklich darauf hin, dass derartige Verträge seitens des Bistums auch wegen der unzureichenden Schadensersatzregelung nicht genehmigt werden.



Wien, 14.02.2012 | Stellungnahme der Ev. Kirche A.u.H.B. Österreichs
Stellungnahme zur Erschließung von Gasvorkommen
…. Die Evangelische Kirche ist zur Bewahrung der Schöpfung verpflichtet und lehnt daher die Bestrebungen, weitere Gasvorkommen zu suchen und diese durch das sogenannte hydraulic facturing (Fracking) zu erschließen, unter den heutigen Bedingungen ab. ….



Dresden, 05.06.2011 | Bewahrung der Schöpfung – keine Genehmigung für unkonventionelle Erdgasförderung
Der konsequente Ausstieg aus der Atomenergie muss jetzt verbunden werden mit einem ebenso konsequenten Einstieg in eine nachhaltige, klimaschonende Energieversorgung. Dabei ist der Neubau von Kohlekraftwerken auszuschließen und der Ausbau von erneuerba-ren Energie zu beschleunigen. Gaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplung können den schnellen Übergang zu einer Energieversorgung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien gewährleisten. Die Zeit des Übergangs von fossil auf regenerativ darf jedoch nicht dazu ge-nutzt werden, umweltschädliche und risikoreiche Verfahren der Erdgasgewinnung voranzu-treiben. Für die geplante unkonventionelle Erdgasförderung liegen bisher keine belastbaren Erkenntnisse über Risiken und Folgen vor.



Münster, 21.05.2011 | Vollversammlung des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster
Die kritischen Nachfragen der Bürger und die Anwaltschaft der Wasserwerke für die Reinheit des Grundwassers sind berechtigte Interessen der Menschen an einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen. Dafür lohnt es sich immer zu streiten!



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Publikationsdatum dieser Seite: 05.06.2017 21:52