Bioethik, Biotechnologie und Gentechnik

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Stammzellen im Schlaglicht von Forschung, Medizin, Kirche, Ethik und Recht

Logo  Zellux-netDas Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Diskursprojekts ist es, jungen Erwachsenen die Kompetenzbildung in bioethischen Fragen zu ermöglichen. Im Zentrum des Projekts steht der Themenkreis Stammzellforschung und Transplantationsmedizin.
Die bereits bestehenden und in naher Zukunft realisierbaren Stammzelltherapien werden allgemeinverständlich erläutert. Mit ihnen zusammenhängende rechtliche, ethische und religiöse Fragen werden diskutiert.
Hierzu entstand ein interaktives und barrierefreies Internetportal, in dem Bildungsmaterialien für junge Erwachsene zur Verfügung gestellt werden. Lehrerinnen und Lehrer erhalten Vorschläge für in der schulischen Praxis erprobte Unterrichtseinheiten sowie Anregungen für die Gestaltung von Projekttagen.
Angestrebt wird eine kritische Diskurskompetenz, eine Erweiterung des Wertehorizontes und das Wecken einer Sensibilität für die Verletzbarkeit der betroffenen Menschen. Das Projekt richtet sich zunächst an Lehrerinnen und Lehrer sowie an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Jugendbildung, mit deren Hilfe junge Erwachsene erreicht werden sollen. Über das durch das Projekt etablierte Internetportal können sich aber sowohl junge Erwachsene als auch die breite Öffentlichkeit informieren.
Die Projektpartner sind

  • das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin (Prof. Dr. Hans Schöler, Dr. Tobias Cantz),
  • das Institut für Kirche und Gesellschaft der Evanglischen Kirche von Westfalen (Dr. Gudrun Kordecki).
  • der Lehrstuhl für Transplantationshepatologie am Universitätsklinikum Münster (Prof. Dr. Hartmut Schmidt, Dr. Andree Zibert),
  • das Centrum für Bioethik der Universität Münster (Prof. Dr. Ludwig Siep, Dr. Johann S. Ach),
  • das Institut für Biologiedidaktik der Universität Münster (Prof. Dr. Marcus Hammann, Dr. Manuel Ganser)

"Keine Gentechnik auf Kirchenland"

Die Kampagne "Keine Gentechnik auf Kirchenland" der kirchlichen Umweltbeauftragten führte zu zahlreichen Beschlüssen zum Umgang mit der Gentechnik auf kirchlichem Pachtland. Die jeweils aktuelle Beschlusslage aus EKD und Landeskirchen wird im folgenden dargestellt. 

Arbeitshilfe Grüne Gentechnik

Nach wie vor werden in Deutschland und Europa kaum gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Global gesehen nimmt der Anbau jedoch weiter zu. Meldungen über Probleme für Landwirte, die Umwelt und die Gesundheit weisen auf Nachteile des großflächigen Anbaus dieser Pflanzen hin. "In Gentechnisch veränderte Pflanzen - Eine Betrachtung aus kirchlicher Sicht" wird der Sachstand zu gentechnisch veränderten Pflanzen und die Position der Evangelischen Kirche von Westfalen dargestellt.  

Vielfalt säen - Freies Saatgut erhalten

80 Prozent der Lebensmittel auf der Welt werden von Kleinbauernfamilien angebaut, die nur eine kleine Ackerfläche und geringe technische Ausstattung zur Verfügung haben. Die Arbeit dieser Bauernfamilien ist von unschätzbarem Wert für den Großteil der Welternährung und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die vielen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen benötigen dafür freien Zugang zu Saatgut. Wer kein Saatgut hat oder wem das freie Saatgut genommen wird, der kann sich nicht selbst ernähren und gerät in Abhängigkeit von Saatgutkonzernen ‒ mit verheerenden Folgen. Doch die internationale Agrarindustrie versucht seit längerem und zunehmend erfolgreich, den Saatgutmarkt zu kommerzialisieren.
 

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Next Generation

Das Institut für Kirche und Gesellschaft bietet unter dem Titel "Next GENeration?!" zwei Veranstaltungen zum Themenkomplex Gentechnik, Klonieren und genetische Auslese an. Das innovative Programm ist sowohl auf den Lehrstoff zum Themenkomplex Genetik und Ethik, als auch auf die besonderen Lernbedürfnisse junger Erwachsener abgestimmt. Die Veranstalterinnen und Veranstalter legen dabei besonderen Wert auf die Verknüpfung von Fachwissen und Erfahrungswissen sowie darauf, Freiräume zu schaffen, um die Entwicklung eines persönlichen Standpunktes zu fördern. Die Angebote "Diskurs" und "Kreativ" werden in Flyern näher vorgestellt.


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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 11. Juli 2018 22:22