"Keine Gentechnik auf Kirchenland"

Die Kampagne "Keine Gentechnik auf Kirchenland" der kirchlichen Umweltbeauftragten führte zu zahlreichen Beschlüssen zum Umgang mit der Gentechnik auf kirchlichem Pachtland.

Die aktuelle Beschlusslage (Stand: 30. Juli 2012) wird im folgenden dargestellt.

Kartenlegende

Ausschluss von Gentechnik auf kirchlichem Land

Empfehlung: Zurückhaltung bei Gentechnik auf kirchlichem Pachtland

Empfehlung des Ausschlusses von Gentechnik auf kirchlichem Pachtland

Moratorium für eine Pachtperiode

Keine Äußerung zu Gentechnik auf kirchlichem Pachtland

   
Stand der Gliedkirchen: 27. Mai 2012
Copyright Karte: Evangelische Kirche in Deutschland - Statistik
Grafik Gentechnik: G.Kordecki / H. Mühlenmeier: Stand: 30.07.2012

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Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche)

Die Nordkirche wurde 2012 gegründet. Sie besteht aus den ehemaligen Kirchen Nordelbien, Pommern und Mecklenburg. Daher werden die vorhergehenden Beschlüsse dieser Kirchen hier mit angeführt.

Evangelisch-Lutherische Kirche Nordelbiens

Beschluss der Kirchenleitung, April 2012

1. Die Kirchenleitung hält die Folgen beim Anbau von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzengut für nicht hinreichend abschätzbar. Die Kirchenleitung spricht sich daher für ein Verbot des Anbaus von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzengut auf kirchlichen Ländereien aus.

2. Die Kirchenleitung empfiehlt den Kirchenvorständen, beim Abschluss neuer Landpachtverträge unter den Sondervereinbarungen folgenden Zusatz aufzunehmen: „Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Form von Saat- und Pflanzgut dürfen auf den Pachtflächen nicht ausgesät und angepflanzt werden.“

3. Die Kirchenleitung hält eine sorgfältige Debatte zu diesem Thema für erforderlich. Daher wird die Kirchenleitung ihre Empfehlung spätestens alle fünf Jahre überprüfen und bei Bedarf schon früher.

 

Stellungnahme der Kirchenleitung der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche vom 4. September 2006

 

1. Die Kirchenleitung hält die Folgen beim Anbau von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzengut gegenwärtig für nicht hinreichend abschätzbar. Die Kirchenleitung spricht sich daher für ein Moratorium hinsichtlich des Anbaus von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzengut auf kirchlichen Ländereien für den Zeitraum von 5 Jahren aus.

2. Die Kirchenleitung empfiehlt den Kirchenvorständen, beim Abschluss neuer Landpachtverträge unter den Sondervereinbarungen folgenden Zusatz aufzunehmen: „Zunächst bis zum 31. Dezember 2011 dürfen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Form von Saat- und Pflanzgut auf den Pachtflächen nicht ausgesät und angepflanzt werden. Diese Regelung kann durch den Verpächter verlängert werden.“

 

 

POMMERSCHE EVANGELISCHE KIRCHE

Schreiben des Konsistoriums vom 21.02.2007

>>In der Pommerschen Kirche wird übrigens für alle Pacht- oder Nutzungsverträge für kirchliche Ländereien ein Mustervertrag angewendet, der von der EKD empfohlen worden ist und ausdrücklich den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen verbietet.

[...]

Die Initiative, eine einheitliche Position aller Gliedkirchen in der EKD in dieser Frage herbeizuführen, begrüßen wir sehr.<<

EVANGELISCH-LUTHERISCHE LANDESKIRCHE MECKLENBURGS

Der Beschluss der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs aus dem Jahre 2001 ist durch die Verwaltung umgehend dahingehend umgesetzt worden, dass in allen Landpachtverträgen, die ab dem Jahre 2001 innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs abgeschlossen wurden, den Pächtern das Ausbringen genmanipulierten Saatgutes untersagt wurde. (Schriftliche Auskunft, KR Steinhäuser, 31.05.2011)

Beschluss der XIII. Landessynode vom 29.03.-01.04.2001

>> Die Landessynode empfiehlt den Kirchgemeinden bei Neuabschluss bzw. bei der Verlängerung von Pachtverträgen folgende Formulierung aufzunehmen:

„Gentechnisch verändertes Saat- und Pflanzgut darf auf dem Pachtgrundstück nicht ausgesät und gepflanzt werden.“ <<

Ungelöste Fragen - uneingelöste Versprechen

  10 Argumente gegen die Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen in Landwirtschaft und Ernährung von AGU und weiteren kirchlichen Organisationen von 2003


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Publikationsdatum dieser Seite: Montag, 28. Januar 2019 21:48