Bioethik, Biotechnologie und Gentechnik

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Zentrum Zukunft auf dem Ökumenischen Kirchentag

Im Zentrum Zukunft, einer riesigen Messehalle, wurde über alle 3 Tage ein abwechslungsreiches Programm mit hochkarätigen Podiumsgästen und Referenten geboten. Mehrere Umweltbeauftragte waren an der Planung und Durchführung des Programms beteiligt. Die Themen spiegelten die drängenden ökologischen Fragen unserer Zeit wider: Klima und Energie, Mobilität, Sicherung der Welternährung, zukunftsfähiger Lebensstil.

Im Rahmen dieses Programms wurden 3 Resolutionen verabschiedet:

  • Energie für Deutschland
    Wir fordern die Bundesregierung auf, ein Energiekonzept zu verabschieden, das die Reduzierung der deutschen Treibhausgase um mindestens 40% bis 2020 und mindestens 95% bis 2050 zum Ziel hat, am Atomausstieg festhält, den Neubau von Kohlekraftwerken stoppt, Energieeffizienz wirksam fördert, die Energieinfrastruktur um- und ausbaut und die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien konsequent durchführt.


Nach der Einbringung durch Pfr. Klaus Breyer, EKvW, Schwerte, wurde die Resolution wurde mit nur ganz wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen angenommen.
Die Resolution im Volltext findet sich unten im Download.

Foto: die Resolution wurde am 14.5. an Bundesumweltminister Röttgen übergeben.
  • Unser täglich Brot
    Wir fordern die Bundesregierung auf, eine Politik zu vertreten, die
    - auf die Stärkung des bäuerlichen Knowhows setzt,
    - standortangepasste Pflanzensorten und Ackerbaumethoden unterstützt
    - den Erhalt der Vielfalt an Pflanzensorten und Tierrassen fördert
    - die Monopolisierung der Nahrungsgrundlagen verhindert, indem sie die Patentierung von Pflanzen und Tieren verbietet
    - die Forschungsförderung nicht einseitig auf Gentechnik ausrichtet
    - den Anbau der genetisch veränderten Stärkekartoffel Amflora in Deutschland
    untersagt.

    Die Resolution im Volltext findet sich unten im Download.
Dr. Gudrun Kordecki , Institut für Kirche und Gesellschaft der EkvW, Schwerte bringt die Resolution ein, die mit nahezu keinen Gegenstimmen angenommen wird.
  • Zukunftsfähige Mobilität
    Die globalen Herausforderungen eines sich beschleunigenden Klimawandels, des Erhalts der Artenvielfalt und der Endlichkeit der Ressourcen erfordern eine zukunftsfähige Mobilität auf Straßen, Schienen, zu Wasser und in der Luft, deren Kennzeichen Ressourcenschonung, Naturverträglichkeit und Selbstbegrenzung sind.

    Die Resolution im Volltext findet sich unten im Download

Weiter wurden im Kontext der Themen der AGU folgende Resolutionen verabschiedet:

Faire Beschaffung beim ÖKT, bei evangelischen Kirchentagen und Katholikentagen (incl. Stellungnahme es 2. ÖKT zu dieser Resolution)

 

"Keine Gentechnik auf Kirchenland"

Die Kampagne "Keine Gentechnik auf Kirchenland" der kirchlichen Umweltbeauftragten führte zu zahlreichen Beschlüssen zum Umgang mit der Gentechnik auf kirchlichem Pachtland. Die jeweils aktuelle Beschlusslage aus EKD und Landeskirchen wird im folgenden dargestellt. 

Arbeitshilfe Grüne Gentechnik

Nach wie vor werden in Deutschland und Europa kaum gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Global gesehen nimmt der Anbau jedoch weiter zu. Meldungen über Probleme für Landwirte, die Umwelt und die Gesundheit weisen auf Nachteile des großflächigen Anbaus dieser Pflanzen hin. "In Gentechnisch veränderte Pflanzen - Eine Betrachtung aus kirchlicher Sicht" wird der Sachstand zu gentechnisch veränderten Pflanzen und die Position der Evangelischen Kirche von Westfalen dargestellt.  

Vielfalt säen - Freies Saatgut erhalten

80 Prozent der Lebensmittel auf der Welt werden von Kleinbauernfamilien angebaut, die nur eine kleine Ackerfläche und geringe technische Ausstattung zur Verfügung haben. Die Arbeit dieser Bauernfamilien ist von unschätzbarem Wert für den Großteil der Welternährung und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die vielen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen benötigen dafür freien Zugang zu Saatgut. Wer kein Saatgut hat oder wem das freie Saatgut genommen wird, der kann sich nicht selbst ernähren und gerät in Abhängigkeit von Saatgutkonzernen ‒ mit verheerenden Folgen. Doch die internationale Agrarindustrie versucht seit längerem und zunehmend erfolgreich, den Saatgutmarkt zu kommerzialisieren.
 

Zellux.net

Stammzellen im Schlaglicht von Forschung, Medizin, Kirche, Ethik und Recht  

Next Generation

Das Institut für Kirche und Gesellschaft bietet unter dem Titel "Next GENeration?!" zwei Veranstaltungen zum Themenkomplex Gentechnik, Klonieren und genetische Auslese an. Das innovative Programm ist sowohl auf den Lehrstoff zum Themenkomplex Genetik und Ethik, als auch auf die besonderen Lernbedürfnisse junger Erwachsener abgestimmt. Die Veranstalterinnen und Veranstalter legen dabei besonderen Wert auf die Verknüpfung von Fachwissen und Erfahrungswissen sowie darauf, Freiräume zu schaffen, um die Entwicklung eines persönlichen Standpunktes zu fördern. Die Angebote "Diskurs" und "Kreativ" werden in Flyern näher vorgestellt.


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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 11. Juli 2018 22:22