Klimaschutz

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Countdown to Copenhagen

Kirchen machen mobil für Klimagerechtigkeit

In wenigen Monaten beginnt der 15. UN-Weltklimagipfel (http://unfccc.int) in Kopenhagen. Dort müssen wesentliche Weichenstellungen für die zukünftige Klimapolitik erfolgen. Wird es gelingen, eine „Umkehr zum Leben“ einzuleiten und die politischen Weichen für eine „Nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels“ zu stellen, wie der Rat der EKD in seiner gleichnamigen Denkschrift formulierte?
Die Nordelbische Kirche, „Brot für die Welt“ und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) laden Sie herzlich ein sich an der Kampagne „Countdown to Copenhagen“ aktiv zu beteiligen. Als Kirchen und kirchliche Werke in Deutschland setzen wir Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung und für Klimagerechtigkeit. Wir in Deutschland, haben den Klimawandel durch einen nicht-nachhaltigen Lebensstil maßgeblich mit verursacht. Wir müssen Verantwortung übernehmen. Die eigenen Emissionen müssen gemindert werden und gleichzeitig unterstützen wir die Menschen in den armen Ländern des Südens dabei, Klimaschutz zu betreiben und die Folgen des Klimawandels durch Anpassung abzumildern. Die Menschheit hat die Atmosphäre durch die Verbrennung fossiler Energieträger gefährlich überhitzt. Die klimatischen Veränderungen fordern die Anpassungsfähigkeit von Mensch und Natur heraus und überfordern sie teilweise schon. Wissenschaftlich hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die globale Erwärmung möglichst 2° C nicht überschreiten sollte. Die Folgen bei überschreiten dieses Grenzwertes gelten als nicht kalkulierbar. Es bleibt nur noch wenig Zeit! Deswegen haben die Klimaverhandlungen in Kopenhagen im Dezember 2009 eine so existentielle Bedeutung. Wenn dort kein ambitioniertes Weltklimaabkommen beschlossen wird, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit das 2° C - Ziel nicht mehr erreicht werden!
Die Ergebnisse von Kopenhagen sind für die Armutsbekämpfung und Entwicklung von großer Bedeutung. Die hundert am stärksten vom Klimawandel bedrohten Länder sind allesamt arme Länder des Südens. Die Mehrzahl der Länder Afrikas südlich der Sahara, die kleinen Inselstaaten im Pazifik oder Länder in sensiblen Regionen in Asien und Lateinamerika gehören dazu. In diesen Ländern treffen hohe Klimarisiken, verbreitete Armut und unzureichende Ressourcen für Präventionsmaßnahmen aufeinander. Der Klimawandel und seine erkennbaren katastrophalen Auswirkungen stellen die Umsetzung des „Rechtes auf Entwicklung“, das Erreichen der UN-Millenniumsentwicklungsziele und die Realisierung der Menschenrechte fundamental und langfristig in Frage.
 
Wir laden Sie ein, sich unserem „Kopenhagen-Aufruf“ anzuschließen und in der Kampagne „Countdown to Copenhagen“ mitzumachen als Landeskirche, Kirchenkreis oder -gemeinde, kirchliche Einrichtung oder Privatperson. Die deutsche Kampagne ist Teil einer weltweiten ökumenischen Bewegung, an der zahlreiche Partnerorganisationen aus aller Welt mitmachen. Weitere Informationen finden Sie auf der internationalen Website http://www.countdowntocopenhagen.org.
Lassen Sie uns gemeinsam in Deutschland dem prophetischen Auftrag folgend für ein würdevolles Leben aller Menschen in Verantwortung füreinander eintreten, wie es der Pazifische Kirchenrat im April diesen Jahres in seiner „Moana-Deklaration“ formuliert hat. Unsere Kampagne soll ein Zeichen setzen, und das Engagement der Menschen in den Kirchen und der Zivilgesellschaft unterstützen und mobilisieren. 
Mit dem Aktionsaufruf (online und als Postkarte) fordern wir die Bundesregierung auf, sich in Kopenhagen für ein gerechtes und ambitioniertes Klimaabkommen einzusetzen. Der Aufruf wird als Postkarte gedruckt und kann ab September auch in höherer Stückzahl bestellt werden. 
Ab Ende August kann der Aufruf unter http://www.countdowntocopenhagen.de auch online unterzeichnet werden. Die Website wird derzeit von der Nordelbischen Kirche in Kooperation mit „Brot für die Welt“ und dem EED vorbereitet. Dort werden Sie aktuelle Informationen zur Kampagne, Nachrichten zur Klimapolitik, Berichte von Südpartnern, Weblinks, u.a. finden. „Brot für die Welt“ und der EED werden ab Ende September zusätzlich eine Arbeitshilfe zur Klimapolitik anbieten. 
Die „heiße Phase“ der Kampagne beginnt ab Anfang Oktober in hoffentlich vielen Landeskirchen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Suche nach Referenten und Referentinnen für Klima-Veranstaltungen. Höhepunkt der Kampagne in Deutschland wird die offizielle Übergabe der Unterschriften an die Bundesregierung Anfang Dezember sein. Wir hoffen, dass sich am weltweiten Klimaaktionstag am 12./13. Dezember viele Kirchengemeinden in ganz Deutschland beteiligen. Während des Weltklimagipfels in Kopenhagen wird es einen internationalen ökumenischen Gottesdienst geben. Alle weltweit gesammelten Unterschriften werden bei einem öffentlichen Event an die politisch Verantwortlichen überreicht. 

Wir freuen uns, wenn Ihre Kirche oder kirchliche Einrichtung der Kampagne als Mitträger beitritt. Der Name erscheint dann auf der Website. Wenn Sie beim offiziellen Launch der Website schon genannt sein wollen, wäre es organisatorisch hilfreich, wenn Sie uns bis zum 26. August eine kurze Mitteilung schicken. 
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, wenn Sie Fragen und Anregungen haben, kontaktieren Sie uns.

Jan Christensen, Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche, 
E-mail: christensen@countdowntocopenhagen.de
Website: http://www.kirche-klimaschutz.de  / www.countdowntocopenhagen.de
Thomas Hirsch, Brot für die Welt,
E-mail: t.hirsch@brot-fuer-die-welt.de
Website: www.brot-fuer-die-welt.de
Richard Brand, Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), 
E-mail: richard.brand@eed.de,
Website: www.eed.de/klima

 

    Mobilität

    Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.

    Powered by heaven

    Mission: Klima retten! powered by heaven" möchte (westfalenweit) Jugendliche unterstützen und motivieren, sich für Klima- und Umweltschutz einzusetzen – im persönlichen Umfeld, in der Kirchengemeinde, in der Kommune und in der Gesellschaft. 

    Klimaspiritualität

    Die Klimagerechtigkeit ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Vereinten Evangelischen Mission. Gleichzeitig wird die Auseinandersetzung mit Schöpfungstheologie in diesem Zusammenhang immer wichtiger. Die VEM hat jetzt eine erste Broschüre für die Gemeindearbeit zusammengestellt mit Liedern, Gebeten und Texten zum Thema "Klimaspiritualität".

    Themenportal Klimagerechtigkeit

    Das Themenportal Klimagerechtigkeit stellt verschiedene Aktionen und Kampagnen zur Klimagerechtigkeit zusammen.

    Materialien

    Neben der fachlichen Information ist die Bildungs- und Motivationsarbeit eine wichtiger Baustein bei der Gestaltung der Lebenswelten. Im Internet gibt es vielfältige Quellen, die gezielt Materialien für die theologische Arbeit und die Bildungsarbeit im Kontext Bewahrung der Schöpfung zur Verfügung stellen bzw. diese bündeln.  Hier ein kleine Auswahl zum Bereich Klimaschutz.

    Klimatipps

    Zu den Tätigkeitsschwerpunkten des Projektbüros Klimaschutz der EKD zählt die Unterstützung kirchlicher Antragsteller im Rahmen der Förderprogramme der nationalen Klimaschutzinitiative. Darüber hinaus informiert das Projektbüro auch über Maßnahmen, die zu einer Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen können. Mit dem Flyer "Klimatipps" wird über verschiedene Themen zum Klimaschutz informiert.

    Bisher sind in dieser Reihe erschienen:  


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    Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 11. Juli 2018 22:23