Klimaschutz

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Nachhaltige Entwicklung muss Leitbild bleiben

Erklärung der AGU zur Bundestagswahl 2005

Angesichts der jüngsten Programmdiskussionen in den politischen Parteien erklärt die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten (AGU) der Evangelischen Kirchen in Deutschland: Wie auch immer eine im Spätsommer 2005 zu wählende Bundesregierung zusammengesetzt sein wird, das Leitbild der Nachhaltigkeit muss erhalten bleiben. Nachdem im Jahr 2002 eine Strategie der Nachhaltigkeit vorgelegt wurde ("Perspektiven für Deutschland") muss es nun darum gehen, die darin festgelegten Ziele zu realisieren und weiterzuentwickeln. Unabhängig von der Farbe einer Partei kann erwartet werden, so die AGU, dass die Ziele zum Ressourcen- und Klimaschutz wegen ihrer Zukunftsbedeutung ernstgenommen werden. Zur Klimastabilisierung ist eine CO2-Reduktion um 80 Prozent bis 2050 (bezogen auf das Jahr 1992) in den Industriestaaten notwendig.

Diese Vorgabe lässt sich jedoch nur erreichen, wenn der Anteil regenerativer Energien und der effiziente Energieeinsatz kontinuierlich gesteigert werden. Hier dürfe keine Zeit vertan werden. Deutschland muss daher Motor bei der Weiterentwicklung der Klimaschutzziele über 2012 hinaus bleiben. Hierzu können auch marktwirtschaftliche Elemente wie der Emissionshandel beitragen. Diese sind aber nur ein Teil der notwendigen Umsteuerung in der Energiepolitik. Der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien sollte entschlossen fortgesetzt werden, die kirchlichen Umweltbeauftragten empfehlen, an den im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) entwickelten Prinzipien festzuhalten, die sich bisher als sehr wirksam erwiesen haben und zum weltweit beachteten Modell geworden sind. Heute werden bereits über 10 Prozent des Stroms in Deutschland durch erneuerbare Energieträger wie Wasser, Wind, Sonne, Erdwärme und Biomasse erzeugt. Viele neue Arbeitsplätze sind hierdurch entstanden. Die Entwicklung des Ölpreises ist ein deutliches Signal, dass es zu dieser Entwicklung keine sinnvolle Alternative gibt.

Durch mehr Energieeffizienz und konsequente Förderung ist es möglich, den Anteil erneuerbarer Energie in den nächsten 10 Jahren erneut zu verdoppeln. Jede neue Bundesregierung wird diesen Weg entschlossen fortsetzen müssen. Dabei ist die Verlängerung der Laufzeiten für Kernkraftwerke kein Beitrag zum Klimaschutz. Die Risiken der Energieversorgung würden dadurch erheblich erhöht und der Umbau der bestehenden klimaschädigenden Energieversorgungsstruktur unnötig verzögert. Die Umweltbeauftragten erinnern in diesem Zusammenhang auch an den Beschluss der Synode der EKD zur Kernenergie aus dem Jahr 1998, der nach wie vor gültig sei: "Die nicht mit Sicherheit beherrschbaren Gefahren der gegenwärtigen Kernenergiegewinnung haben zu der verbreiteten Einsicht geführt, dass diese Art der Energiegewinnung mit dem biblischen Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren, nicht zu vereinbaren ist. Wir müssen so bald wie möglich auf andere Energieträger umsteigen."

Mobilität

Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.

Powered by heaven

Mission: Klima retten! powered by heaven" möchte (westfalenweit) Jugendliche unterstützen und motivieren, sich für Klima- und Umweltschutz einzusetzen – im persönlichen Umfeld, in der Kirchengemeinde, in der Kommune und in der Gesellschaft. 

Klimaspiritualität

Die Klimagerechtigkeit ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Vereinten Evangelischen Mission. Gleichzeitig wird die Auseinandersetzung mit Schöpfungstheologie in diesem Zusammenhang immer wichtiger. Die VEM hat jetzt eine erste Broschüre für die Gemeindearbeit zusammengestellt mit Liedern, Gebeten und Texten zum Thema "Klimaspiritualität".

Themenportal Klimagerechtigkeit

Das Themenportal Klimagerechtigkeit stellt verschiedene Aktionen und Kampagnen zur Klimagerechtigkeit zusammen.

Materialien

Neben der fachlichen Information ist die Bildungs- und Motivationsarbeit eine wichtiger Baustein bei der Gestaltung der Lebenswelten. Im Internet gibt es vielfältige Quellen, die gezielt Materialien für die theologische Arbeit und die Bildungsarbeit im Kontext Bewahrung der Schöpfung zur Verfügung stellen bzw. diese bündeln.  Hier ein kleine Auswahl zum Bereich Klimaschutz.

Klimatipps

Zu den Tätigkeitsschwerpunkten des Projektbüros Klimaschutz der EKD zählt die Unterstützung kirchlicher Antragsteller im Rahmen der Förderprogramme der nationalen Klimaschutzinitiative. Darüber hinaus informiert das Projektbüro auch über Maßnahmen, die zu einer Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen können. Mit dem Flyer "Klimatipps" wird über verschiedene Themen zum Klimaschutz informiert.

Bisher sind in dieser Reihe erschienen:  


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Publikationsdatum dieser Seite: Donnerstag, 29. November 2018 23:52