Klimaschutz

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Was wir brauchen: eine sozial gerechte und umweltverträgliche Energiewende!

Resolution auf dem Kirchentag in Hamburg fast einstimmig verabschiedet:

Einreichende Organisation oder Person:

Pfr. Klaus Breyer, Prof. Dr. Hans Diefenbacher, Katja Breyer

Veranstaltung/Marktbereich:

Text: Was wir brauchen: eine sozial gerechte und umweltverträgliche Energiewende!

Begründung:

Als Christinnen und Christen treten wir dafür ein, dass die Erde als Gottes Schöpfung bewahrt wird und alle Menschen eine menschenwürdige Lebensperspektive erhalten. Die Folgen der Nutzung fossiler und nuklearer Energieträger bedrohen die Schöpfung und die Menschenwürde. Wir setzen uns dafür ein, dass bis 2050 die Energieversorgung Deutschlands zu 100% auf der Basis erneuerbarer Energien beruht. Für diese notwendige Energiewende wenden uns wir mit folgenden Anliegen an die politisch Verantwortlichen:

Die Energiewende braucht:

einen verbindlichen rechtlichen Rahmen:

Ein bundesweites Klimaschutzgesetz, das den Ausstieg aus der Atomkraft energie- und klimapolitisch flankiert, kann die Sicherheit, Verbindlichkeit, Zukunftsfähigkeit und damit die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende gewährleisten.

ein abgestimmtes Vorgehen zwischen Bund und Ländern:

Es sollte umgehend ein Gesamtplan zur Energiewende erarbeitet werden, der Ziele, Maßnahmen und Zeitplan des Umbaus der Energieversorgung auf Bundes- und Länderebene festlegt und durch ein fachkundiges, unabhängiges Gremium regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt wird.

eine sozial gerechte Gestaltung:

Dass viele Privathaushalte ihre Energierechnungen nicht mehr bezahlen können, liegt vor allem an der wachsenden Armut in Deutschland und nicht an der Energiewende. Das weitere Auseinanderdriften von Arm und Reich muss verhindert werden, z. B. durch Mindestlöhne und eine gerechtere Steuerpolitik. Steigende Energiekosten erfordern eine Aufstockung der Sozialtransfers. Energieversorger müssen Wege finden Stromsperren zu vermeiden.

eine faire Verteilung der Kosten und Gewinne:

Viele Unternehmen genießen Vergünstigungen bei den Energiepreisen, z. B. bei der EEG Umlage und der Stromsteuer. Vor allem Privathaushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen tragen die Lasten der Energiewende. Alle Ausnahmereglungen für Großverbraucher müssen überprüft werden. Allein die Unternehmen, deren internationale Wettbewerbsfähigkeit nachweislich gefährdet würde, sollten Ausnahmeregelungen erhalten.

eine dezentrale Energieversorgung in Bürgerhand:

Eine dezentrale Energieversorgung in Bürgerhand, z. B. Energiegenossenschaften, gewährleistet eine effiziente Energieversorgung und eine hohe Akzeptanz. Das EEG sollte dies fördern.

ein Ende der Blockadehaltung bei Energieeffizienz und beim Europäischen Emissionshandel:

Die EU-Energieeffizienzrichtlinie muss von der Bundesregierung in nationales Recht überführt und dabei sollten ehrgeizige Maßnahmen zum Energiesparen festgeschrieben werden. Der EU-Emissionshandel muss so reformiert werden, dass er wirksam zum Klimaschutz beiträgt.

die Beteiligung aller:

Wir Teilnehmenden am Deutschen Evangelischen Kirchentag sind bereit, uns an der Entwicklung und Umsetzung der Energiewende zu beteiligen. Dafür sind auch ein neuer, maßvoller Umgang mit Energie und ein nachhaltiger Lebensstil grundlegend. Hierfür setzen wir uns in unserem Alltag und Umfeld ein.

 

Mobilität

Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.

Powered by heaven

Mission: Klima retten! powered by heaven" möchte (westfalenweit) Jugendliche unterstützen und motivieren, sich für Klima- und Umweltschutz einzusetzen – im persönlichen Umfeld, in der Kirchengemeinde, in der Kommune und in der Gesellschaft. 

Klimaspiritualität

Die Klimagerechtigkeit ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Vereinten Evangelischen Mission. Gleichzeitig wird die Auseinandersetzung mit Schöpfungstheologie in diesem Zusammenhang immer wichtiger. Die VEM hat jetzt eine erste Broschüre für die Gemeindearbeit zusammengestellt mit Liedern, Gebeten und Texten zum Thema "Klimaspiritualität".

Themenportal Klimagerechtigkeit

Das Themenportal Klimagerechtigkeit stellt verschiedene Aktionen und Kampagnen zur Klimagerechtigkeit zusammen.

Materialien

Neben der fachlichen Information ist die Bildungs- und Motivationsarbeit eine wichtiger Baustein bei der Gestaltung der Lebenswelten. Im Internet gibt es vielfältige Quellen, die gezielt Materialien für die theologische Arbeit und die Bildungsarbeit im Kontext Bewahrung der Schöpfung zur Verfügung stellen bzw. diese bündeln.  Hier ein kleine Auswahl zum Bereich Klimaschutz.

Klimatipps

Zu den Tätigkeitsschwerpunkten des Projektbüros Klimaschutz der EKD zählt die Unterstützung kirchlicher Antragsteller im Rahmen der Förderprogramme der nationalen Klimaschutzinitiative. Darüber hinaus informiert das Projektbüro auch über Maßnahmen, die zu einer Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen können. Mit dem Flyer "Klimatipps" wird über verschiedene Themen zum Klimaschutz informiert.

Bisher sind in dieser Reihe erschienen:  


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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 11. Juli 2018 22:23