Landwirtschaft und Ernährung

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Landwirtschaftliche Nutztierhaltung

Arbeitshilfe zum Erntedank und andere Gelegenheiten

Seit über einem Jahr, nach Veröffentlichung eines Artikels über "Tiere, Tierschutz und Lebensmittel", hat den Kirchliche Dienst auf dem Lande (KDL) der Ev.-Luth. Kirche Hannovers in öffentlichen Diskussionen und Vorträgen die Frage nicht mehr losgelassen, wie mit Tieren umgegangen werden soll und wie sie gehalten werden müssen, wenn sie denn den Menschen als Nahrung dienen sollen.

Über die "Massentierhaltung" wird in der Öffentlichkeit eine zum Teil erbitterte Diskussion geführt. Landwirte, die Tiere in großen Einheiten halten, und Gegner dieser Tierhaltungsart sind oft Mitglieder der einen gemeinsamen Kirchengemeinde und bekennen sich zu gleichen Werten und Normen, können sich in der Frage der Nutztierhaltung aber doch nicht einigen. Die Kirchen- und Kapellenvorstände sind dadurch ganz besonders herausgefordert, nicht nur wenn in ihren Kommunen ein neuer Stall geplant wird oder wie in Wietze gar ein großer Schlachthof.

Im Mai hat die Landessynode der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers eine Stellungnahme (Aktenstück Nr.86) zur Landwirtschaftlichen Nutztierhaltung beschlossen und diesen Text den Kirchengemeinden, den landwirtschaftlichen Verbänden und den entsprechenden staatlichen Institutionen zur Verfügung gestellt, als Grundlage für die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung vor Ort.
Im Vorfeld dazu hat der KDL gemeinsam mit dem Arbeitsfeld Kirche und Umweltschutz und dem Umweltbeauftragten der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers einen Fachtag zur landwirtschaftlichen Nutztierhaltung im Lehr- und Forschungsgut Ruthe der Tierärztlichen Hochschule Hannover durchgeführt.

Das Themenheft "Landwirtschaftliche Nutztierhaltung" fügt die Ergebnisse des Fachtages und der Landessynode zusammen, um damit Material für die Arbeit in den Gemeinden zur Verfügung zu stellen. Die "Mitte" des Heftes ist das Aktenstück der Synode. Dem voraus gehen eine Situationsbeschreibung und ein umfangreicher Artikel zum Verhältnis von Mensch und Tier, eine theologisch-ethische Grundlegung.
Landwirtschaftliche Verbände, die Landwirtschaftskammer und den Deutschen Tierschutzbund wurden gebeten, das Aktenstück der Synode aus ihrer Sicht zu kommentieren und zu bewerten. Diese Kommentare sind ohne redaktionelle Bearbeitung in dem Heft abgedruckt.

"Brich dem Hungrigen dein Brot, ..." aus Jesaja 58,7 ist der Beginn des Predigttextes für das Erntedankfest 2011. Dazu ist eine Predigt und Elemente für einen Erntedankgottesdienst im Heft zu finden.

Mit dem Themenheft wird der Hoffnung, dass die Diskussion um die Tierhaltung und das gemeinsame verantwortliche Handeln unterstützt werden kann ausgedrückt.

Die Arbeitshilfe ist zu Beziehen über das Haus Kirchlicher Dienste in Hannover

Essen wir die Welt? - Ernährung der Zukunft

Eine Ausstellung mit Begleitmaterial zum Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg

"Keine Gentechnik auf Kirchenland"

Die Kampagne "Keine Gentechnik auf Kirchenland" der kirchlichen Umweltbeauftragten führte zu zahlreichen Beschlüssen zum Umgang mit der Gentechnik auf kirchlichem Pachtland. Die jeweils aktuelle Beschlusslage aus EKD und Landeskirchen wird im folgenden dargestellt. 

Gscheit essen - mit Genuss und Verantwortung

Nicht nur Kampagne der Umweltbildung.Bayern, sondern auch Zwei-Jahres-Thema 2012/2013 der kirchlichen Umwelt- und Klimaarbeit in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern.

niemand isst für sich allein

Eine Milliarde Menschen weltweit hungert, die Hälfte von ihnen sind Kleinbauern. Die Kampagne von Brot für die Welt zeigt auf, wie die Ernährungsunsicherheit im Süden entsteht und mit unseren eigenen Konsumgewohnheiten zusammenhängt. 

Vielfalt säen - Freies Saatgut erhalten

80 Prozent der Lebensmittel auf der Welt werden von Kleinbauernfamilien angebaut, die nur eine kleine Ackerfläche und geringe technische Ausstattung zur Verfügung haben. Die Arbeit dieser Bauernfamilien ist von unschätzbarem Wert für den Großteil der Welternährung und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die vielen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen benötigen dafür freien Zugang zu Saatgut. Wer kein Saatgut hat oder wem das freie Saatgut genommen wird, der kann sich nicht selbst ernähren und gerät in Abhängigkeit von Saatgutkonzernen ‒ mit verheerenden Folgen. Doch die internationale Agrarindustrie versucht seit längerem und zunehmend erfolgreich, den Saatgutmarkt zu kommerzialisieren.
 

Lesetipp aus der Ökumene

Die Arbeitsgemeinschaft der Katohlischen Umweltbeauftragten weist auf zwei Publikationen aus der Ökumene hin. Sie bieten weitere Informationen und Anregungungen für die Diskussion: In der Sachverständigengruppe »Weltwirtschaft und Sozialethik« der Deutschen Bischofskonferenz erschien die Studie »Den Hunger bekämpfen. Unsere gemeinsame Verantwortung für das Menschenrecht auf Nahrung« -
Quelle: http://www.dbk-shop.de/de/DBK/Publikation-der-Wissenschaftlichen-Arbeitsgruppe/Den-Hunger-bekaempfen-1519.html

Der Zentralrat der deutschen Katholiken gibt eine Erklärung "Eckpunkte für eine nachhaltige Landwirtschaft" heraus
Quelle: http://www.zdk.de/veroeffentlichungen/erklaerungen/detail/Eckpunkte-fuer-eine-nachhaltige-europaeische-Landwirtschaft-201W/ 

München, im Juli 2012


Das Jahresthema 2012 von Bildung für Nachhaltige Entwicklung war Ernährung


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Publikationsdatum dieser Seite: Donnerstag, 29. November 2018 23:53