Landwirtschaft und Ernährung

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„Gegen die Zusammenschlüsse/Übernahmen der größten Agrarchemieunternehmen der Welt“

36. Deutscher Evangelischer Kirchentag

Adressaten:

  • EU Kommission: Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager und DG Competition Johannes Laitenberger,
  • Bundeskartellamt: Präsident Andreas Mundt
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Ministerin Brigitte Zypries

Antragstellende:

  • Agrar Koordination (www.agrarkoordination.de)

Ansprechpartner:

Ursula Gröhn-Wittern, Mireille Remesch, Nernstweg 32, 22765 Hamburg

Veranstaltung:

V.NAH-003 „Unser täglich Brot“
Sa. 27. Mai 2017, 15.00 – 17.30 Uhr, Halle 9, Messe Berlin

Resolution:

Wir sind alarmiert und besorgt, dass in einem Markt, der schon jetzt hochgradig
konzentriert ist, weitere Firmenzusammenschlüsse bevorstehen:

Dow Chemical mit DuPont
Monsanto mit Bayer AG
Syngenta mit ChemChina

  • Diese Zusammenschlüsse werden die negativen Auswirkungen der industrialisierten Landwirtschaft für VerbraucherInnen, Bauern und Bäuerinnen, die Umwelt und die Ernährung noch verstärken.
  • Diese drei entstehenden Firmen könnten 70 % des Welt- Agrarchemiemarktes kontrollieren und 60% des Saatgutmarktes. Ihr politischer Einfluss wäre unangefochten und würde das Nahrungssystem beeinflussen.
  • Verminderter Wettbewerb bedeutet weniger Auswahl für die Bauern und weniger Vielfalt auf den Feldern. Das Recht der Bauern an ihrem Saatgut würde weiter eingeschränkt und ihre Abhängigkeit zunehmen.
  • Ihr Einfluss würde das Patentsystem für Nahrungspflanzen weiter ausbauen und die verbleibenden kleinen Saatgutfirmen weiter unter Druck setzen.
  • Es ist anzunehmen, dass der Einsatz von Pestiziden im Paket mit Saatgut zunehmen wird und damit die Umweltbelastung und die Gesundheitsgefahren für Anwender und Verbraucher.
  • Die Zusammenschlüsse bedeuten eine Gefahr für die Ernährungssouveränität der Entwicklungsländer und damit für das SDG Nummer 2, das das Ziel hat den Hunger zu beenden und für das Recht auf Nahrung.
  • Es ist anzunehmen, dass weniger Geld in Entwicklung und Forschung investiert werden wird, weil es an Konkurrenz fehlt.

Wir rufen die Europäische Kommission und das Kartellamt auf, die aufgeführten Zusammenschlüsse, auch unter hohen Auflagen, NICHT ZU GENEHMIGEN! Die Bundesregierung rufen wir auf die Regeln für den Wettbewerb auch in Deutschland zu verbessern und solche Marktkonzentrationen nicht zu erlauben.

Bitte unterstützen Sie dieses Anliegen.

Quelle: https://www.kirchentag.de/programm/resolutionen.html

 

Essen wir die Welt? - Ernährung der Zukunft

Eine Ausstellung mit Begleitmaterial zum Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg

"Keine Gentechnik auf Kirchenland"

Die Kampagne "Keine Gentechnik auf Kirchenland" der kirchlichen Umweltbeauftragten führte zu zahlreichen Beschlüssen zum Umgang mit der Gentechnik auf kirchlichem Pachtland. Die jeweils aktuelle Beschlusslage aus EKD und Landeskirchen wird im folgenden dargestellt. 

Gscheit essen - mit Genuss und Verantwortung

Nicht nur Kampagne der Umweltbildung.Bayern, sondern auch Zwei-Jahres-Thema 2012/2013 der kirchlichen Umwelt- und Klimaarbeit in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern.

niemand isst für sich allein

Eine Milliarde Menschen weltweit hungert, die Hälfte von ihnen sind Kleinbauern. Die Kampagne von Brot für die Welt zeigt auf, wie die Ernährungsunsicherheit im Süden entsteht und mit unseren eigenen Konsumgewohnheiten zusammenhängt. 

Vielfalt säen - Freies Saatgut erhalten

80 Prozent der Lebensmittel auf der Welt werden von Kleinbauernfamilien angebaut, die nur eine kleine Ackerfläche und geringe technische Ausstattung zur Verfügung haben. Die Arbeit dieser Bauernfamilien ist von unschätzbarem Wert für den Großteil der Welternährung und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die vielen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen benötigen dafür freien Zugang zu Saatgut. Wer kein Saatgut hat oder wem das freie Saatgut genommen wird, der kann sich nicht selbst ernähren und gerät in Abhängigkeit von Saatgutkonzernen ‒ mit verheerenden Folgen. Doch die internationale Agrarindustrie versucht seit längerem und zunehmend erfolgreich, den Saatgutmarkt zu kommerzialisieren.
 

Lesetipp aus der Ökumene

Die Arbeitsgemeinschaft der Katohlischen Umweltbeauftragten weist auf zwei Publikationen aus der Ökumene hin. Sie bieten weitere Informationen und Anregungungen für die Diskussion: In der Sachverständigengruppe »Weltwirtschaft und Sozialethik« der Deutschen Bischofskonferenz erschien die Studie »Den Hunger bekämpfen. Unsere gemeinsame Verantwortung für das Menschenrecht auf Nahrung« -
Quelle: http://www.dbk-shop.de/de/DBK/Publikation-der-Wissenschaftlichen-Arbeitsgruppe/Den-Hunger-bekaempfen-1519.html

Der Zentralrat der deutschen Katholiken gibt eine Erklärung "Eckpunkte für eine nachhaltige Landwirtschaft" heraus
Quelle: http://www.zdk.de/veroeffentlichungen/erklaerungen/detail/Eckpunkte-fuer-eine-nachhaltige-europaeische-Landwirtschaft-201W/ 

München, im Juli 2012


Das Jahresthema 2012 von Bildung für Nachhaltige Entwicklung war Ernährung


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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 11. Juli 2018 22:23