Landwirtschaft und Ernährung

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Essen wir die Welt? - Ernährung der Zukunft

Eine Ausstellung zum Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin, 24.-28. Mai 2017

Essen wir die Welt - Ernährung der Zukunft - Eine Ausstellung zum Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin 2017
Die AGU befindet sich vom Donnerstag 25. Mai bis Samstag 27 Mai jeweils von 09:00 bis 19:00 Uhr in Halle 9, Ausstellungsbereich, Messe Berlin, Charlottenburg (Kirchentagsstadtplan Nr 594 | E1)

Im Jahr des Reformationsjubiläums will auch die agu nicht darauf verzichten, einen Bezug zu Leben und Wirken des Reformators herzustellen. Die Herausforderungen einer zukunftsfähigen Ernährung werden daher ausgehend von und im Gegenüber zu den Ernährungsgewohnheiten im Hause Luther dargestellt.

Diese Begleitdokumentation zur Ausstellung soll als Einstieg zur Beschäftigung mit den Themen dienen und wird in den nächsten Wochen noch weiter ausgebaut.

Gliederung der Ausstellung

Früher war alles öko

Der zufällige Fund einer im frühen 16. Jahrhundert mit häuslichem Abfall verfüllten Grube am Lutherelternhaus in Mansfeld (2003) erlauben einen bis dahin noch nicht möglichen Blick in die Lebensverhältnisse des jungen Martin Luther und seiner Familie. Im Gegensatz zu Luthers eigenen Äußerungen, die von finanziell bescheidenen Anfängen des Vaters sprechen, erscheint das Anwesen der Familie Luther als stattlicher Vierseitenhof, von dem das bislang als Lutherelternhaus angesprochene Gebäude nur einen kleinen Teil ausmachte.

Aus den Spuren von Speiseresten in der Müllgrube und Luthers vielfältigen Bemerkungen zu Essen und Trinken lässt sich relativ gut ein Speiseplan im Hause Luthers erschließen. Im Hause Luther pflegte man durchaus eine anspruchsvolle und opulente Küche, der Fleischkonsum dürfte in etwa der Durchschnittlichen Menge in heutigen Industriestaaten entsprochen haben.

Allerdings: „Luther lebte 1483 - 1546, somit lange vor dem „offiziellen“ Beginn der Industrialisierung 1880. So reduzieren sich die THG Quellen auf eventuelle Nutzung fossiler Energieträger um 1500 in Europa und den Abbau von CO2-Senken, wie Entwaldung um 1500.

Der erste nennenswerte Kohlebergbau in Europa wird auf 1550 datiert. Die Entwaldung in Europa fand spürbar erst 100 Jahre später statt. Die Weltbevölkerung lag noch bei 500 Mio.

Kurz: Zur Ernährung von Herrn Luther wurden sehr wahrscheinlich 100% regenerative Energieträger eingesetzt und es sind keine nennenswerten CO2-Senken zerstört worden. So wird er sich Klimaneutral ernährt haben.“ (Rike Schweizer, Klima-Kollekte, in einer Antwort auf eine Anfrage durch das Projektteam der agu)

Die Schrift, in der das „oeko“ gesetzt ist, heißt übrigens „Wittenberger Fraktur“.

Quellen

http://www.lda-lsa.de/forschung/weitere_projekte/lutherarchaeologie/

Dapper, A. (2008). Zu Tisch bei Martin Luther. (H. Meller, Hrsg.) Halle (Saale): Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt.

Döhle, H.-J. (2007). Schwein, Geflügel und Fisch - bei Luthers zu Tisch. (H. Meller, Hrsg.) Archäologie in Sachsen-Anhalt, Sonderband 6, S. 169-186.

Priloff, R.-J. (2015). Frühneuzeitliche Tierreste vom Grundstück der Familie Jakob Luder in Mansfeld. (H. Meller, Hrsg.) Forschungsberichte des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle, 8, S. 321-369.

Schlenker, B. (2015). Ein bemerkenswerter Kellerbefund im Elternhaus Martin Luthers. Befunde und Funde der Frühen Neuzeit aus Mansfeld. (H. Meller, Hrsg.) Forschungsberichte des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle, 8, S. 263-306.

„Zur rechten Zeit vom rechten Ort“

Das Plakat macht den „CO2-Schatten“ sichtbar. Die Größenverhältnisse zwischen den Schatten und dem Menschen bzw. der Tomate entsprechen dem Verhältnis von realem Gewicht und CO2-Emission.
Ein Mensch in Deutschland (75 kg) verursacht 1.750 kg CO2-Emissionen allein durch die Ernährung.
1 kg Tomate hat 0,08 kg CO2-Emission im regionalen, saisonalen Anbau und 9,3 kg CO2-Emissionen im Treibhausanbau.

  • ‘‘Saisonal,
  • ‘‘regional und
  • bio müssen gleichzeitig betrachtet werden.

Saison und Transport sind neben der Anbauweise entscheidende Faktoren. So schneidet ökologischer Anbau in einem heimischen Gewächshaus außerhalb der Saison (9200g/kg) deutlich schlechter ab als eine konventionelle Freiland-Tomate aus Spanien (600g/kg).

Die Gesamtemissionen eines Bundesbürgers, einer Bundesbürgerin lagen im Jahr 2015 bei 9.900 kg CO2, die einer Inderin, eines Inders bei 1.700 kg. Die Emission durch Ernährung eines Bundesbürgers entspricht also der Gesamtemission einer Inderin!

Quellen

www.globalcarbonatlas.org

Das Klima Kochbuch, Franckh-Kosmos, Stuttgart, 2015

„Flächenfresser Fleischkonsum“

Anders als im Hause Luther züchten wir die Tiere, deren Fleisch wir essen, nicht mehr vor der eigenen Haustüre. Fleischproduktion ist ein internationales Geschäft – zum Teil in hochgradiger Arbeitsteilung.
Würden die Futtermittel, die wir benötigen, um die Menge an Fleisch zu produzieren, die wir in Deutschland essen, alle in Deutschland produziert, bräuchte es eine Anbaufläche so groß wie Rheinland-Pfalz. De facto „weiden“ unsere Rinder auf Flächen im Amazonasbecken und in anderen Teilen der Welt.

Quelle: Fleischatlas 2014 - Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel https://www.boell.de/de/2016/01/13/der-grosse-strukturwandel?dimension1=ds_fleischatlas_regional
Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung, BUND.
Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz. (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de)

Quelle:Fleischatlas 2014 - Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel
https://www.boell.de/de/2014/01/07/fleischatlas-2014?dimension1=oen
Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung, BUND.
Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz. (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de)

Quellen

Fleischatlas 2014 - Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel
https://www.boell.de/de/2014/01/07/fleischatlas-2014?dimension1=oen

Fleisch frisst Land, WWF (Hrsg.), 4. unveränderte Auflage, Berlin 2014.
Download: http://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/fleisch-frisst-land/

„Meer gleich leer“

Immer größere Schleppnetzte und hochindustrialisierte Fang- und Verarbeitungsschiffe haben zu einer systematischen Überfischung der Meere geführt. 29 Prozent der Fischbestände gelten als überfischt, 61 Prozent als „maximal befischt“.
Die großen industriellen Fischereiflotten agieren meist außerhalb oder am Rande der Hoheitsgewässer eines Staates.
Leidtragende sind jedoch die nationalen Fischer, die oft auf traditionelle Weise fischen – und das gerade in den Regionen, deren Eiweißversorgung zu einem großen Teil auf Fisch basiert. Ihnen werden die Fische buchstäblich vor der Nase weg gefischt.
Das verschärft die ohnehin durch Landnutzungsänderungen (z.B. Abholzung von Mangroven, Siedlungsbau, …) und Stoffeinträge in Küsten- und Mündungsgebieten prekäre Situation der lokalen Fischerei.
Zusäzlich verschlechtert der Klimawandel mit steigenden Wassertemperaturen und zunehmender Versauerung die Lebensbedingungen für viele Fischarten.
Die großen Netze stellen zudem eine erhebliche Gefahr für viele Meereslebewesen dar: Schildkröten, Delphine und andere mehr verfangen sich in den Netzen und gehen zugrunde. Losgerissene oder achtlos „verklappte“ Netze machen zudem einen erheblich Teil des Plastikmülls in den Weltmeeren aus.
Bedroht sind nicht nur die Fischbestände Laut dem WWF sind 40 Prozent des globalen Fangs Beifang. Das bedeutet, dass neben unerwünschten Fischarten Haie, Seevögel, Meeresschildkröten, Delfine und Wale in den Netzen verenden.

Quellen:

http://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/vernuenftig-einkaufen/einkaufsratgeber-fisch/

http://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/fischerei/beifang/beifangopfer/

„Martin Luther hatte eine ‚süße grüne Schafsnase‘ – und Sie?“

Gezielter Obstbau wie wir ihn heute gewohnt sind fand zu Luthers Zeiten nicht statt. Hauptsächlich wurden wohl lokale Sorten, meist kleinfrüchtige, saure Wildapfelsorten genutzt. Einige Sorten wie die „süße grüne Schafsnase“ sind in überlieferten Verzeichnissen dokumentiert und werden lokal immer noch angebaut.

Die Sortenvielfalt in Supermärkten, aber auch auf Wochenmärkten hat in den letzten Jahrzehnten massiv abgenommen: Einige wenige Sorten dominieren zum Beispiel das Angebot an Äpfeln, mehr als 18 Sorten hat der Lebensmittel(groß)handel nie im Angebot. Dabei gibt es in Deutschland mehrere tausend Apfelsorten.

Noch gravierender ist die Situation im Bereich der Nutztiere: In der Geflügel-, Hühner- und Rindermast werden weltweit nur noch ganz wenige Rassen verwendet.

In Indien gibt es Hunderte regionale Sorten von Reis – doch auch hier dominieren wenige Hybrid-Sorten die Landwirtschaft. Saatgutfirmen werben mit dem höheren Ertrag der Hybride, deren Saatgut die Bauern Jahr für Jahr neu kaufen müssen.

Bäuerinnen und Bauern, die traditionelle Landwirtschaft betreiben, säen stets mehrere regionale Sorten auf ihren Feldern aus. Jede dieser Sorten hat bei einer bestimmten Witterungsbedingung ihren besten Ertrag – der Gesamtertrag bleibt daher mit Sicherheit hinter einem Feld mit Hybrid-Samen zurück, ein Totalausfall der Ernte ist im Gegensatz zu dem Hybridfeld jedoch extrem unwahrscheinlich.

Unterschiedliche Anbau-, Blüh- und Fruchtzeiten bieten Chancen für mehr ökologische Vielfalt auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen
Die Konzentration auf wenige Rassen und Sorten verengt den Genpool unserer Ernährungsgrundlagen. Das macht anfällig gegen Krankheiten, Schädlinge und Witterungseinflüsse. Sortenvielfalt bedeutet Erhalt bestehender und Entwicklung neuer Sorten! Der Erhalt der Sortenvielfalt ermöglicht zukünftige Neuzüchtungen.

Alte, regional angepasste Sorten zu bewahren ist daher ein Weg, die Resilienz der Landwirtschaft gegen den Klimawandel zu stärken.

Quellen und Kontakte:

www.deutsche-genbank-obst.de

Erhalternetzwerk Obstsortenielfalt (im Pomologen-Verein e.V.), Bundesgeschäftsstelle, Ulrich Kubina, Husumer Strafl e 16, 20251 Hamburg

Landesverband Erwerbsobstbau Baden-Württemberg e.V. (im Landesbauernverband B.-W.), Bopserstraße 17, 70180 Stuttgart, Telefon: 0711 / 2140-111, Telefax: 0711 / 2140-350, lveo@lbv-bw.de

Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee, Schuhmacherhof 6, D - 88213 Ravensburg-Bavendorf, Tel.: 0751-7903-0

„Verschwenden beenden“

Jeder Mensch in Deutschland wirft pro Jahr im Schnitt 82 kg Lebensmittel weg – zwei Einkaufswagen voll, ein Wert von rund 235 Euro.Wir kaufen schnell und unüberlegt ein, oft mehr als wir brauchen. Vorräte vergessen wir dann im Kühlschrank oder im Regal.Wenn wir zu viel kochen, wandern die Reste in den Müll, obwohl auch Resteküche sehr lecker sein kann.Manche Produkte gelangen auch gar nicht erst in den Handel, weil sie krumm gewachsen sind oder Normgrößen nicht entsprechen …

Quelle:

Zu gut für die Tonne:
www.zugutfuerdietonne.de

Faktenblatt zur Studie „Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland“, 2012 im Auftrag des BME
https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/ZuGutFuerDieTonne/_Texte/Studie_Zu-gut-fuer-die-Tonne.html

„10 Tipps für eine klimafreundliche Ernährung“

Jeder kann sich ohne Verzicht auf Genuss klimafreundlicher ernähren. Initiativen wie „Zukunft einkaufen“ helfen dabei.

Weniger tierische Produkte – Klasse statt Masse

Tierische Produkte haben aufgrund der langen Umwandlungsprozesse von pflanzlicher Primärenergie zu Lebensmittel einen großen CO2-Rucksack. Der hohe Fleischkonsum ist zudem für viele Menschen nur möglich, indem sie Fleisch möglichst „günstig“ einkaufen. Die wahren Kosten dieses Fleisches allerdings sind hoch: Tiere werden unter Bedingungen gehalten, die kaum als artgerecht gelten können, die Güllemengen der Intensivtierhaltung führen zu einer hohen Nitratbelastung der Böden, Landwirte geraten durch den ständigen Preisdruck des Marktes in die Verschuldungsfalle…
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hält einen Fleischkonsum von 80 Gramm pro Tag für absolut ausreichend für eine gesunde Ernährung. Wer sich an diesem Richtwert orientiert, kann sich auch mit einem Durchschnittseinkommen hochwertiges Fleisch aus artgerechter Tierhaltung leisten.

Bio und fair einkaufen

Biolandbau verzichtet auf synthetisch hergestellte Mineraldünger – daher fällt die CO2-Bilanz eines Bioproduktes direkt am Acker zunächst bessern aus. Wer „bio“ kauft, sollte allerdings bedenken: Hat das Produkte lange Lieferwege hinter sich oder ist es außerhalb der Saison angebaut, dann erhöht sich auch beim Bio-Produkt der CO2-Rucksack! Daher: Immer auch die nächsten zwei Tipps beachten!

Saisonales Obst und Gemüse kaufen

Mehr dazu beim vorherigen Tipp und dem Poster "Zur rechten Zeit vom rechten Ort"

Lebensmittel beim regionalen Erzeuger kaufen

Kurze Transportwege bedeuten geringe CO2-Belastung – die aber wieder extrem ansteigt, wenn der regionale Bauer die Tomate außerhalb der Saison im Treibhaus angebaut hat.
Daher: Auch den vorherigen Tipp beachten!

Regionale Erzeuger zu bevorzugen bedeutet auch, Wirtschaftskraft in der Region zu belassen und zu fördern. Ein wichtiger Aspekt der Regionalentwicklung!

Gering verarbeitete Lebensmittel bevorzugen

In Halbfertig- oder Fertigprodukten steckt eine Menge von Energie, da sie in aller Regel in hochmechanisierten – und damit energieintensiven Prozessen hergestellt sind. Tiefgekühlte Produkte müssen darüber hinaus in der entsprechenden Kälteumgebung transportiert und gelagert werden, auch hier ist ein hoher Energieeinsatz nötig.

Aufs Auto verzichten und zu Fuß oder mit dem Rad einkaufen

In der (Groß-)Stadt ist das Fahrrad bei Strecken unter fünf Kilometern Entfernung häufig das schnellste Verkehrsmittel. E-Bikes und Pedelecs erhöhen diese Reichweite natürlich. Kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück zu legen, ist nicht nur klimafreundlich, sondern fördert auch die Gesundheit.

Auf Öko-Strom umsteigen und klima-freundlich kochen und aufbewahren

Ökostrom ist nahezu CO2-neutral - das sollte aber nicht dazu verleiten, ihn verschwenderisch zu nutzen. Die besten Öko-Bilanz hat immer noch die Energie, die ich nicht verbauche!
Dehalb praktische Tipps beherzigen:

  • mit Deckel kochen,
  • im Wasserkocher nur so viel Wasser erhitzen, wie benötigt wird,

Energieeffiziente Haushaltsgeräte sparen Geld und Strom

Eine Beispielrechnung für eine Kühl-Gefrierkombination bei 26,5 Ct. Stromkosten pro kWh zeigt, einen Verbrauch pro Jahr bei einem Gerät mit Energieeffizienzklasse A+++ von ca 166 kWh für 44 Euro jährlich. Ein gleichgroßes Gerät mit Enerergieeffizienzklasse A benötigt rund 270 kWh für 72 Euro
Ein 15 Jahre altes Gerät verbraucht ca. 600 kWh für 160 Euro. Energiesparen schont soi auch den Geldbeutel.

Quelle:

http://www.kuehlschrank.com/energieeffizienzklasse/

Weniger Lebensmittel wegwerfen und mehr Reste verwerten

Reste verwerten schont den eigenen Geldbeutel, reduziert den Flächenverbrauch - und setzt bei manchen in der Küche ungeahnte Kreativität frei. Wie wäre es zu Beispiel einmal mit einem (süßen oder salzigen) Reisauflauf aus Reisresten, Eiern und Mehl?
Weniger wegwerfen beginnt schon beim Einkauf: wer XXXL-Packungen kauft hat häufig ein Resteproblem und füllt die Biotonne – oder muss z.T. Energieaufwändig lagern (s. auch die zwei vorherigen Punkte).

Verschwendung ist in Deutschland Realität: rund 30% der Nahrungsmittel gelangen nicht in den Magen, sondern landen in der Tonne. Gründe: Ablauf des MHD, zu klein, krumm, fleckig,.. Da helfen „Schnippelpartys“ oder das kochen mit „Culinary Misfits“

Freunde einladen: Für mehrere kochen und gemeinsam CO2-sparen

Probieren Sie’s aus! Eine doppelte Portion im Topf braucht weniger als die doppelte Menge an Energie.

Quellen

www.zukunft-einkaufen.de

Titelgrafik (angebissene Welt): Unter Verwendung von https://images.nasa.gov/#/details-epic-view-of-africa-and-europe-from-a-million-miles-away_19927967400_o.html von Heinrich Mühlenmeier
Graphische Gestaltung der Ausstellung: Michael Schlierbach, schlierbach@sacccade.de

Essen wir die Welt? - Ernährung der Zukunft

Eine Ausstellung mit Begleitmaterial zum Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg

"Keine Gentechnik auf Kirchenland"

Die Kampagne "Keine Gentechnik auf Kirchenland" der kirchlichen Umweltbeauftragten führte zu zahlreichen Beschlüssen zum Umgang mit der Gentechnik auf kirchlichem Pachtland. Die jeweils aktuelle Beschlusslage aus EKD und Landeskirchen wird im folgenden dargestellt. 

Gscheit essen - mit Genuss und Verantwortung

Nicht nur Kampagne der Umweltbildung.Bayern, sondern auch Zwei-Jahres-Thema 2012/2013 der kirchlichen Umwelt- und Klimaarbeit in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern.

niemand isst für sich allein

Eine Milliarde Menschen weltweit hungert, die Hälfte von ihnen sind Kleinbauern. Die Kampagne von Brot für die Welt zeigt auf, wie die Ernährungsunsicherheit im Süden entsteht und mit unseren eigenen Konsumgewohnheiten zusammenhängt. 

Vielfalt säen - Freies Saatgut erhalten

80 Prozent der Lebensmittel auf der Welt werden von Kleinbauernfamilien angebaut, die nur eine kleine Ackerfläche und geringe technische Ausstattung zur Verfügung haben. Die Arbeit dieser Bauernfamilien ist von unschätzbarem Wert für den Großteil der Welternährung und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die vielen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen benötigen dafür freien Zugang zu Saatgut. Wer kein Saatgut hat oder wem das freie Saatgut genommen wird, der kann sich nicht selbst ernähren und gerät in Abhängigkeit von Saatgutkonzernen ‒ mit verheerenden Folgen. Doch die internationale Agrarindustrie versucht seit längerem und zunehmend erfolgreich, den Saatgutmarkt zu kommerzialisieren.
 

Lesetipp aus der Ökumene

Die Arbeitsgemeinschaft der Katohlischen Umweltbeauftragten weist auf zwei Publikationen aus der Ökumene hin. Sie bieten weitere Informationen und Anregungungen für die Diskussion: In der Sachverständigengruppe »Weltwirtschaft und Sozialethik« der Deutschen Bischofskonferenz erschien die Studie »Den Hunger bekämpfen. Unsere gemeinsame Verantwortung für das Menschenrecht auf Nahrung« -
Quelle: http://www.dbk-shop.de/de/DBK/Publikation-der-Wissenschaftlichen-Arbeitsgruppe/Den-Hunger-bekaempfen-1519.html

Der Zentralrat der deutschen Katholiken gibt eine Erklärung "Eckpunkte für eine nachhaltige Landwirtschaft" heraus
Quelle: http://www.zdk.de/veroeffentlichungen/erklaerungen/detail/Eckpunkte-fuer-eine-nachhaltige-europaeische-Landwirtschaft-201W/ 

München, im Juli 2012


Das Jahresthema 2012 von Bildung für Nachhaltige Entwicklung war Ernährung


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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 7. November 2017 21:02