Mobilität

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Resolution zur zukunftsfähigen Mobilität auf dem ÖKT

Im Zentrum Zukunft wurde am 15.05.2010 eine Resolution zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Mobilität zur Reduktion von Energieverbrauch und Senkung des CO2-Ausstoßes verabschiedet.

"Die globalen Herausforderungen eines sich beschleunigenden Klimawandels, des Erhalts der Artenvielfalt und der Endlichkeit der Ressourcen erfordern eine zukunftsfähige Mobilität auf Straßen, Schienen, zu Wasser und in der Luft, deren Kennzeichen Ressourcenschonung, Naturverträglichkeit und Selbstbegrenzung sind.

Sollten nicht Katastrophen, wie die Ölpest im Golf von Mexiko, die das Ökosystem und die Lebenssituation der Menschen zerstören, wie die weltweite Zahl der Unfalltoten ausreichen, die zerstörerischen Formen des Verkehrs einzudämmen und diesen aus seiner fossilen wie atomaren Abhängigkeit zu befreien? Verkehrspolitik im Interesse einer zivilisierten Mobilitätskultur braucht mehr sozial – ökologische Verantwortung wie ökonomische Vernunft.

Nur dann ist sie zukunftsfähig und global verallgemeinerbar. Deshalb fordern wir:

  • Die Automobilindustrie braucht einen Qualitätssprung in Sachen „Downsizing“ hin zu sparsameren Fahrzeugen, Effizienzsteigerung durch Mobilitätsdienstleistungsangebote und eine Ressourcen schonende Produktion (hohe Materialeffizienz in grünen Fabriken)
  • Die Deutsche Bahn braucht ein größeres, dichteres, attraktiveres und effizientes Netz, einen modernisierten Fuhrpark und einen mehr personalbasierten Kundenservice. Ein integrierter Deutschlandtakt und 100% erneuerbare Energie (warum nicht die eigenen Dächer für Solarstrom nutzen?) sind notwendig. Eine Privatisierung sowie unkalkulierbare Großprojekte und eine Orientierung an mehr Hochgeschwindigkeit stehen einer nachhaltigen Entwicklung im Wege.
  • Die Politik muss entsprechende ordnungs- und finanzpolitische sowie raumplanerische Vorgaben setzen (Tempolimit; Priorität für den ÖV, Subventionsabbau) und in der eigenen Beschaffung beispielhaft vorangehen.
  • Die Kirchen müssen in ihrem eigenen Mobilitätsverhalten auch praktisch Schöpfung bewahren, indem sie den Umweltverbund stärken und einen downgesizten Fahrzeugpark nutzen.
  • Kirchentagsbesucher experimentieren und praktizieren einen eigene „Klimakultur auf Rädern“.

Eine zukunftsfähige Mobilität ist nicht nur zur Reduktion von Energieverbrauch und CO2 notwendig, sondern auch um nach dem Motto „wie im Westen so auf Erden“ für ein postfossiles Leitbild zu werben."

Mobilität

Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.


Im Portal Bildung für Nachhaltige Entwicklung war Mobilität 2013 das Jahresthema.

Kontakt

Die AGU erreichen Sie über die AnsprechpartnerInnen in den Landeskirchen oder den Vorstand.


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Publikationsdatum dieser Seite: Sonntag, 3. Juni 2018 10:52