Nachhaltige Entwicklung

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Richtung Nachhaltigkeit

Indikatoren, Ziele und Empfehlungen für Deutschland

Richtung Nachhaltigkeit - TitelIst Deutschland auf dem Weg in Richtung Nachhaltigkeit? Eine Arbeitsgruppe der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft/Institut für interdisziplinäre Forschung (FEST) Heidelberg hat zum dritten Mal eine Studie vorgelegt, die mit 64 Indikatoren dieser Frage nachgeht. Die Veröffentlichung versteht sich - wie schon 2004 und 2008 - als Beitrag zur Diskussion um die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesrepublik.

- Exakt die Hälfte der Indikatoren werden 2011 mit der „roten Ampel“ für einen schlechten Zustand bewertet, etwas weniger als vor vier Jahren; die geringste Zahl schlechter Bewertungen finden sich im Bereich Soziales, die meisten schlechten Bewertungen im Bereich Ökologie. Eine „grüne Ampel“ hat fast weniger als ein Zehntel der Indikatoren.

- 25 Indikatoren haben sich verbessert, die Bereiche mit den meisten positiven Veränderungen in der letzten Zeit sind wiederum die Bereiche Ökologie und Soziales. Die wenigsten positiven Veränderungen hat der Bereich Ökonomie vorzuweisen. Die negativen Veränderungen sind - quantitativ betrachtet - recht gleich verteilt.

- Insgesamt fällt auf, dass die Bewertung der Entwicklung erneut deutlich besser ausfällt als die Bewertung des Ist-Zustandes.

Richtung Nachhaltigkeit Infografik zum Textlm Rahmen der Bildungsinitiative ,,Mut zur Nachhaltigkeit” und mit Forderung der Stiftung Forum für Verantwortung wurden nun erstmals auf der Grundlage der aktuellen Entwicklung dieser Indikatoren Empfehlungen für eine Nachhaltigkeitspolitik in Deutschland erarbeitet. Sie zeigen im Detail, dass der Weg zur Nachhaltigkeit beschritten werden kann, dass auf den oben genannten Politikfeldern aber ganz erhebliche Anstrengungen vonnöten waren, um das Ziel bis zur Mitte dieses Jahrhunderts zu erreichen. Der Band versteht sich als Diskussionsvorschlag zu Problemfeldern, die auf diesem Weg keinesfalls ausgespart werden können:

“Die Diskussionen um die Strategie der Transformation unserer Gesellschaft mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung haben eines mit Sicherheit gezeigt: Es wäre völlig vermessen, ein Programm aufstellen zu wollen, das die Illusion zu erwecken sucht, es gäbe die eine, große, schöne Losung aller Probleme. Trotzdem kann ein Gesamtentwurf einer nachhaltigen oder zukunftsvertraglichen Ökonomie in Form einer konkreten Utopie vorgelegt werden. Um was geht es? Unter anderem um eine soziale und ökologische Steuerreform, um ein konsistentes Ressourcenmanagement, um die Regelung der Grundsicherung, um Teilhabe durch Bildung, um die Strukturen der lokalen Ökonomie wie um die Regulierung der Finanzmarkte - kurz: um die Ausrichtung der Wirtschaft an den Bedürfnissen der jetzt lebenden Menschen, der zukünftigen Generationen und an der Bewahrung der Natur.”

Autoren und Mitglieder der Arbeitsgruppe sind: Hans Diefenbacher, Oliver Foltin, Benjamin Held, Dorothee Rodenhäuser, Rike Schweizer, Volker Teichert / Marta Wachowiak

Bezugsquelle und weitere Informationen:
Richtung Nachhaltigkeit - Indikatoren, Ziele und Empfehlungen für Deutschland
Heidelberg: Reihe FEST für die Praxis, Band 8, 182 S.  ISBN 978-3-88257-061-X, 15 €.
Bestellungen: mailto:info@fest-heidelberg.de?Subject=Richtung%20Nachhaltigkeit

Mobilität

Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.


Das Portal Bildung für Nachhaltige Entwicklung der Weltdekade der UN 2005-2014 stellt vielfältige Materialien zur Verfügung

Anders Wachsen

Der Zwang zum wirtschaftlichen Wachstum hat verheerende Folgen für den Menschen und die Natur. Wenn Maßlosigkeit das Maß aller Dinge geworden ist, müssen Christen aus der Freiheit ihres Glaubens heraus die besseren Alternativen aufzeigen. Deshalb hat sich in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens der Initiativkreis "anders wachsen" gegründet. Mit einer Unterschriftenkampagne bittet er den Rat und die Synode der EKD, sich des Themas *Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum* anzunehmen, der falschen Vorstellung vom grenzenlosen Wirtschaftswachstum zu widersprechen, von den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein Ende des Zwangs zum Wirtschaftswachstum zu fordern und dazu eine breite Öffentlichkeitskampagne durchzuführen.

Weitere Informationen unter: http://www.anders-wachsen.de

Arbeitskreis Kirchliche Investments

Im Auftrag des Rates der EKD erarbeitet der Arbeitskreis Kirchliche Investments Standards zur ethisch nachhaltigen Geldanlage.

Zukunftsfähiges Wirtschaften

Kirchen haben viele Möglichkeiten, selbst umweltfreundlich und fair zu wirtschaften. Welche Angebote und guten Beispiele zukunftsfähigen Wirtschaftens gibt es bereits? Wie sehen die Schwerpunkte in den einzelnen Landeskirchen aus? Die Internetplattform zu-wi.de von Brot für die Welt will zur „Entwicklungspolitik mit dem Einkaufskorb“ ermutigen.


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Publikationsdatum dieser Seite: Sonntag, 3. Juni 2018 10:52