Nachhaltige Entwicklung

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Klimafinanzierung - Handlungsoptionen für eine gerechte Klimapolitik

Klima der Gerechtigkeit: Plattform mit Forderungen für die Konferenz von Durban 2011

Klimafinanzierung ist ein zentrales Thema in den internationalen Klimaverhandlungen, das mitentscheidend für ein zukünftiges Klimaabkommen sein wird. Bei der Klimakonferenz in Durban im Dezember 2011 muss die internationale Staatengemeinschaft dringend wichtige Aspekte der Finanzarchitektur klären. In zwei Publikationen zur Klimafinanzierung diskutiert die entwicklungspolitische Klimaplattform der Kirchen, Entwicklungsdienste und Missionswerke Prinzipien, Instrumente und Handlungsoptionen.

Um den gegenwärtigen Glaubwürdigkeitsverlust, der die Klimaverhandlungen lähmt, überwinden zu können, ist die Erfüllung der Finanzierungszusagen durch die Industrieländer unverzichtbar. Auf der Weltklimakonferenz in Durban, Südafrika, im Dezember 2011 wird es darauf ankommen, die zukünftige Finanzierung von Klimaschutz und Anpassung in Entwicklungsländern zu konkretisieren und den Weg für ein neues, völkerrechtlich verbindliches Klimaabkommen zu ebnen.

Forderungen an die deutsche Klimafinanzierung

Deutschland sollte an seine zuverlässige und progressive Rolle anknüpfen, die es in der Vergangenheit in der internationalen Klimadiplomatie gespielt hat, und seine internationalen Verpflichtungen zur Klimafinanzierung einhalten. Nur auf diese Weise kann Deutschland seinen Beitrag zur Realisierung eines Klimaabkommens leisten.

Kurzfristfinanzierung: Die Bundesregierung sollte neue Mittel in den Haushalt 2012 einstellen, die nicht auf die Quote der Entwicklungszusammenarbeit (ODA-Quote) angerechnet werden, sondern zusätzlich erbracht werden. Kredite sollten nicht in voller Höhe, sondern nur mit dem Schenkungsanteil angerechnet werden.
Innovative Finanzierungsinstrumente: Deutschland sollte sich dafür einsetzen, dass die Vorschläge für innovative Finanzierungsinstrumente in den internationalen Klimaverhandlungen vorangetrieben werden.
Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“: Ein Anteil von mindestens 30 Prozent sollte verbindlich für den internationalen Klimaschutz festgelegt werden.
Weitere Finanzierungsquellen erschließen: Parallel zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer sollen vorbereitende Schritte auf nationaler Ebene, wie z.B. die Einführung einer nationalen Börsenumsatzsteuer, nicht vernachlässigt werden. Damit könnte Deutschland neue Quellen nutzen und international weiter eine Vorreiterrolle einnehmen.
Qualität der Kooperation: Deutschland sollte sich dafür einsetzen, dass bei der Verwendung der Klimamittel ökologische und menschenrechtsbasierte Standards eingehalten werden und die Partizipation der betroffenen Bevölkerung gewährleistet wird.

Die Dokumente der Plattform Klima der Gerechtigkeit finden sich unter:

» Klimafinanzierung in der Pflicht - Prinzipien, Instrumente und Handlungsoptionen, Publikation Reihe Analyse (24 Seiten), Oktober 2011
» Klimafinanzierung - Handlungsoptionen für eine gerechte Klimapolitik, Publikation Reihe Aktuell (4 Seiten), Oktober 2011

Mobilität

Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.


Das Portal Bildung für Nachhaltige Entwicklung der Weltdekade der UN 2005-2014 stellt vielfältige Materialien zur Verfügung

Anders Wachsen

Der Zwang zum wirtschaftlichen Wachstum hat verheerende Folgen für den Menschen und die Natur. Wenn Maßlosigkeit das Maß aller Dinge geworden ist, müssen Christen aus der Freiheit ihres Glaubens heraus die besseren Alternativen aufzeigen. Deshalb hat sich in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens der Initiativkreis "anders wachsen" gegründet. Mit einer Unterschriftenkampagne bittet er den Rat und die Synode der EKD, sich des Themas *Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum* anzunehmen, der falschen Vorstellung vom grenzenlosen Wirtschaftswachstum zu widersprechen, von den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein Ende des Zwangs zum Wirtschaftswachstum zu fordern und dazu eine breite Öffentlichkeitskampagne durchzuführen.

Weitere Informationen unter: http://www.anders-wachsen.de

Arbeitskreis Kirchliche Investments

Im Auftrag des Rates der EKD erarbeitet der Arbeitskreis Kirchliche Investments Standards zur ethisch nachhaltigen Geldanlage.

Zukunftsfähiges Wirtschaften

Kirchen haben viele Möglichkeiten, selbst umweltfreundlich und fair zu wirtschaften. Welche Angebote und guten Beispiele zukunftsfähigen Wirtschaftens gibt es bereits? Wie sehen die Schwerpunkte in den einzelnen Landeskirchen aus? Die Internetplattform zu-wi.de von Brot für die Welt will zur „Entwicklungspolitik mit dem Einkaufskorb“ ermutigen.


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Publikationsdatum dieser Seite: Donnerstag, 29. November 2018 23:52