Nanotechnologie

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Neue Materialien - neue Risiken

Ethische Aspekte der NanotechnologieKirchliche Umweltbeauftragte fordern einen umfassenden gesellschaftlichen Dialog über nanotechnologische Entwicklungen Die öffentliche Wahrnehmung der Nanotechnologie darf nicht nur auf die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und Zukunftsoptionen gelenkt werden. Vielmehr muss eine intensive gesellschaftliche Risikokommunikation stattfinden. Dies fordert die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der evangelischen Landeskirchen (AGU) in einer 2007 erschienenStellungnahme.

Die 32-seitige Publikation gibt einen verständlichen Überblick über die vielfältigen Anwendungsbereiche der Nanotechnologie und weist insbesondere auf mögliche Risiken für Gesundheit und Umwelt hin. Sie zeigt bestehende Defizite bei der Technikfolgenabschätzung und bei der Regulation der Anwendung der neuen Technologie auf. Abschließend werden ethische Bewertungsmaßstäbe aus christlicher Perspektive entwickelt.

Die kirchlichen Umweltbeauftragten betonen dabei, dass sie Forschung und Innovation grundsätzlich positiv gegenüber stehen. Allerdings warnen sie vor einer allzu großen Euphorie angesichts der vielen offenen Fragen in Bezug auf mögliche Risiken. Beim Einsatz der Nanotechnologie solle nach dem Vorsorgeprinzip vorgegangen werden, so die Forderung. Die Abschätzung der Risiken von Nanopartikeln für Gesundheit und Umwelt müsse sorgfältige Berücksichtigung bei der Entwicklung neuer Verfahren finden; dies gelte in besonderem Maße für Anwendungen in der Medizin und in der Biotechnologie. 
Die Stellungnahme ist in der Reihe "akzente" des Instituts für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen erschienen. Sie kann für 2,50 Euro bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.
 

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Institut für Kirche und Gesellschaft
z. Hd. Frau Simon
Iserlohner Str. 25
58239 Schwerte
Tel. 0 23 04 / 755 307 - Fax: 0 23 04 / 755 318
k.simon@kircheundgesellschaft.de

zum Themenbild: Nanoschäume
Es wird an an einer neuen Generation von Schaumstoffen, deren Zellgröße nicht mehr im Mikro-, sondern im Nanometerbereich liegt gearbeitet. Bei diesen nanozellulären Schaumstoffen soll die Größe der Zellen so weit verringert werden, dass sie der mittleren, freien Weglänge eines Gasmoleküls entspricht. Dadurch käme ein Wärmeaustausch, der eine Folge von Zusammenstößen von Gasmolekülen ist, fast vollkommen zum Erliegen.
Bildquelle: BASF SE

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Publikationsdatum dieser Seite: Sonntag, 3. Juni 2018 10:53