Umweltmanagement

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Grüner Gockel landet in Brasilien

Rund 30 Mitglieder des Kirchenkreises Vale do Itajaí ließen sich auch durch den brasilianischen Unabhängigkeitstag nicht davon abhalten, ein Seminar zu besuchen, mit dem der Grüne Gockel endgültig in der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) gelandet ist.

Synodalpfarrer Breno Willrich machte gleich zu Beginn der Veranstaltung deutlich, warum der zweitgrößte Kirchenkreis der brasilianischen Lutheraner sich zukünftig stärker um die Umweltbilanz seiner Arbeit kümmern will: "Als unsere Vorfahren vor 150 Jahren hier ankamen, waren sie überwältigt von der Fülle des tropischen Waldes. Aber in weniger als zwei Jahrhunderten haben wir es geschafft, diese Fülle so zu reduzieren, dass unsere eigene Lebensgrundlage bedroht ist." Nélcio Lindner, Umweltwissenschaftler aus Blumenau, konnte dies mit eindrücklichen Beispielen aus dem atlantischen Küstenwald belegen. "Wir haben hier die höchste Artendichte der Welt - aber oft nur wenige Exemplare einer Art. Schon eine kleine Rodung kann hier schlimmen Schaden anrichten."

Die Gemeinden im Vale do Itajaí wollen daher in Zukunft das Verantwortungsbewusstsein ihrer Mitglieder schärfen und selber mit gutem Beispiel voran gehen. Das neue Wohn- und Verwaltungsgebäude des Kirchenkreises zum Beispiel wird Sonne und Schatten optimal nutzen, um Heiz- und Kühlaufwand zu minimieren. Außerdem plant Breno Willrich das Haus über Solarthermie mit Warmwasser zu versorgen.

Wolfgang Schürger, der Beauftragte für Umwelt- und Klimaverantwortung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Vorstandssprecher der AGU, der den Kirchenkreis bei diesem wichtigen Schritt begleiten konnte, war begeistert von den Tagen in Blumenau: "Hier zeigt sich, wie viele Früchte die Partnerschaftsarbeit zwischen Bayern und Brasilien trägt. Der Synodalpfarrer kann stolz auf seinen Kirchenkreis sein: Ich habe so viele engagierte Leute erlebt, da wird es bestimmt gelingen, ein umweltfreundlicher Kirchenkreis zu werden."

Zukunftsfähiges Wirtschaften

Kirchen haben viele Möglichkeiten, selbst umweltfreundlich und fair zu wirtschaften. Welche Angebote und guten Beispiele zukunftsfähigen Wirtschaftens gibt es bereits? Wie sehen die Schwerpunkte in den einzelnen Landeskirchen aus? Die Internetplattform zu-wi.de von Brot für die Welt will zur „Entwicklungspolitik mit dem Einkaufskorb“ ermutigen.

Kontakt

Die AGU erreichen Sie über die AnsprechpartnerInnen in den Landeskirchen oder den Vorstand.


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Publikationsdatum dieser Seite: Donnerstag, 29. November 2018 23:51