Kirchentag 2017

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Resolution: „Achtet die Würde der Tiere!“

36. Deutscher Evangelischer Kirchentag

Adressaten:

Rat der EKD und die Kirchenleitungen der Landeskirchen

Antragstellende:

Aktion Kirche und Tiere (AKUT) e.V., MdM Standnummer 1.1-H01,

Ansprechpartner:

Pfarrer Friedrich Laker, Kirchenstr. 31, Dortmund

Veranstaltung:

V.NAH-002 „Fleisch. Ein Stück Lebensqualität – für wen?“,
Fr. 26. Mai 2017, 15.00 – 17.30 Uhr, Messe Berlin , Halle 9

Resolution:

Immer mehr Menschen betrachten die industrielle Massentierhaltung, die Tierversuche und das damit verbundene qualvolle Leben und Sterben der Tiere als tiefe Verletzung deren Mitgeschöpflichkeit. Sie halten es mit der Würde von Mensch und Tier für unvereinbar, das immense Leid weiterhin tatenlos hinzunehmen.
Entsprechend wird auch die Kritik an der Haltung der Kirchen zu diesem Thema immer lauter. Viele Menschen fragen, warum Theologie und Kirche nicht hörbar und nachhaltig ihre Stimmen gegen das millionenfache Leid erheben.

Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Moral können sich nicht allein auf den Mitmenschen beschränken, sondern müssen alle Geschöpfe einbeziehen. Wir halten daran fest, dass Tiere dem Menschen in vielerlei Hinsicht gleichen: Sie sind leidensfähig, intelligent, sozial, und als beseelte Individuen geschaffen.
Am Verhalten gegenüber unseren „Geschwistern der Schöpfung“ (Franz von Assisi) wird sich erweisen, wie glaubwürdig unser Bekenntnis zum Schöpfergott wirklich ist. Kirche muss Anwältin derer sein, die nicht für sich selbst sprechen können: „Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind!“ (Sprüche 31,8) In seiner Enzyklika "Laudato si" zitiert Papst Franziskus die Erd-Charta von 2000: "Lasst uns unsere Zeit so gestalten, dass man sich an sie erinnern wird als eine Zeit, in der neue Ehrfurcht vor dem Leben erwachte.“

Wir rufen die Kirchenleitungen auf, sich diesen drängenden Fragen zu stellen. Wir erwarten von der Evangelischen Kirche Deutschlands als moralischer Autorität, dass sie  sich hörbar als Sprecherin für die Tiere positioniert. Sie soll mit ihren medialen Möglichkeiten in einem intensiven Dialog Einfluss auf Politik und Landwirtschaft nehmen, mit dem Ziel, gemeinsam radikal neue Wege beim Umgang mit den Nutztieren zu gehen.

Ebenso fordern wir einen intensiven Dialog mit Politik und Wissenschaft über die unzähligen qualvollen Tierversuche. Sie müssen hinsichtlich ihrer angeblichen Unverzichtbarkeit kritisch hinterfragt und schrittweise abgeschafft werden.

Ausdrücklich mahnen wir Gemeinden, Christinnen und Christen an, Konsequenzen im persönlichen Verhalten zu ziehen. Angesichts eines unvertretbar hohen Konsums tierischer Produkte – mit all den negativen Folgen für Menschen, Tiere, Klima und nicht zuletzt den Welthunger – sind alle aufgerufen, ihr Verhalten zu ändern.

Dabei kann die viel zitierte „Ethik des Genug“, als Basis für neues Denken und Handeln dienen.

Bitte unterstützen Sie dieses wichtige Anliegen.

Quelle: https://www.kirchentag.de/programm/resolutionen.html

Essen wir die Welt? - Ernährung der Zukunft

Eine Ausstellung mit Begleitmaterial zum Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg

Mobilität

Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.

Kontakt

Die AGU erreichen Sie über die AnsprechpartnerInnen in den Landeskirchen oder den Vorstand.


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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 11. Juli 2018 22:24