EKD-Ratsvorsitzender am Buß- und Bettag:

Nachdenken, welche Richtung unser Land nehmen soll

Anlässlich des heutigen Buß- und Bettags hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm in München zu einer Kultur des Zuhörens und der Nachdenklichkeit aufgerufen:

„Der Bußtag ist ein Tag des Innehaltens. Gelegenheit für jeden einzelnen von uns, nachzudenken über Grund und Ziel unseres Lebens und über das, was wirklich zählt im Leben. Gelegenheit aber auch für unser Land, über die Richtung nachzudenken, die es nehmen will. Meine Hoffnung ist, dass sich eine Kultur des Zuhörens und der Nachdenklichkeit verbindet mit einer Selbstvergewisserung über die Grundorientierungen, die unser Land tragen und gerade für uns Christen von zentraler Bedeutung sind: die Menschenwürde, der Schutz der Schwachen und die Verantwortung gegenüber der Natur, die wir Christen als Schöpfung Gottes sehen, die uns nicht gehört, sondern anvertraut ist, dass wir sie bebauen und bewahren“, sagte Bedford-Strohm.

Der protestantische Buß- und Bettag, erstmals 1532 im mittelalterlichen Straßburg offiziell eingeführt, wurde 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer Sachsen als arbeitsfreier gesetzlicher Feiertag ersatzlos gestrichen. Der Bußtag hat seinen festen Platz im kirchlichen Festkalender jedoch nicht verloren uns ist im Leben vieler Menschen nach wie vor fest verwurzelt.

Weitere Informationen unter www.busstag.de

Hannover/München, 22. November 2017

Pressestelle der EKD
Carsten Splitt