Miriam Hollstein - Kandidatin für die Ratswahl

Miriam Holstein

Chefreporterin in der FUNKE Zentralredaktion

Persönliche Daten

Geburtsjahr: 1970
Geburtsort: Karlsruhe
Familienstand: ledig, ein Kind
Wohnort: Berlin

Landeskirche: 
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)

Berufsausbildung / Studium

  • Magistra Kommunikationswissenschaft/Romanistik (Freie Universität Berlin) Titel der Abschlussarbeit: "Du sollst dir kein Bildnis machen - die Christusfigur im Spielfilm"

Beruflicher Werdegang (schwerpunktmäßig)

  • 1999-2001 Redakteurin bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik
  • 2001-2014 Redakteurin bei der WELT am SONNTAG (später WELT-Gruppe), zunächst als Auslandsredakteurin, dann mit Zuständigkeit Inland (gesellschaftspolitische Themen)
  • 2015-2020 Redakteurin Politik BILD am SONNTAG (ab 2018 Chefreporterin) mit den Schwerpunkten Union/Kanzleramt, Gesellschaft und Religion
  • seit 2020 Chefreporterin Politik bei der FUNKE MEDIENGRUPPE mit dem Schwerpunkt Union/Kanzleramt

Tätigkeitsfelder und Ehrenamt innerhalb und außerhalb der Kirche

Derzeit ausgeübte berufliche Tätigkeit

  • Chefreporterin Politik

Wahrnehmung weiterer Aufgaben und Ämter und Ehrenämter innerhalb und außerhalb der Kirche

  • Lektorin in meiner Kirchengemeinde, früher Mitarbeiterin der Gemeindezeitung,
  • Mitglied der ökumenischen Filmorganisation "Interfilm" (in dieser Funktion Teilnahme an ökumenischen Filmjurys). Ein Schwerpunkt ist für mich der christlich-jüdische Austausch (Mitarbeit beim Jüdischen Filmfestival Berlin-Brandenburg).

Fragen an die Kandidat:innen zur Ratswahl 

Wo sehe ich die zukünftigen Aufgaben und Perspektiven für die Arbeit der EKD?

Als Tochter eines Pfarrers, der viele Jahre die badische Männerarbeit leitete, habe ich schon früh nicht nur den Kontext der eigenen Gemeinde und Landeskirche, sondern auch den der EKD erlebt. Mit Bestürzung beobachte ich seit einigen Jahren, dass beide christliche Kirchen immer mehr an Relevanz zu verlieren scheinen. Dabei sind ihre Angebote und Botschaften in einer Gesellschaft, die sich immer weiter spaltet und ausdifferenziert, wichtiger denn je. Der EKD muss es stärker gelingen, sich als moderne inklusive Kirche zu präsentieren, die Bezugspunkt und Begleiterin durch die unterschiedlichen Lebensphasen und bei den wichtigsten gesellschaftlichen Debatten ist. Dazu gehört auch, die Relevanz des Glaubens im Alltag deutlicher zu machen, etwa durch neue innovative Formate. Wichtig wäre auch, die Rolle der EKD als Global Player noch sichtbarer zu machen und die Verbindungen zu Partnerkirchen und internationalen Organisationen zu stärken. Dazu würde ich gern beitragen.

Was bringe ich dafür in die Arbeit des Rates mit ein?

Als Journalistin bin ich sowohl politisch als auch gesellschaftspolitisch hervorragend vernetzt und darauf spezialisiert, Akteure und Vertreterinnen verschiedener Bereiche zum Austausch zu relevanten Fragen zusammenzubringen. Als Christin ist es mir dabei ein Herzensanliegen, auch immer wieder christliche Themen und Impulse in die Debatte einzuspeisen und ihnen ein größeres Forum zu verschaffen. Eines der wichtigsten Instrumente sind dabei für mich die sozialen Medien wie Twitter und Facebook. Als Mitglied des Rates würde ich diese Fähigkeiten und Ressourcen gern dazu verwenden, die Arbeit der EKD transparenter und öffentlichkeitswirksamer zu gestalten sowie Stimmungen und Trends, die ich wahrnehme, in die kircheninterne Diskussion zurückzuspiegeln. Die Schnittstelle zwischen Kirchen und Medien halte ich für diese Aufgabe für besonders für geeignet.