Wie versteht die Ständige Konferenz für Seelsorge (SKS) der EKD ihren Auftrag?

Ergebnisse der Beratungen in der SKS-Sitzung vom 14. und 15.04.2011

Dem Auftragsverständnis liegt der Text von § 1 der Ordnung der SKS vom 3. September 2010 zugrunde. Dieser lautet:

§1

Die Konferenz hat die Aufgabe, die seelsorgliche Arbeit innerhalb der EKD zu koordinieren, gesamtkirchlich interessierende Fragen der Seelsorge aufzuarbeiten und Entscheidungshilfen für die Organe der EKD vorzubereiten. Schwerpunkte bilden dabei u.a.

  • Themen der Aus-und Fortbildung
  • Qualitätsstandards und Bedingungen des Seelsorge-Dienstes
  • Theologische und interdisziplinäre Dimensionen der Seelsorge.

Dieser Text, ergänzt durch Informationen des zuständigen Referatsleiters, Herrn Vizepräsidenten OKR Dr. Gundlach und der Geschäftsführerin der SKS, Frau OKR Richter-Rethwisch vom 14.4.2010, wird nachstehend gemäß den Beratungen der SKS vom 14. und 15.4.2010 ausgelegt.

Rahmenbedingungen:

  • Die EKD gibt den Gliedkirchen Empfehlungen.
  • Die SKS empfiehlt den Organen der EKD, was sie den Gliedkirchen empfehlen kann.

Die Ressourcenverknappung in allen kirchlichen Arbeitsbereichen muss als gegeben vorausgesetzt werden. Es kann auch im Bereich der Seelsorge nicht mit einer Erhöhung, sondern es muss mit einem Rückgang von Stellenzahlen etc. gerechnet werden. Im Blick auf die Zukunft der Seelsorge in der EKD wird gemäß der Einschätzung des zuständigen Referatsleiters die leitende Fragestellung lauten müssen: Wie kann bei knapperen Ressourcen (i.S. einer „Selbstakzentuierung“) Profil gebildet und ein Qualitätsniveau definiert und gehalten werden?

Auftragsverständnis:

Die Mitglieder der SKS möchten in Aufnahme der o.a. Grundlagen nach einer Bestandaufnahme (Befragung des Seelsorgeinstituts, Fragebogen an die Seelsorgebeauftragten der Gliedkirchen, Auswertung mit Hilfe des SI der EKD) den Blick auf folgende Aspekte richten:

  • Auftragsvergewisserung, theologische und interdisziplinäre Kompetenz (einschließlich Zurüstung durch Aus-, Fort und Weiterbildung);
  • strukturelle Bedingungen (z.B. Fragen der Stärkung gemeindlicher Seelsorge, Vernetzung gemeindlicher Seelsorge und besonderer Seelsorgedienste, Definition von Standards einer seelsorglichen Grundversorgung, Prioritätensetzung, Steuerung und Dokumentation des Seesorge-Dienstes);
  • aktuelle Kontextbedingungen des Seelsorge-Dienstes.

Sie möchte konzeptuelle Überlegungen insgesamt unter die Leitperspektive der AdressatInnenorientierung stellen.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit will die SKS wie folgt bündeln:

  • durch Erstellung einer Referenzschrift zur „Dachmarke“ Seelsorge (vgl. die Schrift „Kirche klingt“ der Ständigen Konferenz für Kirchenmusik, EKD-Texte 99, 2008);
  • durch die Aktualisierung der EKD-Homepage und ggf. periodische kleine Service-Beiträge auf der Homepage (i.S. der Basiskommunikation über Seelsorge nach innen und außen);
  • evtl. durch eine oder mehrere Tagungsveranstaltung mit Fachleuten und Kirchenleitenden (vgl. „Muttersprache der Kirche“), die ggf. von der SKS in Kooperation mit geeigneten Instituten veranstaltet werden können oder zu deren Ausrichtung die SKS geeignete Institute anregen kann;
  • durch Empfehlungen an die Organe der EKD.

Die fortlaufende Kommunikation mit den Organen der EKD und mit dem für die SKS zuständigen Referatsleiter wird gesucht.

Die angestrebte Referenzschrift soll Orientierung und Empfehlungen in folgenden Bereichen geben:

Kontexte Steuerungsgremien/Leitende
Strategie-Orientierung in Sachen Seelsorge (wohin gehend leiten, wohin steuern?)

Kontexte
SeelsorgerInnen Auftragsorientierung/ -vergewisserung in Sachen Seelsorge (woher/wohin gehend seelsorglich handeln?)

AdressatInnen der Seelsorge
Angebotsorientierung/-klärung

Auf jeder der drei o.a. Ebenen sind mindestens folgende Aspekte zu behandeln:

  • Gründe / Begründungen
  • Zielstellungen
  • Wege / Methoden / Instrumente

Kleinere Veröffentlichungen auf der Homepage können über Auftrag und Arbeit der SKS informieren und ggf. aktuelle gesamtkirchlich interessierende Fragestellungen erörtern, z.B. Seelsorgegeheimnis vs. Einbindung der Seelsorge in interdisziplinäre Teams etc.

15. April 2011
gez. Prof. Dr. Kerstin Lammer, Vorsitzende der SKS

Dieser Text wurde von der Vorsitzenden in die SKS-Sitzung vom 15.4.2011 eingebracht, beraten und mit Mandat zu kleinen redaktionellen Überarbeitungen verabschiedet.


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Publikationsdatum dieser Seite: 18.03.2021 09:12