Timmendorfer Strand im Internet

7. Tagung der 9. Synode der EKD (Timmendorfer Strand, 3. - 8. November 2002)

Kirchendebatte am tiefsten Punkt Deutschlands - EKD-Synode tagt in Timmendorfer Strand

Von Thomas Morell (epd)

Timmendorfer Strand (epd). Erstmals tagt die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vom 3. bis 8. November im schleswig-holsteinischen Ostseebad Timmendorfer Strand. Rein geographisch trifft sich das Kirchenparlament damit auf niedrigstem Niveau: Der größte See der Gemeinde, der Hemmelsdorfer See, ist auf seinem Grund mit 44 Metern unter Normal-Null der tiefste Punkt Deutschlands.

120 Synodale werden in Timmendorfer Strand erwartet, um über das christliche Verständnis vom Menschen zu diskutieren. Neben Bioethik und Sterbehilfe geht es auch um den Haushalt 2003 und den Bericht des EKD-Ratsvorsitzenden Manfred Kock. Mehr als 200 Berater, Chauffeure, Journalisten und Lobbyisten kommen noch einmal dazu. Sie werden den kleinen Ort sichtbar beleben, denn von den rund 170.000 Gästen pro Jahr kommt nur eine Minderheit im November.

Der Ruf als mondänes Ostseebad gründet sich maßgeblich auf die Kirche. Als die Nachbarorte Scharbeutz und Travemünde bereits offizielle Seebäder waren, befand sich am Timmendorfer Strand vor 150 Jahren nur das Sommerhaus von Pastor F.A. Gleiß aus dem nahe gelegenen Curau. Seine Familie und ihre Freunde waren die ersten Stammgäste, ehe hier 1868 ein Logierhaus eröffnet wurde. 1907 wurde die Landungsbrücke gebaut, und erst 1949 wurde der Ort offizielles Ostseeheilbad.

Inzwischen zählt die Gemeinde 9.200 Einwohner, 12.000 Gästebetten, 6,5 Kilometer Kurpromenade, 5.000 Strandkörbe und einen Vogelpark mit Europas größter Eulensammlung. Touristen-Magnet ist das Meeresaquarium Sealife Center, wo die Kirchenparlamentarier nach den hitzigen Debatten beobachten könnten, wie friedlich es in einem Haifisch-Becken zugeht.

Auch wenn viele Gäste von «Timmendorf» sprechen, gibt es diesen Ort eigentlich gar nicht. Die alten Bauernfamilien wohnten früher in «Groß-Timmendorf» und «Klein-Timmendorf» rund drei Kilometer vom Strand entfernt. Zumindest «Groß-Timmendorf» ist auf manchen Karten noch als Ortsteil vermerkt.

Wer noch einige tausend Jahre weiter zurück geht, wird nur Wasser finden: Die Ostsee hatte hier eine schmale, tiefe Bucht, Förde genannt. Der Sand der benachbarten Travemünder Steilküste jedoch verschloss über die Jahrhunderte hinweg die Bucht, so dass aus der Förde der Hemmelsdorfer See mit Deutschlands tiefster Stelle wurde.


Und hier noch einige Links zu weiteren interessanten Informationen in Timmendorf und Lübeck:

St. Marien - Ort des Eröffnungsgottesdienstes in Lübeck

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