Grußworte (Auswahl)

2. Tagung der 10. Synode der EKD Trier, 2. - 7. November 2003

Generalsekretär Dr. Setri Nyomi

Reformierter Weltbund, Genf

Sehr geehrte Frau Präses, sehr geehrter Herr Ratsvorsitzender, sehr geehrte Synode, Schwestern und Brüder!

Es ist mir eine große Freude, unter Ihnen zu weilen und dieser Synodalversammlung die herzlichen Grüße des Reformierten Weltbundes zu überbringen. Besonders danke ich Ihnen, Frau Präses Barbara Rinke, für Ihre freundliche Einladung zur Synode und beglückwünsche Sie zugleich zur Übernahme Ihres Amtes. Ich möchte Ihnen, Frau Präses, versichern, dass der Reformierte Weltbund Ihre Arbeit fürbittend begleitet und dass wir uns auf eine enge Zusammenarbeit mit Ihnen freuen.

Gestatten Sie mir, zu Beginn meines Grußwortes ein besonderes Wort der Dankbarkeit und Wertschätzung an den Herrn Ratsvorsitzenden Manfred Kock zu richten, der dieser Synode letztmalig den Bericht des Rates vorlegte. Unter seiner Leitung hat die EKD weit über die Grenzen Deutschlands eine bedeutsame Wirksamkeit entfaltet. Mit Dankbarkeit erinnere ich mich an Ihren Aufruf, Herr Ratsvorsitzender, die Beziehungen zwischen dem Lutherischen und dem Reformierten Weltbund zu überdenken im Sinne einer Vertiefung unserer christlichen Einheit. Dieser Appell hatte weitreichende Auswirkungen auf die Verstärkung des Dialogs zwischen unseren beiden Weltbünden. Wir danken Gott für den Umstrukturierungsprozess, der sich gerade innerhalb der EKD vollzieht.

Diese Synode steht unter dem Thema "Die Bibel im kulturellen Gedächtnis". Ich bin gewiss, dass dieses Schwerpunktthema nicht nur zum feierlichen Gedenken an die Bedeutung der Bibel im kulturellen Gedächtnis Deutschlands gewählt wurde, sondern auch um hervorzuheben, wie die Bibel unser kulturelles Gedächtnis prägt und verändert. In diesem Zusammenhang werden Sie gewiss auch auf die Rolle der Bibel als Quelle der Inspiration unseres prophetischen Zeugnisses angesichts der Herausforderungen, vor denen wir heute stehen, zu sprechen kommen. Die Bibel ist und bleibt Mittelpunkt und Hauptquelle des Auftrages der Reformierten Kirchenfamilie, ihren Beitrag zur Veränderung der Welt zu leisten, indem wir den Mächten des Bösen in allen seinen Erscheinungen widerstehen.

Unsererseits sind wir auf Ihre Fürbitte für die bevorstehende Generalversammlung des Reformierten Weltbundes in Accra 2004 angewiesen. Ich danke denen, die bereits ihre Unterstützung zugesagt haben, und ich hoffe, einige von Ihnen dort wiederzusehen. In der Phase der Vorbereitung auf die Versammlung fordert uns deren Thema "Auf dass alle das Leben in Fülle haben" dazu auf, uns als Mitarbeiter am Werk unseres Herrn den darin enthaltenen Auftrag anzueignen. Ich gebe meiner Hoffnung Ausdruck, dass Sie sich als Vertreter der Gliedkirchen der EKD in der Aussprache zum Thema "Bibel im kulturellen Gedächtnis" auch persönlich als Gottes Haushalte verstehen, um allen Menschen ein Leben in Fülle zu ermöglichen.

Unser Präsident, Prof. C. S. Song, und die Kollegen aus Genf wünschen, wie ich, der Synode das Beste für ihre Beratungen. Ich danke für die Gelegenheit, bei Ihnen hier zu sein.

 



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