Ohne Christus würde das Abendmahl nicht sättigen

Abschlussgottesdienst der EKD-Synode

25. Mai 2003

Die Gemeinschaft mit Christus überwinde Angst, sagte Landessuperintendent Walter Herrenbrück in seiner Predigt zum Abschlussgottesdienst der 1. Tagung der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die vom 22. bis 25. Mai in Leipzig tagte. Die Christusgemeinschaft helfe dabei, die weltlichen Sorgen und Probleme zu besiegen.

Jesus sichere uns nicht zu, dass sich "Probleme schon irgendwie lösen lassen", aber er verkünde, dass er die Welt überwunden und seine Gemeinde an diesem Sieg Anteil habe. Was Jesus anbiete, sei der Friede: "Er ist für die Seinen der Friede, die Verkörperung des Friedens mit Gott," so Herrenbrück.

Die Präsenz von Jesus und die Gemeinschaft mit ihm seien für die Kirche grundlegend. Entscheidend sei nicht, "ob eine Gemeinschaft evangelisch geformt oder römisch-katholisch legitimiert, ob sie mit Hugenottenpsalter oder mit Weihwasser begleitet wird, sondern dass sie eine Christusgemeinschaft ist." Ohne Jesus Christus würden das wenige Brot und der Schluck Wein beim Abendmahl noch nicht einmal satt machen.

Jesus selber spreche von seiner unzerstörbaren Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater, die ihn auch dann trage, wenn er "verraten, verlassen, gefoltert, gekreuzigt, getötet" werde. Über seine Gemeinschaft zu den Menschen sage Jesus: "Wenn ihr nun mit mir Gemeinschaft habt und ich mit euch, dann habt ihr durch mich Teil an dieser unzerstörbaren Gemeinschaft. Und bevor ihr anfangt, euch einsam, krank, elend zu fühlen, hat diese Gemeinschaft, die euch trägt, längst begonnen."

Nach Jesus Wort sei Christusgemeinschaft dort, wo gebetet würde. Nicht der Wille des Betenden sei dabei ausschlaggebend, sondern der Wille Gottes. "Wer betet "Dein Wille geschehe", darf deshalb nicht aufhören, nach dem Willen Gottes zu fragen, was denn zu tun sei."


Leipzig, 24. Mai 2003

Pressestelle der EKD
Anita Hartmann

Predigttext im Wortlaut



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