10. EKD-Synode: mehr als die Hälfte der Mitglieder neu dabei

Frauenanteil von 44 Prozent

09. Mai 2003

Helga Kaiser ist gespannt auf die neue Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Vom 23. bis 25. Mai tritt die 10. Synode der EKD in Leipzig zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Wie bereits in den vergangenen vier Jahren wird Helga Kaiser als Mitarbeiterin des Synodenteams der EKD die anreisenden Synodalen in Empfang nehmen und mit allem notwendigen Material versorgen. Dabei wird sie diesmal mit zahlreichen neuen Personen zu tun haben. Denn die Synode ist zu 60 Prozent neu besetzt.

Von insgesamt 120 Synodalen sind 72 in dieser Synode neu vertreten. Rechnet man die ersten und zweiten Stellvertreter mit ein, fällt der Anteil der Neu-Synodalen noch höher aus: von den insgesamt 360 Gewählten sind 243 neu in der EKD-Synode, das entspricht einem Prozentsatz von 67,5.

Besonders für die neuen Synodalen sind die Informationsmaterialien wichtig, die Anfang Mai vom Kirchenamt der EKD verschickt wurden. Neben dem Programmablauf und der Grundordnung der Synode finden die Empfänger auch Einladungen zu den synodalen Arbeitsgruppen "Gruppe Offene Kirche", "Arbeitsgemeinschaft Lebendige Kirche" und der "Gesprächskreis". "Die synodalen Arbeitsgruppen dienen dem Austausch und der Meinungsbildung", erläutert Valentin Schmidt, der Präsident des EKD-Kirchenamtes.

Vor Beginn der eigentlichen Synodentagung werden die Mitglieder auf einem Informations- und Begegnungsabend auf ihre Aufgaben vorbereitet, erklärt Brigitte Bruns, die Leiterin des Synodenbüros im EKD-Kirchenamt. Valentin Schmidt und der bisherige Synodenpräses Jürgen Schmude werden die Arbeit des "Kirchenparlaments" erläutern.

Die in der Synode vertretenen Frauen werden in der Einladung auf ein Treffen der Tagungsteilnehmerinnen hingewiesen, das üblicherweise vor der Eröffnung einer Synode statt findet. Und auch das Frauenreferat der EKD präsentiert in einem Informationsschreiben seine Arbeit. Der Frauenanteil ist gegenüber der 9. Synode leicht gestiegen. Lag er bisher bei 42 Prozent, beträgt der Anteil der weiblichen Synodalen nun 44,2 Prozent. Unter den 120 Mitgliedern sind 53 Frauen. Rechnet man die Stellvertreterinnen mit ein, liegt der Anteil bei 46,6 Prozent, von insgesamt 360 Synodalen sind 149 weiblich.

Hannover, den 9. Mai 2003

Pressestelle der EKD 
Silke Fauzi

Weitere Informationen zur EKD-Synode finden Sie im Internet unter www.ekd.de/synode


 



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