Weitere Berichte und Referate

3. Tagung der 10. Synode der EKD (Magdeburg, 7. - 12. Nov. 2004)

Einbringung des Beschlussvorschlages zur Weiterführung des Monatsmagazins ‚chrismon’

Marlehn Thieme, Ratsmitglied der EKD

09. November 2004

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr verehrte Frau Präses, hohe Synode!

Es gibt nicht nur das „wandernde Gottesvolk“, es gibt auch die Berufreisenden. Zu dieser Spezies gehöre ich oft genug. Es gibt viele Tage, an denen ich in Zügen oder Flugzeugen sitze. Auch mal in Unterbrechung eigener Gedanken oder aufgrund von Müdigkeit mit Zeit zum Beobachten, was Menschen so machen. Viele nutzen die Zeit zum Zeitung lesen.

Im Sommer beobachtete ich einen jung dynamischen, business-dressed Typ – so nennt man das auf „Neudeutsch“ –, der der „Süddeutschen“ die Chrismon-Beilage entnahm, offenkundig zunächst etwas irritiert von dem ja auch nicht so glatten Titel, aber doch so neugierig gemacht, dass er sie aufschlug, anfing zu lesen, in Göttingen las er immer noch darin und erst hinter Kassel packte er es ein. Offenkundig „angefasst“, von dem, was er gelesen hatte. Ich habe mich hinterher geärgert, ihn nicht angesprochen zu haben, war aber berührt von seiner Konzentration und Nachdenklichkeit nach der Lektüre von Chrismon.

Neulich im Flughafen Berlin-Tegel dauerte es mal wieder länger mit dem Abflug. Ich sah, wie eine Dame mittleren Alters Chrismon schon las. Ich fasste mir ein Herz und fragte sie: „ Wie finden Sie das?“ „Überraschend“, war ihre – nun mich überraschende – Antwort. Sie „outete“ sich als typisches kirchendistanziertes Mitglied unserer Volkskirche und war darüber im Zweifel. Diese Ansprache der Kirche – wie sie sagte – lebensnah und so gar nicht verstaubt, hat ihr gefallen und Mut gemacht, Kirche nicht abzuschreiben.

Sie hören natürlich heraus, dass ich für dieses Kommunikationsmittel bin. „Chrismon“ ist – nicht nur meiner Meinung nach – eine Erfolgsgeschichte in der deutschen Printpublizistik.

Wenn wir heute über den weiteren Bestand von „chrismon“ beraten, geht es natürlich nicht um meine persönliche Meinung. Ich bringe die Vorlage zur Weiterführung von „Chrismon“ förmlich für den Rat ein. Dazu möchte ich Ihnen über die tragenden Gründe berichten, die den Rat bewogen haben, der 10. Synode der EKD die Entscheidung wie sie vor Ihnen liegt vorzuschlagen.

Es sind drei Fragenkreise, in die man unsere Überlegungen zusammenfassen kann:

1. Ist der Erfolg von ‚chrismon’ – denn es ist einer, sogar in ganz unerwartetem Masse – vielleicht dadurch erkauft, dass es „zu leicht“ ist?

2. Wie passt ‚chrismon’ in unsere publizistische Landschaft – ist  der Erfolg vielleicht damit erkauft, dass wir anderes geschädigt haben, was auch nötig und lebensfähig gewesen wäre?

3. Schließlich: können wir uns ‚chrismon’ leisten – selbst wenn es ein Erfolg ist?

Zum 1. Fragenkreis: Ja, der Erfolg von ‚chrismon’ muss jeden überraschen, der die schwierige Geburt dieses Presseerzeugnisses kennt.

Ich werde Ihnen die Zahlen nicht noch einmal vortragen, mit denen dieser Erfolg unter nüchtern-publizistischen Kriterien belegbar ist. Die wichtigsten Zahlen sind in der Vorlage genannt. Die große Anerkennung der Branche durch Auszeichnungen ist offensichtlich. Und diese Anserkennung strahlt auf die evangelische Kirche zurück. Den Erfolg dokumentiert aber zuerst und vor allem eine Zahl: Die Untersuchung, die Werbetreibende regelmäßig durchführen lassen, hat festgestellt, dass „chrismon“ über eine Million Erstleser hat. Wer hätte bei der Entscheidung in Leipzig damit gerechnet?

Aber als Protestanten sind wir von Natur aus skeptisch, wenn etwas gut läuft. Läuft ‚chrismon’ nicht zu gut, wenn man die Zahlen betrachtet? Wo ist der Haken?

Diese Zahl gäbe es nicht, wenn – wie bei der Gründung manche erwartet haben – die Frankfurter Rundschau oder die ‚Sächsische Zeitung’ über dem Papierkorb geschüttelt, bis die Werbung samt ‚chrismon’ herausfiele.

Aber ist der Erfolg von ‚chrismon’ vielleicht dadurch erkauft, dass das Magazin zu leicht, zu gefällig ist? Oder gar kein protestantisches Profil habe? Dann hätten wir es in der Tat uns zu leicht gemacht. Aber ich bin davon überzeugt, dass nur ein Blick in die bisher erschienen 47 Titel von „Chrismon“, diesem Verdacht widersprechen. Wer die Ausgaben durchsieht und die Themen noch einmal Revue passieren lässt – welches protestantische Spektrum wird da abgearbeitet.

Es sind doch einige Beiträge in diesem Magazin, die in Erinnerung geblieben sind: Wer möchte sagen, dass Chrismon kein protestantisches Profil hat, wenn dort der Filmemacher Wim Wenders ausführlich feststellt, dass er Gott für wirklicher hält als die Welt. Ist es nicht ein gelungenes Beispiel des christlichen Vergebens, wenn uns die ‚chrismon’-Redaktion die Geschichte einer Mutter erzählt, die in Kapstadt in einer nach ihrer ermordeten Tochter benannten Stiftung zwei der Mörder beschäftigt. Zeigt ‚chrismon’ nicht das diakonische Profil der evangelischen Kirche, wenn sie auch erzählt, wie schwierig die Pflege der nächsten Angehörigen ist. Ganz im Vertrauen, am besten gefällt mir die Serie „Im Vertrauen“, in der die Münchener Regionalbischöfin Susanne Breit-Kessler von ‚chrismon’ immer wieder auf „verzwickte Fragen“ eben keine einfache Antwort gibt, sondern aus ihrem Glauben heraus, eine Lösung wagt.

Wo kommt das so regelmäßig sonst noch vor? Und in „Chrismon“ wird es sogar gelesen – und auch noch zum Abdruck in anderen Zeitungen nachgefragt.

Was ‚chrismon’ für unsere kirchlichen Auftrag wichtig macht, ist vor allem WIE Chrismon diese Themen aufbereitet.

Ein Artikel von Heinz-Joachim Fischer in der FAZ (25.10. S.1) hat drastisch beschrieben, was es heißt, wenn in Deutschland die zweite Generation ohne den Rahmen einer Volkskirche und eines religiösen Brauchtums heranwächst. Ich zitiere: „Was die Religion … für den Menschen bedeutete, was die Glaubens- und Morallehren des Christentums…, das müssen wir nun selbst erfinden und leisten… Die Ahnungslosigkeit (lässt erschrecken), welcher Abgrund an Leere sich für den Menschen ohne Gott und Religion auftut.“

Wir als evangelische Kirche müssen das Wissen von der religiösen Dimension des Lebens wach halten! Und wenn jemand sagt: ‚chrismon’ das ist doch noch nicht „das Christentum“, das ist noch nicht „der christliche Glaube“. Wo bleibt die Verkündigung? Das ist nicht missionarisch genug! Richtig! Aber auch der Tempel hatte einen Vorhof! Es braucht diese Formen moderner und professioneller Kommunikation, um die Menschen in die Dimension des Glaubens hin oder auch zurück zu führen. ‚chrismon’ ist nach der Überzeugung des Rates eine der notwendigen Einlassungen des deutschen Protestantismus (eine, nicht die einzige!) auf die Ahnungs- und Sprachlosigkeit und Leere:

  • Wir wollen Menschen über ein gewinnendes Magazin entdecken lassen, dass ihre Empfindungen eine religiöse Dimension haben.

  • Wir wollen Menschen mit einer neuen Perspektive wieder merken lassen, dass das, woran sie sich bei der Gliederung des Jahresablaufs gewöhnt haben, einen tiefen Sinn hat, der das Leben bereichert.

  • Wir wollen Menschen zeigen, dass andere Menschen dieselben Fragen umtreiben.

  • Und schließlich: Wir wollen erinnern und wach halten, in welcher Tradition wir alle stehen, von welcher Tradition wir in diesem Land leben.

Die Untersuchung von Emnid zeigt: ‚chrismon’ prägt bei den Leserinnen und Lesern eine positive Grundeinstellung zur evangelischen Kirche und zu den Inhalten und Überzeugungen der evangelischen Kirche.

Der andere große publizistische Erfolg der letzten Jahre, der Film „Luther“ ist ein weiteres Beispiel dieses publizistischen Ansatzes. Ob Luther ohne diese publizistische Unterstützung – und ohne das überzeugende Plädoyer von Margot Käßmann – im ZDF auf Platz zwei der wichtigen Deutschen gekommen wäre? Und die Koppelung etwa mit dem Chrismon-Interview mit Sir Peter Ustinov in Chrismon zeigt, welche kommunikativen Potentiale unsere Kirche noch hat.

Es gibt auch noch eine bedenkenswerte zweite Argumentation:
Diese Gesellschaft wird von vielen Menschen getragen, die vielleicht zu ihrer Kirche nur noch eine lose Verbindung haben. Dazu sagen wir: Leider! Die aber dennoch diese Kirche durch ihre Mitgliedschaft und ihre Kirchensteuer weiter stützen und ihre Arbeit ermöglichen. Dazu sagen wir: Danke! Und wir haben diesen Mitgliedern unserer Kirche gegenüber eine Bringschuld. Mit Hilfe von „chrismon“ können wir die Leserinnen und Leser all der Tageszeitungen, denen wir das Magazin beilegen, teilhaben zu lassen am Leben unserer und ihrer Kirche – in aller Vorläufigkeit. Wenn ‚chrismon’ allein dazu beitrüge, wäre das allein schon eine Rechtfertigung.

Zusammenfassend sage ich für den Rat: Wir freuen uns über den Erfolg eines guten Blattes. Dieser Erfolg lädt ein, weiter zu machen. Wir freuen uns für das Team des Hansischen Druck- und Verlagshauses, das den Umstieg von einer respektierten aber zum Schluss erfolglosen Wochenzeitung zu einem anerkannten und erfolgreichen Magazin geschafft hat. Es ist ja über große Strecken – vom Chefredakteur angefangen – noch dasselbe Team.

Wir freuen uns vor allem für unsere Kirche, dass wir mit diesem als Versuch und mit vielen Zweifeln gestarteten Magazin eine Antwort gefunden haben, wie wir als Volkskirche auf die Situation im Lande reagieren können, wenn wir Missionsgebot ernst nehmen und Volkskirche bleiben wollen:

‚chrismon’ ist nicht leicht, nicht gefällig, aber gewinnend. Wir halten das für nötig!

2. Fragenkreis: Passt ‚chrismon’ in die publizistische Landschaft des Protestantismus?

Wir sollten der Wahrheit ins Auge sehen. Es hat in der Vergangenheit eine unglaubliche und über weite Strecken unsinnige, geldverschlingende Vielfalt publizistischer Aktivitäten im deutschen Protestantismus gegeben. Es gibt sie noch immer. Das Publizistische Gesamtkonzept der EKD „Mandat und Markt“ hat vor einigen Jahren erstmals den Missstand deutlich benannt.

Aber in unserer Mediengesellschaft gilt und ich sage das ganz prononciert für diesen Rat: wir wollen und brauchen eine leistungsfähige evangelische Publizistik. Deshalb müssen die Aktivitäten stärker aufeinander abgestimmt werden.

Es geht nicht um den Erhalt von Positionen, Blättern oder Häusern, sondern um eine bestmögliche Erfüllung einer Aufgabe im Dienste der Kirche und im Dienste der Gesellschaft und ich sage das ganz bewusst vor allem in der Überzeugung unseres Glaubens.

Dieser Rat ist in der glücklichen Lage, auf der Arbeit seiner Vorgänger aufbauen zu können. Wir haben von ihm die Überlegungen übernommen, die ‚chrismon’ einen klaren Platz im Spektrum der EKD zuweisen als ein Baustein innerhalb eines umfassenderen Konzeptes.

  • Wir wünschen nicht, dass ‚chrismon’ ein anderes Objekt verdrängt. Weil das Magazin dann gerade seiner eben beschriebenen Aufgabe nicht gerecht werden könnte.

  • Wir wünschen nicht, dass Plätze doppelt und dreifach besetzt werden.

  • Sondern wir haben durchaus die Vorstellung von einer ev. Publizistik, die über das gemeindenahe Blatt, über die Kirchengebietspresse, über Spezialdienste bis zum Instrument intellektueller Auseinandersetzung, wie es etwa „Zeitzeichen“ ist, reicht.

  • In diesem Konzert nimmt ‚chrismon’ den Platz des gewinnenden, in die Breite reichenden Objektes wahr, dass die Menschen erreicht, die eine bestimmte Art von Qualitätspresse gewöhnt sind und regelmäßig lesen.

  • Um dies zu erreichen, sieht der Beschlussvorschlag zur Fortführung von Chrismon die Fortentwicklung der Verteilstruktur vor, um eine stärker EKD-adäquate Verteil-Struktur zu ermöglichen. Diesen wichtigen Aspekt des Beschlussvorschlages finden Sie finden unter Nr. 1 mit entsprechenden Details und Argumentation in der Vorlage

Wenige Aktivitäten der evangelischen Publizistik sind allein in der Hand der EKD im engeren Sinn. Vieles liegt bei den Gliedkirchen, anderes bei Werken und Verbänden. Deshalb halten wir es für einen deutlichen Fortschritt und sind glücklich, dass wir über ein neues Instrument der Abstimmung innerhalb unserer Kirche verfügen: im vergangenen Jahr ist ein gemeinsamer Ausschuss von Kirchenkonferenz und Rat für publizistische Fragen gebildet worden. Das ist ein kaum zu überschätzender Fortschritt. Dieser Ausschuss unter Vorsitz von Bischof Fischer hat sich einhellig und nachdrücklich für ‚chrismon’ ausgesprochen. Die Kirchenkonferenz ist diesem Vorschlag gefolgt. Der Ausschuss hat sein Votum übrigens nicht vom grünen Tisch aus getan, sondern aufgrund der Zuarbeit der neu gebildeten Arbeitsgruppe für Printpublizistik. In dieser Arbeitsgruppe sind unter Leitung des Geschäftsführers des Gemeinschaftswerkes Evangelischer Publizistik Vertreter von unterschiedlichen evangelischen Verlagen, der Landeskirchen und des Kirchenamtes vertreten. Diese Arbeitsgruppe hat festgestellt:

  • „chrismon“ ist in einem differenzierten Gesamtkonzept der evangelischen Publizistik unverzichtbar.
  •  „chrismon“ steht nicht in Konkurrenz zur Kirchengebietspresse.
  • Die fachlich differenzierte Mitarbeiterpublizistik (wie z.B.: „zeitzeichen“) ist unverzichtbarer Bestandteil evangelischer Printpublizistik.

Wir haben mit über 540 evangelischen Print-Titeln – nicht mitgezählt die zahlreichen Gemeindebriefe und die Kirchenbezirkspublikationen – weder eine zielgruppenadäquate noch effiziente Publikationskonzeption.  Aber wir können ‚chrismon’ genau dort in dieses System einpassen, wo wir ohne dieses Magazin schwach wären. Wir erwarten uns von der vorgeschlagenen Lösung stärkere Wirkung bei verringerten Kosten. Und was durch abgestimmtes Handeln in der Öffentlichkeitsarbeit und der Publizistik erreichen kann, das hat ja gerade der Luther-Film gezeigt.

Dieser Ansatz zu einem publizistischen System hat den Rat auch veranlasst, Ihnen vorzuschlagen, ‚chrismon’ in kirchliche Trägerschaft zurück zu holen. Mit dem Süddeutschen Verlag, dessen Kooperation uns überhaupt erst den Start des Magazins ermöglicht hat, zeichnet sich dafür eine freundschaftliche Trennung und die Aussicht auf künftige Zusammenarbeit ab.

Auch hier war der Rat in einer glücklichen Lage: Das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik ist ein nach schwierigen Zeiten wieder erstarkendes und bereits wieder höchst leistungsfähiges Instrument. Es ist beeindruckend, wie schnell und zuverlässig beim Gemeinschaftswerk eine positive Entwicklung eingesetzt hat. An dieser Stelle gilt der Dank vor allem dem bisherigen Vorsitzenden des GEP-Verwaltungsrates Herrn von Vietinghoff und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter ihrem Geschäftsführer, Herrn Bollmann.

Der Rat schlägt daher mit Überzeugung vor, die unternehmerische Führung von ‚chrismon’ für die Zukunft dem Gemeinschaftswerk zu übertragen. Es kann dies und es wird dadurch gestärkt. Und die publizistische Kompetenz und Kraft der evangelischen Kirche wird dadurch gestärkt. Denn das GEP ist nicht nur zentraler publizistischer Leistungsträger für die EKD, sondern zugleich Spitzenorganisation der Beteiligten. Die ausführliche Argumentation dazu ist nachzulesen unter Nr. 2 des Beschluss-Vorschlages.

Ganz wichtig ist mir, dass die kritischen Anmerkungen zur protestantische Über-Vielfalt bei den Publikationen: natürlich auch für ‚chrismon’ gilt. Publizistik bedeutet wie die Leiziger Synode entschieden hat nicht Bestandspflege, sondern Aufgabenerfüllung. Wird die Aufgabe nicht (mehr) erfüllt, ist Abhilfe geboten. ‚Chrismon’ soll wir über die vorgesehene laufende Berichterstattung vor allem durch die in drei Jahren vorgesehene Evaluation und die Begleitung durch den Medien-Ausschuss sowohl konkrete Zahlen wie die inhaltliche Wirkung kontinuierlich betrachtet werden. Wir haben ganz nüchtern deshalb auch die Möglichkeit „einer neuen Grundsatzentscheidung“ eingeschlossen. (Nr. 3 der Beschlussvorlage).

Schliesslich die dritte Frage: Können wir uns ‚chrismon’ leisten, auch wenn es ein Erfolg ist?

Der Rat sagt einhellig: Ja. Er geht soweit zu sagen: wir müssen uns ‚chrismon’ leisten! Deshalb ist vorgesehen, das Magazin unter Opfern an anderer Stelle des Kommunikationshaushaltes und ohne weitere Belastung des EKD-Haushaltes herauszubringen. (Nr. 4 des Beschluss-Vorschlages). Auch hier will und wird der Rat sehr kontrolliert handeln: Deshalb die Bitte an den Haushalts-Ausschuss der Synode, um kontinuierliche Begleitung auch in den finanziellen Aspekten. (Nr. 5 des Beschluss-Vorschlages).

Denn es muss klar sein, nur ein Objekt, das die geforderte Leistung bringt, ist das benötigte Geld wert.

Eine persönliche Bemerkung zum Schluß:

Ich habe mehrfach angemerkt, dass der Beschluss-Vorschlag auf eine durchgängige Meinungsbildung über den Medienausschuss in der Kirchenkonferenz und einen einhelligen Beschluss des Rates zurückgeht. Ich muss mich etwas korrigieren:

Im Rat gab es einen kurzen Disput um einen Satz des Beschluss-Vorschlags. Diskutiert wurde, ob der erste Satz von Nr. 1 da so stehen sollte: „Die Synode hält an dem Projekt ‚chrismon’ fest“. Wach wurde die Erinnerung an die Leipziger Synode mit den schwierigen Beratungen über die Einstellung des Sonntagsblattes und an die Zweifel, ob ‚chrismon’ ein publizistischer und kirchlicher Erfolg werden könnte, und an die Stimmung der Synode: Das wollen wir versuchen.

Diese Stimmung in der Synode hat den Rat damals sehr ermutigt. Deshalb sind wir uns einig geworden, den ersten Satz in der Beschluss-Vorlage so stehen zu lassen. Die Details unseres Vorschlages stehen in der Vorlage.
Aber im Namen des Rates möchte ich Sie bitten:
Beschließen Sie: Die Synode hält an dem Projekt ‚chrismon’ fest.

Ich danke Ihnen.



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