Frauen gut vertreten

Zahlenverhältnisse in Synode, Präsidium und Rat

06. November 2004

Die Solidarität der Geschlechter ist eines der Themen, die auf der 3. Tagung der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine Rolle spielen werden. Der Kundgebungsentwurf zum Schwerpunktthema "Keiner lebt für sich allein - Vom Miteinander der Generationen" behandelt Fragen der Generationengerechtigkeit, des demographischen Wandels und damit auch die zurückgehende Geburtenrate in Deutschland. "Häufig wird in der Öffentlichkeit gefragt: warum bekommen denn die Frauen keine Kinder mehr?" erläutert Kristin Bergmann, Leiterin des Frauenreferates im Kirchenamt der EKD und Geschäftsführerin des Vorbereitungsausschusses. "Dass die Kinderlosigkeit bei Männern noch höher ist als bei Frauen wird bisher kaum wahrgenommen."

Das Schwerpunktthema sei daher auch kein "Frauenthema", betont Bergmann. Dass die Frauen im Vorbereitungssausschuss in der Überzahl waren, sei fachlich und inhaltlich begründet. Unter den 17 Mitgliedern sind 11 Frauen, das entspricht 65 Prozent.

Auch im Präsidium der Synode sind mehrheitlich Frauen vertreten: vier Frauen und drei Männer bilden die Leitung des EKD-Gremiums, das entspricht einem Frauenanteil von 57 Prozent. In der Synode selbst sind die Frauen leicht in der Minderheit: 44 Prozent der Delegierten sind weiblich, also 53 von 120 Synodalen.


Magdeburg, 6. November 2004

Pressestelle der EKD
Silke Fauzi



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