Schwerpunkte gesetzt und Strukturen gestrafft

EKD-Synode berät über Haushaltsplan für 2005

09. November 2004

Das Gesamtvolumen des Haushaltsplanes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Jahr 2005  wird sich auf wenig mehr als 203 Millionen Euro belaufen. Das ist etwas weniger, als im Jahr 2004. "Allerdings kann dieser Haushalt unseren Wünschen keine Flügel verleihen", sagte das Mitglied des Rates der EKD, Vizepräsident Klaus Winterhoff, am Dienstag, 9. November, bei der Einbringung des Haushaltsplanes bei der 3. Tagung der 10. Synode der EKD in Magdeburg.

Der Haushalt sei durch sparsames Wirtschaften geprägt. Dennoch sei es wieder möglich Schwerpunkte in wichtigen Bereichen des kirchlichen Handelns zu setzen. Mit 71,5 Millionen Euro sind die Ausgaben für die entwicklungspolitische Arbeit der EKD nach wie vor der größte Posten. Dieser Betrag steht dem in Bonn angesiedelten Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) für die vielfältigen Projekte zur Armutsbekämpfung auf der Welt zur Verfügung. Hierbei arbeitet der EED eng mit der evangelischen Aktion "Brot für die Welt" und kirchlichen Hilfswerken in Europa zusammen.

Auf knapp 13 Millionen Euro belaufen sich die Ausgaben für die Öffentlichkeitsarbeit und die publizistische Tätigkeit der EKD. Gerade dieser Bereich soll unter anderem durch die Fortführung der an eine breite Öffentlichkeit gerichteten Zeitschrift "chrismon" gestärkt werden.

Der Stärkung des gesellschaftlichen Diskurses, des Bildungswesens und der Wissenschaft wird nach wie vor hohe Aufmerksamkeit gewidmet. Trotz geringer werdender Mittel nehme die EKD ihre sozialethische Verantwortung ernst. Der Umzug des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD von Bochum nach Hannover ermöglicht gemeinsam mit dem bisherigen Pastoralsoziologischen Institut der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers eine neue Qualität in diesem Bereich.

Winterhoff machte darauf aufmerksam, dass die fälschlicherweise oft als "reich" angesehenen Kirchen künftig nicht mehr genug Mittel haben werden, um alle Aufgaben wie bisher finanzieren zu können.  "Wir sind Teil dieser Gesellschaft", erklärte Winterhoff, "und teilen nicht nur ihre Sorgen - wir haben auch die gleichen Probleme." Darum bedürften auch im Bereich der Kirche viele der bisherigen Lösungsansätze einer Überprüfung. Dem werde sich die evangelische Kirche stellen.

Magdeburg, den 8. November 2004

Pressestelle der EKD
Silke Fauzi



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