Bericht des Rates der EKD (Schriftlicher Teil - B)

5. Tagung der 11. Synode der EKD, Timmendorfer Strand, 1. bis 7. November 2012

Anhang 1: Ziele und Arbeitsvorhaben in den Kammern und Kommissionen

Ständige Kammern und Kommissionen


1. Kammer für Theologie
2. Kammer für Öffentliche Verantwortung
3. Kammer für Bildung und Erziehung, Kinder und Jugend
4. Kammer für soziale Ordnung
5. Kammer für nachhaltige Entwicklung
6. Kammer für weltweite Ökumene
7. Kammer für Migration und Integration
8. Gemeinsamer Ausschuss "Kirche und Judentum" der EKD, der VELKD und der UEK
9. Dienstrechtliche Kommission
10. Steuerkommission
11. Grundstücks- und Baurechtskommission
12. Versicherungskommission
13. Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte
14. Steuerungsgruppe Europafragen
15. Evangelischer Hochschulbeirat
16. nachrichtlich: Finanzbeirat
17. nachrichtlich: Ev. Mittelostkommission

 

Ad-hoc-Arbeitsgruppen:

18. Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Ehe und Familie stärken - Herausforderungen für die Familienpolitik“
19. Ad-hoc-Arbeitsgruppe Sexualethik
20. Ad-hoc-Kommission Inklusion
21. Ad-hoc-Kommission Arbeit mit Gemeinden anderer Sprache und Herkunft
22. Ad-hoc-Kommission gemeinepädagogische und diakonische Berufsprofile
23. Ad-hoc-Arbeitsgruppe Reformationsjubiläum 2017


Die Namen der Mitglieder, die auch der Synode angehören, sind kursiv gekennzeichnet. 

 

1. Kammer für Theologie

Mitglieder:

Prof. Dr. Christoph Markschies
(Vorsitzender), Humboldt-Universität zu Berlin, Theologische Fakultät
Prof. Dr. Michael Beintker (Stellv. Vorsitzender), Universität Münster, Seminar f. Ref. Theol.
Prof. Dr. Christine Axt-Piscalar (Stellv. Vorsitzende), Universität Göttingen, Theol. Fakultät
Vizepräses Petra Bosse-Huber, Landeskirchenamt der Ev. Kirche im Rheinland, Düsseldorf
Direktor Dr. h.c. Peter Bukowski, Seminar f. pastorale Aus- und Fortbildung, Wuppertal
Prof. Dr. Corinna Dahlgrün, Friedrich-Schiller-Universität Jena Theol. Fakultät
Prof. Dr. Irene Dingel, Universität Mainz Theol. Fakultät Institut f. Europ. Geschichte
Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein, Universität Tübingen, Ev.-theol. Seminar
Felix Grigat, M.A., Bad Honnef
Bischof Dr. Martin Hein, Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kassel
Prof. Dr. Helga Kuhlmann, Universität Paderborn
Superintendent Dr. Peter Meis, Dresden
Prof. Dr. Michael Moxter, Universität Hamburg Fachbereich Ev. Theologie
Prof. Dr. Friederike Nüssel, Universität Hamburg Fachbereich Ev. Theologie
Direktor Dr. Stephan Schaede, Ev. Akademie Loccum
Prof. Dr. Stefanie Schardien, Universität Hildesheim, Institut für Ev. Theologie
Prof. Dr. Ernst-Joachim Waschke, Universität Halle, Sem. f. Altes Testament
Prof. Dr. Gunter Wenz, Universität München
LKR Dr. Johanna Will-Armstrong, Landeskirchenamt der Ev. Kirche von Westfalen, Bielefeld
Prof. Dr. Hinnerk Wißmann, Universität Bayreuth, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Ständige Gäste:

Vizepräsident Dr. Thies Gundlach, Kirchenamt der EKD
Prof. Dr. Peter Walter, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Pfarrer Thomas Wipf, Gemeinschaft Ev. Kirchen in Europa (GEKE), Bern
außerdem die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Theologischen Ausschüsse der UEK und der VELKD sowie der Kammer für weltweite Ökumene der EKD (OKR Dr. Martin Heimbucher, OKRin Dr. Mareile Lasogga, N.N.).

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Der Rat hat die Kammer für Theologie beauftragt, grundsätzliche theologische Fragen zu beobachten und zu begleiten und dabei folgende Themen zu behandeln:

  • die theologischen Grundlagen des „Zusammenlebens mit Angehörigen anderer Religionen und Weltanschauungen“ durch eine grundsätzliche Stellungnahme,
  • die Deutung von Tod und Auferstehung Jesu Christi unter der Perspektive ihrer Heilsbedeutung durch eine grundsätzliche Stellungnahme,
  • die theologischen Überlegungen zum Reformationsjubiläum 2017,
  • die theologischen Überlegungen zu einer "Theologie der Synode".

Die Kammer beabsichtigt, das Verständnis von “Synode“ aufzuarbeiten und darzulegen. Dazu werden organisationssoziologische Fragen in theologischer Perspektive reflektiert und Fragen des Kirchenrechts bedacht. Insbesondere dem Verständnis von "synodaler Kirchenleitung" soll nachgegangen werden.

Geschäftsführung: OKRin Dr. Anne Käfer (seit Oktober 2011)
 


2. Kammer für öffentliche Verantwortung

Mitglieder:

Prof. Dr. Dres. h.c. Hans-Jürgen Papier (Vorsitzender), München
Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler (stellvertretende Vorsitzende), München
Prof. Dr. Angelika Dörfler-Dierken, Hamburg
Dr. Andrea Dörries, Hannover
Prof. Dr. Johannes Fischer, Zürich
Generalleutnant Rainer Glatz, Potsdam
Prof. Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt, Tübingen
Generalsekretär Hermann Gröhe, MdB, Berlin / CDU
Prof. Dr. Hans Michael Heinig, Göttingen
Klaus Jancovius, Mannheim
Prof. Dr. Renate Kirchhoff, Freiburg
Pfarrerin Dr. Christiane Kohler-Weiß, Meckenbeuren
Ulrike Poppe, Stasi-Beauftragte des Landes Brandenburg, Potsdam
Prof. Dr. Hans-Richard Reuter, Münster
Prof. Dr. Gerhard Robbers, Trier
Michael Roth, MdB, Berlin / SPD
PD Dr. Stefan Ruppert, MdB, Berlin
Prof. Dr. Eva Senghaas-Knobloch, Bremen
Prof. Dr. Klaus Tanner, Heidelberg
Mathias Wagner, MdL, Bündnis 90/Die Grünen, Wiesbaden

Ständige Gäste:

Prälat Dr. Bernhard Felmberg, Berlin
Vizepräsident Dr. Friedrich Hauschildt, Hannover
PD Dr. Christina Tuor-Kurth, Basel

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Die Kammer bearbeitet im Auftrag des Rates derzeit vier Themen:

  • die friedensethische Einschätzung der neuen, offensiveren Militärstrategie der Bundeswehr in Afghanistan,
  • die öffentliche Ordnung unter den Bedingungen religiös-weltanschaulicher Pluralität,
  • der Umgang mit Parteien am Rande des demokratischen Spektrums (insbesondere auch mit der Linkspartei),
  • „Demenz als theologische, ethische und gesellschaftliche Herausforderung“.

Die Kammer hat vier Arbeitsgruppen zu den Themen gebildet. Erste Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen zum Umgang mit der Linkspartei und zur friedensethischen Einschätzung der neuen Militärstrategie in Afghanistan können demnächst vorgelegt werden.

Geschäftsführung: OKR Dr. Eberhard Pausch (bis 31.07.2012)



3. Kammer für Bildung und Erziehung, Kinder und Jugend

Mitglieder:

Prof. Dr. Friedrich Schweitzer (Vorsitzender), Tübingen
Prof. Dr. Annette Scheunpflug (Stellv. Vorsitzende), Nürnberg
Ministerialrat Rolf Bade, Hannover
Ltd. Dozentin Pfarrerin Dr. Ulrike Baumann, Bonn
Landesschülerpfarrer Wolfgang Ilg, Stuttgart
Prof. Dr. Hildrun Keßler, Berlin
Oberkirchenrätin Almut Klabunde, Dresden
Programmgeschäftsführer Steffen Kottkamp, Erfurt
Ltd. Seminardirektor Dr. Hartmut Lenhard, Detmold
Minister Christoph Matschie, Erfurt
Prof. Dr. Elisabeth Naurath, Osnabrück
Pfarrer Prof. Dr. Wolfgang Neuser, Kassel
Prof. Dr. Manfred Prenzel, München
Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Rachel, MdB, Berlin
Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, München
Diplompädagoge Peter Roth, Darmstadt
Prof. Dr. Thomas Schlag, Zürich
Anja Siegesmund, MdL, Jena
Schulleiterin Sabine Ulrich, Leipzig

Ständige Gäste:

Generalsekretär Mike Corsa, Hannover
Direktor Pfarrer Volker Elsenbast, Münster
Dr. Silke Köser, Berlin
OKRin Birgit Sendler-Koschel, Hannover

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Kurz vor der Veröffentlichung stehen:

  • 10 Thesen des Rates zur Konfirmandenarbeit.

Derzeit in Arbeit sind folgende Texte:

  • Fortschreibung der Denkschrift zum Religionsunterricht „Identität und Verständigung“,
  • Denkschrift zum Thema „Schule“.

Ferner befasst sich die Kammer mit den Themen:

  • Herausforderungen der Medienbildung und -erziehung,
  • Bildung und Mission,
  • Bildung und lebenslanges Lernen,
  • Elementarbildung / vorschulisches Lernen.

Geschäftsführung: OKR Matthias Otte



4. Kammer für soziale Ordnung

Mitglieder:

Prof. Dr. Gustav Adolf Horn (Vorsitzender), Düsseldorf
Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (stellvertretender Vorsitzender),
Bamberg/München
Dr. Brigitte Bertelmann, Mainz
Cornelia Behm MdB, Berlin
Hauptgeschäftsführer Horst Eggers, Bayreuth
Prof. Dr. Johannes Eurich, Heidelberg
Dr. Reinhard Göhner, Berlin
Kerstin Griese MdB, Berlin
Prof. Dr. Helga Hackenberg, Berlin
Prof. Dr. Traugott Jähnichen, Bochum
Alexander Graf Lambsdorff MdEP, Brüssel (bis Oktober 2011)
Katharina Landgraf MdB, Berlin
Michael Linnartz, Hannover
Gesine Meißner, Wennigsen (ab Oktober 2011)
Stefanie Pagel, Berlin
Oberbürgermeister Christian Schramm, Bautzen
Bundesminister a.D. Peer Steinbrück, Berlin
Dr. Wolfram Stierle, Berlin
Thomas Voigt, Hamburg,
Bundesrichter Prof. Dr. Thomas Wagenitz; Karlsruhe
Prof. Dr. Gert G. Wagner, Berlin

Ständige Gäste:

Dr. Clemens Dirscherl, Waldenburg, in seiner Funktion als Beauftragter des Rates für agrarsoziale Fragen
Dr. Stephan Iro, Berlin, in seiner Funktion als Stellvertreter des Bevollmächtigten des Rates der EKD
Dr. Uwe Schwarzer, Berlin, in seiner Funktion als Sozialpolitischer Referent des DW-EKD
Prof. Dr. Gerhard Wegner, Hannover in seiner Funktion als Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD (SI)

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Der Rat hat die Kammer für soziale Ordnung beauftragt, die sozial- und wirtschaftspolitische Entwicklung grundsätzlich zu begleiten sowie in dieser Ratsperiode folgende Themen vorrangig zu behandeln:

  • Die Zukunft der Arbeit und die Rolle der Gewerkschaften.
  • Entwicklung der Wohlfahrtsstaatlichkeit unter der besonderen Perspektive des Verhältnisses von Sozialwirtschaft, öffentlichen Gütern und Zivilgesellschaft – dabei soll es insbesondere um die Situation der kommunalen Versorgung und die Rolle von Kirche und Diakonie gehen.

Die Kammer hat sich im vergangenen Jahr darüber hinaus beschäftigt

  • mit der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung des Euro-Raums
  • mit der Entwicklung der Rentengesetzgebung
  • mit der Ökumenischen Sozialinitiative, die EKD-seitig von Mitgliedern und Geschäftsführung der Kammer vorbereitet wird
  • mit dem „ Transformationskongress“ von Einrichtungen der EKD, dem DGB sowie dem DNR
  • sowie im Rahmen der Ratsaufträge mit der Demographie und Raumentwicklung in Deutschland sowie mit dem Dritten Weg im Gegenüber zur Rolle der Gewerkschaften und im Kontext der Sozialmarktentwicklung

Geschäftsführung: OKRin Cornelia Coenen-Marx; Hannover


 
5. Kammer für nachhaltige Entwicklung

Mitglieder:

Thilo Hoppe, MdB (Vorsitzender), Berlin
Dr. Gudrun Kordecki (Stellv. Vorsitzende), Schwerte
Prof. Dr. Hans Diefenbacher, Heidelberg
Dr. Hans-Joachim Döring, Magdeburg
Kirchenrat Christoph Flad, München
Dr. Mirjam Freytag, Hamburg
Ministerialdirigent Dr. Manfred Konukiewitz, Bonn
Dr. Günter Krings MdB, Berlin
Prof. Dr. Margareta Kulessa, Mainz
Tim Kuschnerus, Berlin
Uwe Meinhold, Berlin
Dr. Hubert Meisinger, Mainz
OKR Dr. Ulrich Möller, Bielefeld
Christine Müller, Leipzig
Prof. Dr. Dirk Oesselmann, Freiburg
Prof. Dr. Konrad Ott, Greifswald
Danuta Sacher, Osnabrück
Dr. Imme Scholz, Bonn
Bundesministerin a.D. Heidemarie Wieczorek-Zeul MdB, Berlin
Dr. Michael Windfuhr, Berlin

Ständige Gäste:

Dr. Maren Heincke, Mainz
Pfarrer Jürgen Reichel, EED, Bonn
Bischof Martin Schindehütte, EKD, Hannover
Dr. Klaus Seitz, Brot für die Welt, Stuttgart

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Derzeit sind folgende Texte in Arbeit:
– ein Text unter dem Titel: „Anmerkung
en zur Energiepolitik nach der Katastrophe von Fukushima“, Fertigstellung 2012
– ein Text unter dem Titel: „Die Veränderung von Global-Governance-Strukturen und -prozessen in ihrer Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung“, Fertigstellung 2013
– sowie Vorarbeiten
o zu einer größeren Studie zur „Nachhaltigen Weltagrarpolitik“, Fertigstellung 2014,
o zu einem Grundsatztext zur Entwicklungszusammenarbeit, Fertigstellung 2015.

Am 6. Oktober 2011 ist die Stellungnahme der Kammer "Leitlinien für eine multifunktionale und nachhaltige Landwirtschaft. Zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union" als EKD-Text 114 und am 4. September 2012 die Studie der Kammer „Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist. Biopatente und Ernährungssicherung aus christlicher Perspektive“ als EKD-Text 115 veröffentlicht worden.


Geschäftsführung: OKRin Dr. Ruth Gütter und OKRin Dr. Renate Knüppel


 
6. Kammer für weltweite Ökumene

Mitglieder

Bischof Hans Jürgen Abromeit, Greifswald
EMW-Direktor Christoph Anders, Hamburg
Pfarrerin Elisabeth Berner (geb. Nonnenmann), Schorndorf
Pfarrerin Heike Bosien, Ostfildern
Almut Bretschneider-Felzmann,
Pfarrerin Anne Freudenberg, Ahlbeck
Vizepräsidentin Cornelia Füllkrug- Weitzel, Berlin
Mission EineWelt-Referentin Dr. Claudia Jahnel, Neuendettelsau
OLKR Rainer Kiefer, Hannover
OKRin Cordelia Kopsch, Darmstadt (Vorsitz)
Prof. Dr. Ulrike Link-Wieczorek, Oldenburg
Prof. Dr. Andreas Nehring, Erlangen
Direktor Fidon Mwombeki, Wuppertal
OLKR Prof. Dr. Wilhelm Richebächer, Kassel
ÖRK-Programmdirektor Dr. Martin Robra, Genf
M.A. Annegret Schilling, Karlsruhe
Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Tamcke, Göttingen
Jürgen Thiesbonenkamp, Duisburg
Dr. Claudia Warning, Bonn
Direktor Jürgen Werth, Wetzlar

Ständige Gäste:

Bischof Prof. Dr. Michael Bünker, Wien
Bischof Martin Schindehütte, Hannover
OKRin Dr.Anne Käfer, Hannover (Geschäftsführung Kammer für Theologie)

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Die Kammer arbeitet zurzeit an einem grundlegenden Text zu einem ökumenischen Verständnis, in dem die tiefgreifenden Änderungen und Verschiebungen der „ökumenischen Landschaft“ reflektiert werden. Sie fragt dabei insbesondere nach einer Verortung und Aufgabe von Ökumene unter dem theologischen Ansatz einer Universalität Gottes, die sich auf die ganze Schöpfung und sein Heilshandeln für die ganze Menschheit bezieht.

Zugleich wird in einer Arbeitsgruppe an einem Text zum Verhältnis von „Mission und Entwicklung“ gearbeitet. Dieser Text soll eine Orientierung bieten für die Strategieentwicklung im Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung und den dafür nötigen Gesprächen mit den Missionswerken.

Beide Texte sollen in der ersten Hälfte 2014 vorliegen.

Geschäftsführung:
OKRin Dr. Uta Andrée (bis 01.07.2012)
OKR Dr. Martin Illert (ab 01.09.2012)

 

7. Kammer für Migration und Integration

Mitglieder:

Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident (Vorsitzender), Darmstadt
Prof. Dr. Klaus J. Bade, Osnabrück
Dr. Günter Beckstein, Ministerpräsident a.D., Nürnberg
Dr. Elisabeth Chowaniec, Oberkirchenrätin, Hamburg
Friederike De Haas, Ausländerbeauftragte a.D., Dresden
Dr. Doris Dickel, Referentin, Berlin
Jürin Fritzlar, Düren
Dirk Gärtner, Ministerialrat, Kiel
Dr. Susanne Henninger, Kirchenverwaltungsdirektorin, München
Michael Kratz, Legationssekretär, Berlin
Dr. Gerold Lehnguth, Ministerialdirektor a.D., Berlin
Andreas Lipsch, Pfarrer, Frankfurt am Main
Dr. Monika Lüke, Berlin
Doris Peschke, Generalsekretärin, Brüssel
Dr. Ulrich Raiser, Referent, Berlin
Michael Schlikker, Justitiar, Berlin

Ständige Gäste:

Nele Allenberg, Referentin, Berlin
Johannes Brandstäter, Referent, Berlin
Katrin Hatzinger, Oberkirchenrätin, Brüssel

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Die Kammer für Migration und Integration beobachtet das internationale Migrationsgeschehen und die integrationspolitischen Debatten in Deutschland. Derzeit stehen folgende Themen auf der Agenda der Kammer:

- Flüchtlingssituation in Syrien
- Überarbeitung der Richtlinien für ein gemeinsames europäisches Asylsystem
- Bleiberecht für langjährig Geduldete
- Prozesse Interkultureller Öffnung als kirchlicher Beitrag zur Integration
- Neuansiedlungsprogramme für Flüchtlinge innerhalb der EU und Deutschland
- Globale Migrationspolitik

Geschäftsführung: OKR Thorsten Leißer


 
8 Gemeinsamer Ausschuss „Kirche und Judentum“ der EKD, der UEK und der VELKD
 
Arbeitsperiode: 01.01.2007 bis 31.12.2012

Mitglieder:

Vizepräses Petra Bosse-Huber, Düsseldorf
Kirchenrat Dr. Ernst Michael Dörrfuß (Vorsitzender), Bad Urach
Bischof Dr. Markus Dröge, Berlin
Pastorin Astrid Fiehland-van der Vegt, Hamburg
Pfarrerin Katja Kriener, Köln
Pfarrerin Hanna Lehming, Hamburg
Professor Dr. Andreas Lindemann, Bielefeld
Professor Dr. Matthias Morgenstern, Tübingen
Pastor i.R. Wolfgang Raupach-Rudnick, Hannover
Professor Dr. Notger Slenczka, Berlin
Studiendirektorin Vera Utzschneider, Neuendettelsau
Pfarrer Dr. Michael Volkmann, Bad Boll

Ständige Gäste:

Oberkirchenrat Dr. Martin Heimbucher, Hannover
Oberkirchenrätin Christine Jahn, Hannover

Der Gemeinsame Ausschuss „Kirche und Judentum“ der EKD, der VELKD und der UEK hat den Auftrag, die Beziehungen von Christen und Juden und das Gespräch zwischen den verschiedenen jüdischen Gemeinden und den evangelischen Kirchen in Deutschland zu beobachten, das Gespräch zu begleiten sowie theologisch zu reflektieren und zu fördern.

Unter dem Vorsitz von Kirchenrat Dr. Ernst Michael Dörrfuß hat der Ausschuss im vergangenen Jahr die Arbeit am Text „Gelobtes Land? Land und Staat Israel in der Diskussion“ abgeschlossen. Dieser Text soll dazu beitragen, die oft hoch emotional und polarisierend geführte Diskussion um Land und Staat Israel zu versachlichen. Bei der Arbeit am Text war den Mitgliedern des Ausschusses bewusst, dass die dort erörterten theologischen Fragen nicht losgelöst von den politischen Debatten bedacht werden können. Dies hat zu intensiven Diskussionen und konzentrierter Arbeit an Formulierungen geführt.
Der Text wird im Gütersloher Verlag erscheinen und zur Synode gedruckt vorliegen. Damit ist es dem Ausschuss gelungen, die Orientierungshilfe bis zum Ende der Arbeitsperiode fertig zu stellen.

Besondere Höhepunkte in der Arbeit dieses Jahres waren:

- Ein Besuch in der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg. An dem Gespräch dort waren von Seiten der Hochschule Prof. Dr. Ronan Reichman, Prof. Dr. Daniel Krochmalnik und der Hochschulrabbiner Shaul Friberg beteiligt. Neben vielen Themen wurde besonders über die Kooperation mit der Universität Heidelberg und die Bedeutung des dort eingerichteten Beth Hamidrash für die Hochschule gesprochen.

- Ein intensives und sehr offenes Gespräch mit dem Generalsekretär des Zentralrates der Juden, Herrn Stephan J. Kramer. Es wurde deutlich, dass hier ein vertrauensvolles Verhältnis besteht.

Als neue Themen haben sich u.a. herauskristallisiert:

- Die theologische Reflektion der Wechselbeziehung zwischen dem sich entwickelnden christlich-islamischen Dialog und dem bestehenden christlich-jüdischen Dialog.
- Die Wahrnehmung von neuen Organisationsformen jüdischen Lebens und seiner immer größer werdenden Breite und Vielfalt in Deutschland heute (säkulares Judentum und Judentum als Kulturgröße).

Geschäftsführung: Vizepräsident Dr. Thies Gundlach



9. Dienstrechtliche Kommission

Mitglieder:
Folgende Mitglieder (je sieben Vertreterinnen und Vertreter der Gliedkirchen aus den Dienstrechts- und Personalreferaten und sieben Vertreterinnen und Vertreter des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V.) gehören der Dienstrechtlichen Kommission an:

Oberkirchenrat Christian Frehrking, Hannover
Pfarrer Joachim Gerber, Gingst
Oberkirchenrätin Marie-Luise Görlitz, Kiel
Pfarrerin Corinna Hektor, Augsburg
Pfarrer Thomas Jakubowski, Schifferstadt
Pastor Herbert Jeute, Kronprinzenkoog
Oberlandeskirchenrat Dr. Rainer Mainusch, Hannover
Pfarrer Martin Michaelis, Steinach
Oberkirchenrätin Anke Poersch, Berlin
Direktorin Margit Rupp, Stuttgart
Pfarrerin Silke Steveker, Oldenburg
Pfarrerin Claudia Trauthig, Leonberg
Oberkirchenrätin Petra Wallmann, Bielefeld
Vizepräsident Dr. Johann Weusmann, Leer

Ständiger Gast als Berater des Pfarrerverbandes in Dienstrechtsfragen:
Oberkirchenrat i.R. Dr. Gerhard Tröger, Gräfelfing

Nachdem Pfarrer Ulrich Conrad, Dekan i.R. Lothar Grigat und Pfarrer Klaus Weber aus der Dienstrechtlichen Kommission ausgeschieden sind, wurden Pfarrer Thomas Jakubowski, Pfarrer Martin Michaelis und Pfarrerin Claudia Trauthig als Nachfolger in die Dienstrechtliche Kommission berufen.

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Die Dienstrechtliche Kommission dient dem regelmäßigen Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Landeskirchenämter und des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V. Ferner berät sie den Rat der EKD in dienst- und besoldungsrechtlichen Fragen der Pfarrerschaft und Kirchenbeamtenschaft und soll ihn auf für die Gliedkirchen relevante Themen hinweisen.

Die Dienstrechtliche Kommission ist aktuell beauftragt, die Harmonisierung des Pfarrdienstrechts mit anderen Rechtsmaterien zu begleiten. In diesem Rahmen wird sie sich zukünftig daher intensiv in die Beratungen zur Erarbeitung des Besoldungs- und Versorgungsgesetz der EKD einbringen.

Daneben beschäftigt sich die Dienstrechtliche Kommission mit der aktuellen Behandlung des Pfarrdienstrechts der EKD in den Gliedkirchen und mit dem Umgang sexuellem Missbrauch im kirchlichen Bereich, insbesondere mit der Überarbeitung der „Hinweise“ der EKD.

Der Vorsitz in der Dienstrechtlichen Kommission wird aus Gründen der Balance der paritätischen Besetzung traditionell von der zuständigen geschäftsführenden Referentin des Kirchenamtes der EKD wahrgenommen, dies ist Frau OKRin Sigrid Unkel.
 

10. Steuerkommission

Mitglieder:

Oberkonsistorialrätin Dr. Heidrun Schnell (Vorsitzende), Berlin
Vizepräsident Wichard von Heyden (Stellv. Vorsitzender), Kiel
Oberkirchenrat Timo Haase, Dresden
Oberkirchenrat Thorsten Hinte, Darmstadt
Oberkirchenrat Dr. Peter Hübner, München
Oberkirchenrat Georg Immel, Düsseldorf
Oberkirchenrat Dr. Martin Kastrup, Stuttgart
Vizepräsident Dr. Volker Knöppel, Kassel
Oberkirchenrat Dr. Arne Kupke, Bielefeld
Oberkirchenrat Rainer Rausch, Dessau
Oberkirchenrat Wolf Martin Waldow, Hannover

Ständige Gäste:

Vizepräsident Klaus Winterhoff, Bielefeld
N.N., Dienststelle des Bevollmächtigten des Rates der EKD, Berlin

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Die Steuerkommission der EKD, die sich aus Steuer- und Finanzreferenten der Gliedkirchen zusammensetzt und eng mit der Steuerkommission des Verbandes der Diözesen in Deutschland zusammenarbeitet, äußert sich grundsätzlich nicht durch Schriften oder Publikationen. Sie sieht ihre Arbeit in erster Linie in der systematischen Verstetigung der Kirchensteuer in einem sich wandelnden Umfeld bei der Bemessungsgrundlage und der Beratung von Einzelthemen von landeskirchenübergreifender Bedeutung. Ihre Ergebnisse fließen in Beratungen und Gespräche auf der politischen Ebene des Bundes und der Länder ein.

Die Arbeit der Steuerkommission der EKD war im Jahr 2012 insbesondere geprägt durch die Einführung der Erhebung der Kirchensteuer auf Kapitalertragsteuer durch ein vollständig automatisiertes Verfahren.

Geschäftsführung: OKR Dr. Jens Petersen


 
11. Grundstücks- und Baurechtskommission der EKD

Mitglieder:

Oberlandeskirchenrat Adalbert Schmidt (Vorsitzender), Hannover
Oberkonsistorialrat Diethard Brandt, Magdeburg
Kirchenoberrechtsrätin Gabriele Frey-Grimberg, Heidelberg (Stiftung Schönau)
Oberkonsistorialrat Hartmut Fritz, Berlin
Oberkirchenrat Markus Keller, Darmstadt
Kirchenoberverwaltungsdirektorin Ulrike Kost, München
Oberkirchenrätin Corry Platzeck, Kiel
Kirchenrat Bernd Steinhäuser, Schwerin
Landeskirchenrätin Susanne von Zugbach de Sugg, Düsseldorf

Ständige Gäste:

Oberkirchenrätin Heidrun Böttger, Hannover
Prof. Dr. Hans Diefenbacher, FEST Heidelberg
Dr. Clemens Dirschel, Bauernwerk Württemberg
Dr. Gudrun Kordecki, Nachhaltige Entwicklung, Schwerte
Landeskirchenbaudirektor Reinhard Miermeister, Bielefeld
Oberkirchenrat Detlef Rückert, Bevollmächtigter, Berlin
Oberrechtsdirektor Johannes Baumgartner, Erzbischöfl. Ordinariat Freiburg
Justitiar Karl Schmiemann, Erzbischöfl. Generalvikariat Hamburg

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Die Kommission stellt einen in den Landeskirchen gewünschten Service sicher, in allen Grundstücks- und Baurechtsangelegenheiten auf eine Spezialkommission zurückgreifen zu können. Durch die Behandlung der aktuellen und kontinuierlich weiter zu betreibenden Themen und durch Versand ausführlicher Protokolle sowie durch die Erstellung von Musterverträgen und Arbeitshilfen wird für eine einheitliche Rechtsfortbildung und -anwendung gesorgt. Zukünftig wird die Verzahnung mit der katholischen Kirche wieder verstärkt in Angriff genommen, um hier insgesamt kirchlich einheitlich aufzutreten.

Geschäftsführung: OKR Dr. Gerhard Eibach



12. Versicherungskommission

Mitglieder:

Vizepräsident Wichard von Heyden (Vorsitzender), Kiel
Oberkirchenrat Timo Haase, Dresden
Landeskirchenrätin Antje Hieronimus, Düsseldorf
(Oberkirchenrat Sebastian Kriedel, Schwerin)*
Oberlandeskirchenrat Dr. Rainer Obrock, Kassel
Rechtsdirektorin Jill Rohde, Speyer
N.N. (Diakonie)
Oberkirchenrat Wolf Martin Waldow, Hannover
Oberkonsistorialrat Dr. Arne Ziekow, Berlin

* Wegen der Neustrukturierung in der Nordkirche wird das Mandat zukünftig nicht mehr wahrgenommen werden können.

Ständige Gäste:

Manfred Klocke, Ecclesia Versicherungsdienst GmbH
Reinhard Schlüter, Ecclesia Versicherungsdienst GmbH
Lutz Dettmer, Ecclesia Versicherungsdienst GmbH
Benno Wagner, Verband der Diözesen Deutschlands
Dr. Sascha Koller, Verband der Diözesen Deutschlands

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Die Versicherungskommission nimmt sich jeweils der aktuellen Behandlung sowie der kontinuierlichen Weitergestaltung des gesamten Themenkomplexes im Versicherungswesen für Kirche und Diakonie an. Schwerpunkte bilden hierbei insbesondere Versicherungsfragen des enormen Gebäudebestandes und der breit gefächerten Absicherung des kirchlichen und diakonischen Personals und der Leitungsverantwortlichen. Insbesondere durch den Abschluss von Rahmenverträgen, die zusammen mit dem Versicherungsmakler Ecclesia ausgearbeitet und bewertet werden, wird den Gliedkirchen eine ihren Gegebenheiten angepasste optimierte Versicherungsleistung angeboten. Die Zusammenarbeit mit der entsprechenden katholischen Kommission wird in Zukunft verstärkt.

Geschäftsführung: Oberkirchenrat Dr. Gerhard Eibach

 

13. Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte

Mitglieder:

Prof Dr. Harry Oelke (Vorsitz), München
Prof. Dr. Siegfried Hermle (stellvertretender Vorsitz), Köln
Prof. Dr. Klaus Fitschen, Leipzig
PD Dr. Christiane Kuller, München
Prof. Dr. Andreas Müller, Kiel
Prof. Dr. Detlef Pollack, Münster
PD Dr. Antje Roggenkamp-Kaufmann, Göttingen
Prof. Dr. Thomas Martin Schneider, Koblenz-Landau
Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff, Neuendettelsau
Dr. Christa Stache, Berlin
Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert, Berlin
Der zuständige Referent im EKD-Kirchenamt (OKR Dr. Pausch, bis Juli 2012) ist gemäß der Satzung der Arbeitsgemeinschaft geborenes Mitglied der Kommission, so dass diese insgesamt zwölf ordentliche Mitglieder hat.

Ständige Gäste:

Dr. Norbert Friedrich, Kaiserswerth
Prof. Dr. Jens Holger Schjörring, Aarhus

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte präsentiert seit November 2011 eine Online-Ausstellung mit dem Titel „Widerstand?! Evangelische Christinnen und Christen im Nationalsozialismus“ (www. evangelischer-widerstand.de). Diese wurde im Laufe des Jahres 2012 um einen bayerischen Regionalteil und um eine englische Fassung erweitert. In ihrer Reihe „Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte“ erschienen im Berichtszeitraum drei Bände, u. a. der letzte Band der Edition der Protokolle des Rates der EKD (1954/55). Die Arbeitsgemeinschaft bringt jährlich die Zeitschrift „Mitteilungen zur Kirchlichen Zeitgeschichte“ heraus. Ihre Forschungsstelle zeichnet redaktionell verantwortlich für die Herausgabe des Kirchlichen Jahrbuchs.


Geschäftsführung: 
PD Dr. Claudia Lepp, München,
OKR Dr. Eberhard Pausch, Hannover (bis Juli 2012)


 
14. Steuerungsgruppe Europafragen

Mitglieder:

Landesbischof Dr. h.c. Frank Otfried July als Mitglied im Zentralausschuss der KEK (Vorsitzender), Stuttgart
Dr. Elke Eisenschmidt, Berlin (Ratsmitglied)
Vizepräsident Klaus Winterhoff, Bielefeld (Ratsmitglied)
Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Kassel (Kirchenkonferenz)
OKRin Karin Kessel, Speyer (Kirchenkonferenz)
OKR David Gill (Vertreter des Bevollmächtigten des Rates), Berlin (bis März 2012)
OKR Dr. Stephan Iro (Vertreter des Bevollmächtigten des Rates), Berlin (ab Sept. 2012)
OKR Dr. Christoph Thiele (Leiter der Rechtsabteilung), Hannover
OKRin Dine Fecht (Leiterin der Abteilung Auslandsarbeit), Hannover
OKRin Katrin Hatzinger (Leiterin des EKD-Büros in Brüssel), Brüssel
OKRin Dr. Anne-Ruth Wellert (Europarechtsreferentin, Geschäftsführung), Hannover (bis April 2012)

Ständige Gäste:

Justizrätin Margit Fleckenstein, Mannheim (Vorsitzende des Europaausschusses der Synode der EKD)
Bundesministerin a.D. Dr. Irmgard Schwaetzer, Berlin (als weiteres Mitglied des Europaausschusses der Synode)

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Die „Steuerungsgruppe Europafragen“ ist ein seit 2004 tagender Ausschuss des Rates der EKD mit der Aufgabe, sich regelmäßig über aktuelle europäische Fragen zu informieren und auszutauschen, die für die EKD europarechtlich und europapolitisch relevanten Fragestellungen zu begleiten und die umfassende Meinungsbildung in den verschiedenen EKD-Gremien zu befördern. Ziel ist eine möglichst effektive Vernetzung der Gremien der EKD sowie der hauptamtlich in Europafragen Tätigen. Dem dienen der Austausch in regelmäßig drei Sitzungen jährlich sowie Exkursionen zu europäischen Einrichtungen. Die Themen sind vielfältig und werden primär durch die Agenda in Brüssel, Luxemburg (EuGH) und Straßburg (EGMR) bestimmt, aktuell z.B. europäische Datenschutzrichtlinie, Reform der europäischen Beihilfevorschriften, 8. Forschungsrahmenprogramm der EU. Im Sommer 2012 hat die Steuerungsgruppe Europafragen eine Arbeitsklausur zum Konsultationspapier „The Renewal of CEC“ der Revision Working Group der KEK durchgeführt und dabei die Antwort der EKD erarbeitet.


Geschäftsführung:
OKRin Dr. Anne-Ruth Wellert (bis April 2012)
Interim: OKR Dr. Christoph Thiele



15. Evangelischer Hochschulbeirat

Mitglieder:

Landesbischof a. D. Pfarrer Dr. Johannes Friedrich (Vorsitzender), Spalt-Wernfels
Dr. Elke Eisenschmidt (Vorsitzende), Berlin
Professor Dr. jur. Horst Dreier, Würzburg
Friederike Faß, Villigst
Prof. Dr. Volker Gerhardt, Berlin
Prof. Dr. jur. Michael Germann, Halle
Dr. habil. Klaus Holz, Berlin
Präsidentin Prof. Dr. Alexa Köhler-Offierski, Darmstadt
Generalsekretär Pastor Jörn Möller, Hannover
Prof. Dr. Anja Verena Mudring, Bochum
Direktor Dr. Rüdiger Sachau, Berlin
Dr. Bertram Salzmann, Leonberg
Prof. Dr. Andrea Schulte, Erfurt
Pfarrerin Dr. Regina Sommer, Marburg
Prof. Dr. Klaus Tanner, Heidelberg
Dr. Peter Wex, Berlin
Studierenden- und Hochschulpfarrer Johann-Hinrich Witzel, Halle
Landeskirchenrätin Dr. Johanna Will-Armstrong, Bielefeld
Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr, Leipzig

Zudem wirken Gerd Hoffmann (Oldenburg) und Dr. Thorsten Moos (Heidelberg) als Doktoranden bzw. Habilitanden projektbezogen im Evangelischen Hochschulbeirat mit.


Arbeitsvorhaben/Ziele:

Zur Stärkung der Präsenz der evangelischen Kirche an den Hochschulen hat der Rat im Jahr 2006 den Evangelischen Hochschulbeirat eingerichtet und mit folgenden Aufgaben betraut:

- Initiierung und Durchführung von Veranstaltungen bzw. Veranstaltungsreihen;
- Vernetzung der verschiedenen evangelischen Akteure an der Hochschule zur Verbesserung der kirchlichen Präsenz;
- Steuerung der Mittelvergabe zur Durchführung der „Evangelischen Hochschuldialoge“;
- Erarbeitung von Expertisen zu hochschulpolitisch relevanten Themen.

Die Arbeit an der im Jahr 2009 erschienenen Studie „Den Bildungsauftrag wahrnehmen. Evangelische Perspektiven zur Situation der Hochschulen in Deutschland“ (EKD Texte 105) hat gezeigt, dass der in der EKD entwickelte Bildungsbegriff nur bedingt anschlussfähig für die Natur- und Technikwissenschaften ist. Insbeson¬dere erweist sich die Diastase von Verfügungs-und Orientierungswissen als problematisch. Der Evan¬gelische Hochschulbeirat hat deshalb die Initiative ergriffen, einen für Natur- und Technikwissen¬schaften anschlussfähigen Bildungsbegriff zu entwickeln. Fußend auf einer Zusammenschau der ein-schlägigen Formulierungen in Veröffentlichungen der EKD und deren Kommentierung durch Natur- und Technikwissenschaftler hat der Hochschulbeirat einen Fragebogen zur Hochschulbildung in den MINT-Fächern erarbeitet. Das Angebot für ein strukturiertes Gespräch soll in verschiedenen Forma¬ten erprobt und anschließend ausgewertet werden. Zudem bereitet der Hochschulbeirat ein Gespräch des Rates der EKD mit dem Wis-senschaftsrat vor und sichtet kontinuierlich Initiativen zur kirchlichen Präsenz an den Hochschulen.

Geschäftsführung: OKR Joachim Ochel


 
16. Finanzbeirat des Rates der EKD - Nachrichtlich

Mitglieder:

Vizepräsident Klaus Winterhoff (Vorsitzender), Westfalen
Konsistorialpräsident Ulrich Seelemann (stellv. Vorsitzender), EKBO
Oberkirchenrätin Barbara Bauer; Baden
Oberkirchenrat Stefan Große, EKM
Präsidentin Dr. Frauke Hansen-Dix, Nordelbien
Oberkirchenrat Georg Immel, Rheinland
Vizepräsident Dr. Rolf Krämer, Hannover
Oberkirchenrat Dr. Claus Meier, Bayern
Leiter der Kirchenkanzlei Dr. Johann-Daniel Noltenius, Bremen
Direktorin Margit Rupp, Württemberg
Leiter der Kirchenverwaltung Heinz Thomas Striegler, EKHN

Ständige Gäste:

Prof. Dr. Friedrich Vogelbusch (als Vorsitzender des ständigen Haushaltsausschusses der Synode)
Oberkirchenrat Harald Weitzenberg (als Leiter des Oberrechnungsamtes der EKD)

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Der Finanzbeirat ist ein Gremium des Rates der EKD, das den Rat in grundsätzlichen finanziellen Angelegenheiten berät. Insbesondere gilt es, die finanziellen Belange der Mitgliedskirchen und der EKD aufeinander abzustimmen. Dem Finanzbeirat des Rates kommt in dieser Hinsicht eine Mittlerfunktion zu.

Die Tätigkeit des Finanzbeirates erstreckt sich von Fragen der Aufstellung des Haushalts der EKD (einschließlich der Mittelfristigen Finanzplanung) über die Gestaltung des Haushaltsrechts bis zu grundsätzlichen kirchlichen Finanzierungsfragen (z.B. beim Finanzausgleich und bei Sonderfinanzierungen).

Seinen Empfehlungen kommt sowohl für die Beratungen des Rates der EKD als auch für Entscheidungen der Kirchenkonferenz eine hohe Bedeutung zu.

Aktuelle Schwerpunkte der Arbeit sind:

- Fragen kirchlicher Investments (z.B. Leitfaden für ethisch nachhaltige Geldanlagen in der Evangelischen Kirche)
- Weitere Ausgestaltung des als Frühwarnsystem gestalteten erweiterten Solidarpakts
- Begleitung der Einführung des Neuen Kirchlichen Finanzmanagements auf allen Ebenen

Geschäftsführung: OKR Thomas Begrich


 
17. Evangelische Mittelostkommission - Nachrichtlich

Mitglieder:

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
Arbeitsgemeinschaft „Juden & Christen“ beim Deutschen Evangelischen Kirchentag
Arbeitskreis Studium im Mittleren Osten (SiMO)
Arbeitskreis Studium in Israel e.V.
Berliner Missionswerk (BMW)
Brot für die Welt
Christlicher Hilfsbund im Orient e.V.
Evangelische Brüder-Unität
Ev. Jerusalem-Stiftung (EJSt)
Ev. Karmelmission e.V.
Ev. Kirche im Rheinland
Ev. Kirche in Hessen und Nassau
Ev. Kirche in Deutschland / Nahostreferat (EKD)
Ev. Kirche von Westfalen
Ev. Landeskirche in Baden
Ev. Landeskirche in Württemberg
Ev.-Luth. Kirche in Bayern
Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers
Ev.-Luth. Zentralverein für Begegnung von Christen und Juden e.V.
Ev. Entwicklungsdienst e.V. (EED)
Ev. Verein für die Schneller-Schulen (EVS)
Ev. Missionswerk in Deutschland (EMW)
Ev. Missionswerk in Südwestdeutschland e.V.
Evangeliumsdienst für Israel e.V. (edi)
Evangeliumsgemeinschaft Mittlerer Osten (EMO)
Institut Kirche und Judentum (Theologische Fakultät / Berlin)
Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk
Jesus-Bruderschaft e.V. / Kommunität Gnadenthal
Johanniter-Orden
Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung (KAVSt)
Kaiserswerther Diakonie
Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden (KLAK)
Nes Ammim e.V.
Nordelbische Ev.-Luth. Kirche
Nordelbisches Missionszentrum (NMZ)
Orientdienst e.V.
Vereinigte Ev.-Luth. Kirche Deutschlands (VELKD) / Deutsches Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes

Die Evangelische Mittelostkommission der EKD und des Ev. Missionswerk Deutschlands (EMW) vereint Kirchen, Missionswerke, Hilfswerke und christliche Organisationen, die Beziehungen zum Mittleren Osten pflegen; sie wird nicht vom Rat berufen. Die EMOK berät den Rat der EKD, die Kirchenleitung der VELKD und das Präsidium der UEK und den Vorstand des EMW, sowie deren Gliedkirchen, Mitgliedskirchen und -werke. Sie dient der Begleitung und Beratung von Programmen und Projekten der Mitglieder.

Die Vollversammlung der EMOK tritt jährlich zusammen. Aus ihrer Mitte heraus wird gemäß Satzung ein neunköpfiger Exekutivausschuss gewählt, dem ex officio die Nahostreferenten der EKD und des EMW sowie ein vom Rat der EKD entsandtes Mitglied angehören.
 
Exekutivausschuss:

Landesbischof a.D. Dr. Johannes Friedrich / Rat der EKD, Spalt-Wernfels (Vorsitzender)
Pfr. Dr. Owe Boersma / Evangelisches Missionswerk in Deutschland, Hamburg (Geschäftsführer)
OKR Jens Nieper / EKD / EJSt / KAVSt, Hannover
Propst Matthias Blümel / Jerusalemsverein, Wolfsburg
Pastorin Hanna Lehming / MZÖ / Ev.-Lutherische Kirche in Norddeutschland, Hamburg
Pfarrer Johannes Meuth / edi, Schorndorf
Frau Judith Reisenauer / EED, Bonn
Pfarrer Heinrich Georg Rothe / Ev. Landeskirche in Württemberg, Stuttgart
Pastorin Martina Severin-Kaiser / AG „Juden & Christen“ beim DEKT, Hamburg

Arbeitsvorhaben/Ziele.

Die EMOK fördert die Zusammenarbeit und den Austausch ihrer Mitglieder untereinander und mit den Christinnen und Christen, den Kirchen und Partnern im Mittleren Osten, mit denen ihre Mitglieder verbunden sind, sowie mit den Gemeinden und Institutionen der EKD in der Region. Der Fortbestand und das Wachstum der Kirchen im Mittleren Osten sind ein wesentliches Anliegen der EMOK. Sie fördert insbesondere die Zusammenarbeit zu Themen des christlich-jüdischen und des christlich- islamischen Dialogs im eigenen Kontext sowie im Mittleren Osten. Sie verfolgt die politische und die gesellschaftliche Entwicklung in der Region.

Die EMOK hat Mai 2012 eine völlig überarbeitete Neuauflage des Informationsheftes „Geschwister im Glauben“, um über die verschiedenen Kirchen im Nahen und Mittleren Osten und die Lage der Christen in den verschiedenen Ländern der Region zu informieren, publiziert. Im Juli 2012 wurde eine Stellungnahme zu der Lage in Syrien verbreitet. Des Weiteren wurde im Auftrag der Vollversammlung an das Thema „Fairer Tourismus im Heiligen Land“ gearbeitet. Es besteht der Auftrag an den Exekutivausschuss, ein Positionspapier über das Verhältnis der EKD zu den Kirchen im Nahen und Mittleren Osten sowie über die Bedeutung des Heiligen Landes für die nahöstlichen Kirchen zu erarbeiten. Infolge der EMOK-Stellungnahme zu dem Aufruf „Die Stunde der Wahrheit“ (Kairos Palästina) palästinensischer Christen, die die Kirchenkonferenz sich 2011 zu eigen gemacht hat, wird die Situation im Heiligen Land weiterhin bearbeitet. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen des sogenannten „christlichen Zionismus“ ist intendiert.

Geschäftsführung: Dr. Owe Boersma / EMW, OKR Jens Nieper / EKD

Die Geschäftsführung wechselt im Rhythmus von drei Jahren zwischen der EKD und dem EMW. Anfang 2013 wechselt sie wieder auf die EKD.



18. Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Ehe und Familie stärken – Herausforderungen für die Familienpolitik“

Mitglieder:

Bundesministerin a.D. Christine Bergmann (Vorsitz), Berlin
Oberkirchenrätin Susanne Breit-Keßler, München
Prof. Dr. Kerstin Feldhoff, Münster
Prof. Dr. Ute Gerhard, Bremen
Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, Darmstadt
Susanne Kahl-Passoth, Berlin
Jens-Peter Kruse, Hannover
Prof. Dr. Stefanie Schardien, Hildesheim
Dr. Bernd Schlüter, Berlin
Dr. Barbara Thiessen, Landshut
Rainer Volz, Düsseldorf

Ständige Gäste:
 
OKRin Dr. Kristin Bergmann, EKD, Hannover
Dr. Insa Schöningh, Geschäftsführung der EAF, Berlin.

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Der Rat hat die Kommission beauftragt, die aktuellen sozialpolitischen, pädagogischen und infrastrukturellen Herausforderungen der Familienpolitik zu beschreiben und auf dem Hintergrund einer theologisch begründeten Reflexion Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Kirche und Diakonie mit ihren Angeboten den Wunsch vieler Menschen, verbindliche und verlässliche Partnerschaften einzugehen, unterstützen und Familien und Ehen stärken können.

Eine erste Textfassung hat die Kommission dem Rat im Juli 2011 vorgelegt; nach gründlicher Überarbeitung wurde dem Rat am 31.8. 2012 eine Neufassung vorgelegt, der der Rat nach ausführlicher Diskussion grundsätzlich zugestimmt hat. Nach einer letzten redaktionellen Bearbeitung ist eine Veröffentlichung für Januar 2013 vorgesehen.

Geschäftsführung: OKRin Cornelia Coenen-Marx
 


19. Ad-hoc-Kommission zur Sexualethik

Mitglieder:

Ministerialdirigentin Renate Augstein, Berlin
Prof. Dr. Peter Dabrock (Vorsitzender), Marburg
Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Kassel
Prof. Dr. Cornelia Helfferich, Freiburg
Prälat Ulrich Mack, Stuttgart
Sigrid Richter-Unger, Berlin
Prof. Dr. Stefanie Schardien, Hildesheim
Prof. Dr. Uwe Sielert, Kiel

Ständiger Gast:

OKRin Dr. Kristin Bergmann, Hannover

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Die Ad-hoc-Kommission zur Sexualethik hat sich in ihren ersten Sitzungen auf den soziologischen, sexualwissenschaftlichen, theologisch-ethischen, bibelwissenschaftlichen und juristischen Sachstand gebracht und die bisherigen Ausarbeitungen der EKD zur Thematik zur Kenntnis genommen.
Nachdem ein Gliederungsentwurf entwickelt worden ist, der dem Rat in einem Zwischenbericht vorgestellt wurde, ist nun die Arbeit an ersten Textentwürfen zu einigen Abschnitten aufgenommen worden.

Geschäftsführung: Vizepräsident Dr. Friedrich Hauschildt


 
20. Ad-hoc-Kommission Inklusion

Mitglieder:

Dr. Annette Scheunpflug (Vorsitzende), Erlangen
OKR Klaus Eberl (Vorsitzender), Düsseldorf
Dr. Ester Bollag, Hamburg
Barbara Brusius, Kassel
Michael Conty, Bielefeld
Dr. Silke Köser, Berlin
Mirja Küenzlen, Stuttgart
Axel Mersmann, Remscheid
Uwe Mletzko, Bremen
Stefanie Pagel, Berlin
Anja Siegesmund, Erfurt
Dr. Wolfhard Schweiker, Stuttgart
Wilfried Steinert, Templin

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Der Rat hat die Kommission im Juli 2011 einberufen und damit den Beschluss der Synode 2010 zur Inklusion behinderter Menschen in der Gemeinde aufgenommen (Beschluss Nr. 28 der 3. Tagung der 11 Synode). Allerdings lag dem Rat daran, darüber hinaus das Thema inklusive Bildung einzubeziehen, das bereits von der Kammer für Bildung und Erziehung, Kinder und Jugend in Folge der Synodalkundgebung zur Bildungsgerechtigkeit aufgenommen worden war. Vorschläge von DW, EKD und BEEB für die Besetzung, wie im Synodenbeschluss vorgesehen, wurden bei der Berufung berücksichtigt.

Die Kommission hat inzwischen fünfmal getagt und zuletzt eine Klausurtagung mit einer Anhörung von weiteren Experten aus der Wissenschaft durchgeführt. Sie plant zudem, wie vom Rat vorgeschlagen, ein Internetportal, das die unterschiedlichen Angebote in Kirche und Diakonie verknüpft, vor dem Hintergrund der grundlegenden gesellschafts- und kirchenpolitischen Reflexion Beispiele guter Praxis vorstellt und dabei den Focus auf die Arbeit der Kirchengemeinden legt. Zur Vorbereitung dieses Portals hat sich eine Untergruppe gebildet, die noch in diesem Jahr Vertreter und Vertreterinnen der Fachverbände und Inklusionsstellen in den Landeskirchen einladen wird.

Die Kommission unter Vorsitz von Prof. Scheunpflug und OKR Eberl hat drei weitere Sitzungen geplant. Die Veröffentlichung einer Denkschrift ist nach einem entsprechenden Beschluss des Rates für Sommer/ Herbst 2013 vorgesehen.


Geschäftsführung: OKRin Cornelia Coenen-Marx und OKR Matthias Otte


 
21. Ad-hoc-Kommission Arbeit mit Gemeinden anderer Sprache und Herkunft

Mitglieder:

OKRin Cordelia Kopsch (Vorsitzende), Darmstadt
LKRin Christine Busch, Düsseldorf
Solomon Ghebreweldi, Stuttgart
KR Ivo Huber, München
Prof. Dr. Werner Kahl, Hamburg und Frankfurt
Prince Ossai Okeke, Hamburg
Bahnar Trung Pham Xuan, Hermannsburg
Martina Severin-Kaiser, Hamburg
Dr. Benjamin Simon, Karlsruhe
Dr. Claudia Währisch-Oblau, Wuppertal

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Der Rat hat die Ad-hoc-Kommission in der Sitzung am 3.12.2010 berufen, um die theologische Grundlegung für die ökumenische Zusammenarbeit mit Gemeinden anderer Sprache und Herkunft zu überarbeiten. Dabei geht es um eine Neubestimmung des Verhältnisses zu christlichen Migrantinnen und Migranten unter Einbeziehung der verschiedenen kirchlichen Arbeitsfelder. In der Sitzung des Rates der EKD am 7.12.2012 wird die Kommission ihren Abschlussbericht vorlegen und darin Instrumente und Strukturen für die stärkere Beteiligung und erleichterte Mitgliedschaft von Christinnen und Christen mit Migrationshintergrund in den Gliedkirchen empfehlen.

Geschäftsführung: OKR Thorsten Leißer


 
22. Ad-hoc-Kommission für gemeindepädagogische und diakonische Berufsprofile

Mitglieder:

LKRin  Dr. Johanna Will-Armstrong (Vorsitzende), Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Westfalen, Bielefeld
Kerstin Dede, Beauftragte für gemeindepädagogische Dienste, Hannover
Prof. Dr. Erika Feldhaus-Plumin, Ev. Hochschule Berlin, Berlin
Pastor Michael Freitag, Arbeitsgemeinschaft der Ev. Jugend in Deutschland e.V., Hannover
OKR Eberhard Grüneberg, Diakonisches Werk der EKM, Halle (Saale)
Prof. Dr. Renate Kirchhoff, Evangelische Hochschule Freiburg, Freiburg
Prof. Dr. Thomas Knittel, Evangelische Hochschule Moritzburg, Moritzburg
Prof. Dr. Wolfgang Neuser, CVJM-Hochschule, Kassel
Prof. Dr. Annette Noller, Evangelische Hochschule Ludwigsburg, Ludwigsburg 
Pfarrer Dr. Werner Schwartz, Ev. Diakonissenanstalt, Speyer
Pfarrer Burkhard Weber, Evangelistenschule Johanneum, Wuppertal
Dr. Thomas Zippert, Fachhochschule der Diakonie, Bielefeld

Ständiger Gast:
OKR Prof. Dr. Michael Haese, Kirchenamt der Evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Seit 5. Mai 2011 nahm die Ad-hoc-Kommission für gemeindepädagogische und diakonische Berufsprofile ihre Arbeit auf. Ziel ist es, in einem dreijährigen Prozess eine Systematik zu erstellen für die Beschreibung und Anerkennung gemeindepädagogischer und diakonischer Berufs-, Aus- und Weiterbildungsprofile, die EKD-weit anschlussfähig ist und sich an europäischen bzw. bundesdeutschen Standards (EQR/DQR) orientiert.

Dazu arbeitet die Kommission zwischen den Sitzungen in zwei Arbeitsgruppen, die jeweils wissenschaftlich unterstützt werden. Dabei wurde deutlich, dass im Raum der EKD die beruflichen Tätigkeitsfelder, die Berufsbezeichnungen, die rechtlichen Rahmenbedingungen in den Landeskirchen, die regionalen Traditionen in der Genese der Beruflichkeiten und die Ausbildungsgänge vielfältig ausdifferenziert sind und sich weiterhin dynamisch entwickeln. 

Die „AG Berufliche Tätigkeitsfelder“ erhebt, analysiert und systematisiert, mit welchen Aufgaben Hauptamtliche in gemeindepädagogischen und diakonischen Berufsprofilen tätig werden, wie die Berufsbezeichnungen lauten und welche Kompetenzen in diesen Tätigkeitsfeldern für professionelles Handeln benötigt werden.

Die „AG Ausbildung“ erhebt, analysiert und systematisiert die Vielzahl von Ausbildungsgängen für die gemeindepädagogischen und diakonischen Berufsfelder.

Über die Klärung des Professionsbegriffs und des Kompetenzbegriffs intendiert die Kommission, sich einer Systematik anzunähern, die die Beschreibung von Beruflichkeiten  und die Definition von Anforderungen an die dafür nötige Ausbildung ermöglicht. 

Die Arbeit der Kommission wird Anfang November 2012 von einer ersten Fachtagung zum Thema „Berufe und Ausbildungs-/Studiengänge in evangelischer Kirche und Diakonie im Spiegel aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen, von Professionstheorien und Bezugswissenschaften“ begleitet und ständig mit den Konferenzen für die diakonischen und gemeindepädagogischen Berufsprofile, den Gremien der Ausbildungsstätten sowie mit EWDE und aej vernetzt.

Geschäftsführung: OKRin Birgit Sendler-Koschel
Geschäftsführung der Arbeitsgruppen: Dozent Matthias Spenn, Comenius-Institut
 

23. Ad-hoc-Arbeitsgruppe Reformationsjubiläum 2017

Mitglieder (voraussichtlich!):

Prof. Dr. Dr. mult. Christoph Markschies, Berlin
Prof. Dr. Christiane Tietz, Mainz
Prof. Dr. Rochus Leonhardt, Leipzig
Prof. Dr. Volker Leppin, Tübingen
Prof. Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann, Berlin
Präses Annette Kurschus, Bielefeldt
Dr. Gottfried W. Locher, Zürich
OKR Christoph Seele, Dresden
Bischöfin Kirsten Fehrs, Hamburg/Lübeck
Pfarrer Ulrich Kasparick, Uckermark
Uwe Michelsen, Hamburg, Rat der EKD
Dr. Christel Hausding, Stuttgart
Dr. Jens Gundlach, Hannover
Dr. Johannes Weiß, SWR

Arbeitsvorhaben/Ziele:

Die Ad-hoc-Kommission ist beauftragt, die wichtigsten Einsichten der Reformation „allgemeinverständlich“ zu formulieren. Einige zentrale Gesichtspunkte, die im Text der Ad-hoc-Kommission berücksichtigt werden sollen, hat der Rat der EKD bereits in Thesen benannt. Angelehnt an diese Thesen soll der Text der Ad-hoc-Kommission deutlich und verständlich die für die Gegenwart und Zukunft des Protestantismus relevanten Reformationsbotschaften darbieten. Der Rat erbittet einen ersten Textentwurf bis Ende 2013.

Geschäftsführung: OKRin PD Dr. Anne Käfer