5. Tagung der 11. Synode der EKD

Timmendorfer Strand, 1. bis 7. November 2012

Der vollständige Synoden-Podcast

  • domradio: Interview mit Nikolaus Schneider. "Wir haben mehr gemeinsam als Unterschiede"
    07. November 2012, 17:41h
    Das Gedenken an Luthers Thesenanschlag richte sich nicht gegen andere Konfessionen, betont Präses Schneider. "Wir hoffen sehr, dass die römisch-katholische Schwesterkirche sich einladen lässt, auch dieser Umkehr zu Christus zu gedenken." Der EKD-Ratsvorsitzende bilanziert die ersten Beratungen zum Reformationsjubiläum 2017.
  • Grußwort der Weltgemeinschaft reformiert er Kirchen
    07. November 2012, 12:21h
    Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen wird ihren Sitz von Genf nach Hannover verlegen. Das teilte der Generalsekretär der konfessionellen Weltorganisation, Setri Nyomi, am Montag in seinem englischsprachigen Grußwort der Synode der EKD in Timmendorfer Strand mit.
  • Morgenandacht mit Christiane Nolting
    07. November 2012, 09:52h
    „Ich will mich rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne“, schrieb Paulus im 2. Kor.12,9. Diese Losung erinnerte Superintendentin Christiane Nolting während der Vorbereitung ihrer Morgenandacht an eine Begegnung in Kanada. Dort traf sie einen Buchautor, der über den Missbrauch von indianischen Kindern geschrieben hatte.
  • Grußwort der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland
    06. November 2012, 18:41h
    Das Grußwort der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland überbrachte Erzpriester Constantin Miron im Namen von Metropolit Augoustinos. „All unser österliches, all unser weihnachtliches, alles Feiern, ja das Kirche sein selbst ist auf Christus hin ausgerichtet.“ Dies sei auch mit Blick auf das Reformationsjubiläum 2017 die interessanteste Perspektive.
  • Bericht des Haushaltsausschusses
    06. November 2012, 17:57h
    Friedrich Vogelbusch, Vorsitzender des Haushaltsausschusses der EKD, unterstrich, dass die aktuelle Lage zu einem grundlegenden Wandel herausfordere. Ein Wandel, der durch das neue kirchliche Rechnungswesen ab 2013 unterstützt werden solle. Die Synode der EKD habe in diesem Jahr ihren ersten „kirchlich-doppischen Haushalt“ beraten. Dies, so Vogelbusch abschließend, sei ein „historischer Moment“.
  • Einbringung des Haushaltsgesetzes
    06. November 2012, 17:37h
    In der gesamten evangelischen Kirche findet seit fast einem Jahrzehnt ein Reformprozess statt, der nahezu alle Bereiche des kirchlichen Handelns betrifft. Teil dieses Prozesses war und ist auch die Entwicklung eines neuen kirchlichen Finanzmanagements. Dabei geht es darum, die bislang rein zahlungsorientierte Darstellung der Haushalte auf der Basis des kameralen Systems durch ein ressourcenorientiertes Finanzmanagement zu ersetzen. Inhalte und Ziele sollen stärker in den Vordergrund rücken.
  • Morgenandacht mit Norman Rentrop
    06. November 2012, 09:49h
    Norman Rentrop spürt in seiner Morgenandacht in sich nach, wer ihm von Gott erzählt und wann er gehört habe. Dieses Erzählen passiere sehr oft auch über Medien wie das Fernsehen. Neun Stunden nutze der Deutsche Medien am Tag. „Mit seinen Kindern verbringt der deutsche Vater hingegen nur gut zwei Stunden, die Mutter fünf“, schildert Rentrop. „Im Alten Testament lesen wir die Mahnung Gottes an sein Volk, die Geschichte Gottes mit seinem Volk lebendig zu halten.“
  • Reformationsjubiläum - Schlaglichter auf 2017: Walter Altmann
    05. November 2012, 18:14h
    „Es geht um das Bemühen um die Einheit, bei zunehmender, religiöser Zersplitterung und Wettbewerb, gleich einem globalen Markt.“ Walter Altmann, Vorsitzender des ÖRK-Zentralausschusses, betont die Bedeutung des Reformationsjubiläums 2017. Luthers Anschlag der 95 Thesen sei ein kraftvolles Symbol für ein Geschehen und einen historischen Prozess der theologischen Wiederentdeckung der herrlichen Gnade Gottes. „Es war ein wahrhaft befreiendes Ereignis. Und die wiedergefundene Botschaft ist es noch heute!“
  • Reformationsjubiläum - Schlaglichter auf 2017: Leslie Nathaniel
    05. November 2012, 18:01h
    Einen geschichtlichen Abriss über die Reformation in England berichtet Leslie Nathniel von der Church of England. Seitdem habe sich eine Vielzahl von regen Beziehungen zwischen Diözesen, Gemeinden, Jugendkreisen zu deutschen Partnern auf allen Ebenen entwickelt. „Wir werden durch die Meissenkommission weiterhin nach den verschiedensten Möglichkeiten der gemeinsamen Wahrnehmung und des Feierns des Reformationsjubiläums Ausschau halten.“
  • Reformationsjubiläum - Schlaglichter auf 2017: Steve Kennedy Henkel
    05. November 2012, 17:31h
    Steve Kennedy Henkel ist Mitglied des Vorbereitungsausschusses zum Schwerpunktthema und Jugenddelegierter in der EKD-Synode. Er wirft in seinem „Schlaglicht auf 2017“ ein Augenmerk auf die mediale Verbreitung des Reformation und vergleicht sie mit den heutigen Möglichkeiten. „Uns als Protestanten ist in die Wiege gelegt, das Evangelium mit den Mitteln der Zeit weiterzugeben. Ich denke, da ist noch Spielraum nach oben.“
  • Reformationsjubiläum - Schlaglichter auf 2017: Peter Schmid
    05. November 2012, 17:31h
    Mit viel Humor wirft Peter Schmid, der Vizeratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, sein „Schlaglicht auf 2017“. „Der Umgang mit Vielfalt und Differenz in unserer Gesellschaft ist die Herausforderung für 2017.“ Die Reformation sei ein Werk herausragender Persönlichkeiten, sagte Schmid, die alle lebten und wirkten geprägt von ihrer Vorgeschichte.
  • Grußwort
    05. November 2012, 16:49h
    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Kanzlerin sprach am Montag, 5. November 2012, ein Grußwort und wohnte zwei Vorträgen zum Schwerpunktthema „Am Anfang war das Wort - Perspektiven für das Reformationsjubiläum“ bei.
  • Grundsatzreferat
    05. November 2012, 12:46h
    Thomas Wipf, Präsident a.D. der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)
  • Grußwort
    05. November 2012, 12:46h
    Von seiner gespalten scheinenden Vorfreude auf das Reformationsjubiläum berichtet Erzbischof Werner Thissen in seinem Grußwort der Deutschen Bischofskonferenz. Er betont, dass Luther nachweislich nicht die Spaltung der Kirche beabsichtigt hat. Thissen unterstütze einen Versöhnungsprozess im Kontaktkreis zwischen Bischofskonferenz und Evangelischer Kirche in Deutschland. „Das könnte ein wichtiges Zeugnis sein gegenüber den oft so oberflächlichen Entschuldigungsmechanismen unserer Zeit.“
  • Einbringung des Kundgebungsentwurfes zum Schwerpunktthema
    05. November 2012, 12:46h
    Der Hamburger Propst Horst Gorski hat am heutigen Montag vor der Synode in Timmendorfer Strand den Kundgebungsentwurf für das diesjährige Schwerpunktthema eingebracht. Der Entwurf der Kundgebung trägt den Titel: „Am Anfang war das Wort“ - Perspektiven für das Reformationsjubiläum 2017“.
  • Grußwort Werner Thissen
    05. November 2012, 12:03h
    Von seiner gespalten scheinenden Vorfreude auf das Reformationsjubiläum berichtet Erzbischof Werner Thissen in seinem Grußwort der Deutschen Bischofskonferenz. Er betont, dass Luther nachweislich nicht die Spaltung der Kirche beabsichtigt hat. Thissen unterstütze einen Versöhnungsprozess im Kontaktkreis zwischen Bischofskonferenz und Evangelischer Kirche in Deutschland. „Das könnte ein wichtiges Zeugnis sein gegenüber den oft so oberflächlichen Entschuldigungsmechanismen unserer Zeit.“
  • Bibelarbeit mit Margot Käßmann
    05. November 2012, 12:02h
    „Zweifel kommt doch immer wieder daher, dass es gar nicht so leicht ist, Gott in der Geschichte dieses Jesus von Nazareth zu sehen“, sagt Margot Käßmann in ihrer Bibelarbeit am zweiten Tag der EKD-Synode in Timmendorfer Strand. Frauen könnten die besseren Religionsvertreter sein als Männer. „Weil Schwäche für sie weniger Makel ist. Ein Neugeborenes ist Gott? Für eine Frau mit der überbordenden Liebe zum Neugeborenen nachvollziehbar.“
  • Das Weltcafé: Einfache und wirkungsvolle Methode - sinnvolle und effektive Gesprächsführung
    04. November 2012, 20:50h
    Nachdem der Versuch bei der vorigen EKD-Synode erfolgreich verlief, diskutieren auch dieses Jahr in Timmendorfer Strand die mehr als 120 Synodale im „Welt-Café“. Die Diskussionsgrundlage dieses Mal: „Zwischen Gottvergessenheit und Sinnsuche: Welches unerschrockene Wort brauchen wir heute?“ Die Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckardt, erklärt das „Welt-Café“, mit dem die EKD-Synode Anregungen und Ziele auf eine einfache und wirkungsvolle Methode erarbeiten soll. Das Verfahren ermögliche den Synodalen eine sinnvolle und effektive Gesprächsführung miteinander, sagt Göring-Eckardt.
  • Präsidiumsbericht
    04. November 2012, 18:14h
    „Wir sind erschüttert über das Versagen der Behörden und sind als evangelische Christinnen und Christen umso mehr gefordert, Nächstenliebe und Fremdenfreundlichkeit im gesellschaftlichen Diskurs sowohl einzufordern als auch selbst vorzuleben“, sagte die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Katrin Göring-Eckardt, in ihrem Präsidiumsbericht. Die Gesellschaft habe seit der Aufdeckung der NSU-Mordserie im vergangenen November verstanden, dass der neue Rechtsextremismus mit seinen kriminellen Auswüchsen keinesfalls bagatellisiert werden dürfe.
  • Predigt über Johannes 1,1 im Eröffnungsgottesdienste der Synode
    04. November 2012, 16:17h
    Mit einem festlichen Gottesdienst wurde die 5. Tagung der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Dom zu Lübeck eröffnet. Der Leitende Geistliche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Bischof Gerhard Ulrich (Schleswig), legte seiner Predigt den Beginn des Johannesevangeliums zugrunde: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“

    „Reformation stellt Kirche wieder auf ihren Anfang - und stellt sie hinein in die Welt. Wir müssen uns immer wieder vergewissern, wie nah unser Reden und Tun dem Fleisch gewordenen Wort Gottes ist.“ Das sagte der Leitende Geistliche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Bischof Gerhard Ulrich (Schleswig), beim Eröffnungsgottesdienst der EKD-Synode im Dom zu Lübeck. Er bezog sich damit auf das Reformationsjubiläum 2017, das Schwerpunktthema der Synode in Timmendorfer Strand.
  • Ratsbericht
    04. November 2012, 15:58h
    Gottvergessenheit?

    „Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude: Zeitfragen und Zeitansagen“ - damit betitelt der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, den Ratsbericht. Ein Schwerpunkt des Berichts ist der gegenwärtige Zustand des Gottesglaubens. „Untersuchungen zeigen: Es gibt eine Unkenntnis Gottes in zweiter und dritter Generation“, erklärt Schneider. „Gott, Glaube, Kirche sind Teil einer Fremdsprache, mit der manche Menschen genauso viel anfangen können wie mit Mandarin oder Kisuaheli.“
    Atheismus

    „Ein Abdrängen der Religion ins Private kann zur Konsequenz haben, dass die aggressiven und fundamentalistischen Fehlformen von Religionen in Hinterhöfen und Parallelgesellschaften entstehen oder gepflegt werden“, warnt Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Zusammen mit jüdischen und muslimischen Gläubigen trete die EKD ein für das Recht auf positive, sichtbare Religionsausübung in der Gesellschaft. In Zusammenhang damit äußert sich Schneider auch zur Diskussion um religiös begründete Beschneidung: „Es wäre fatal, wenn Deutschland das einzige Land der Welt wäre, dass Beschneidung rechtlich in Frage stellen würde.“
    Ökumene

    „Weil heute die meisten Christenmenschen ihre konfessionelle Bindung nicht mehr für heilsentscheidend halten, leiden viele Menschen - gerade auch in unserem Land - unter der Trennung der Kirchen“. Das sagt Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, und beschreibt in seinem Ratsbericht die ökumenische Gemeinschaft mit der römisch-katholischen Schwesterkirche. „Für die römisch-katholischen Geschwister ist die in Reformation und Gegenreformation verloren gegangene Einheit der westlichen Kirche kein Grund zum Feiern, sondern ein auch mit Kummer zu bedenkendes ‚Datum‘“.
  • Grußwort
    04. November 2012, 15:58h
    Der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, blickt auf die jüngere Geschichte seiner selbstständigen Laienbewegung zurück. Vor zwei Jahren hätten verschiedene Erschütterungen der katholischen Kirche Verkrustungen aufgebrochen. Viele Themen würden seitdem angstfrei diskutiert. „Wahrscheinlich sind die nächsten Jahre für die folgenden Jahrzehnte der katholischen Kirche prägend - vor allem positiv und mit neuem Elan.“ Das betreffe vor allem die Ökumene. Sie müsse sich auf die Ängste und Sorgen der Menschen einlassen.
  • Grußwort
    04. November 2012, 15:57h
    Die Bürgermeisterin der Gemeinde Timmendorfer Strand, Hatice Kara, ist die erste muslimische Bürgermeisterin, die ein Grußwort an die EKD richtet. Kara, die sich selbst liberale Muslima nennt, berichtet mit viel Humor von den Reaktionen auf ihre Wahl im Juli dieses Jahres. „Mehr Kara ist gleich weniger Sarrazin“ habe beispielweise der evangelische Pastor hier im Ort in einer Tageszeitung geschrieben, erzählt Kara und hofft auf weitere Besuche der Synode in der Lübecker Bucht: „Ich freue mich auf das Grußwort 2022!“
  • Grußwort
    04. November 2012, 15:57h
    Als Wurzelwerk der evangelischen Kirche bezeichnet der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, das Engagement ihrer Gläubigen. „Sie als Kirche sind nah bei den Menschen und haben einen hervorragenden Einblick in die Gesellschaft. Deshalb ist Kirche ein wertvoller Mitstreiter im Ringen um eine besseren Gesellschaft.“ Deshalb sei die Kirche aufgefordert, konstruktiv lautstark Politik und Staat ihre Erfahrung und Meinung mitzuteilen, erklärt Albig. „Sagen Sie uns, was wir besser wissen sollten!“
  • Impuls: Reformation und Emanzipation
    03. November 2012, 18:48h
    Auf der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) hat Professor Dr. Bernd Oberdorfer, Ordinarius für Systematische Theologie an der Universität Augsburg, auf die historischen Lernprozesse der lutherischen Kirchen für die Durchsetzung des modernen Freiheitsbegriffs hingewiesen. „Martin Luther ging es um die Freiheit. Aber ging es ihm auch um Emanzipation?“ Der Weg vom reformatorischen zum gegenwärtigen Freiheitsbegriff sei ein vielschichtiger Prozess gewesen.
  • Impuls: Reformation und Tradition
    03. November 2012, 18:48h
    Der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch (Rom), hat auf der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) die Gemeinsamkeiten der evangelischen und katholischen Kirche im Sinne der apostolischen Tradition betont. „Bei der Ökumenischen Bewegung geht es insofern um nichts weniger als um das - freilich arg verspätete - Gelingen der Reformation im Sinne einer evangelischen Erneuerung der universalen Kirche.“
  • Impuls: Reformation und Inkulturation
    03. November 2012, 18:13h
    Der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfarrer Martin Junge (Genf), hat auf der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) den weltweiten Bezug des Reformationsjubiläums 2017 aufgezeigt. „Die lutherische Reformation ist mittlerweile eine Weltbürgerin geworden.“ Nach ihrer Auswanderung aus den historischen Zentren in Deutschland sei nun zu beobachten, wie sie wieder einwandere „und wie das, was anderswo neu gelernt wird, den theologischen und praktischen Diskurs der Kirchen der Reformation heute prägt und bereichert“.