6. Tagung der 11. Synode der EKD, Düsseldorf, 7. bis 13. November 2013

Weitere Berichte

Bericht des Vorsitzenden des Ratswahlausschusses der EKD

Direktor Dr. h.c. Peter Bukowski

11. November 2013

Peter Bukowski

Sehr geehrtes Präsidium,
liebe Schwestern und Brüder der Kirchenkonferenz und der Synode!

Zuletzt stand ich in dieser Funktion auf der Synode 2010 vor Ihnen - es ging um die Nachwahl für Frau Prof. Dr. Dr. h.c. Käßmann und um die Besetzung des noch aus der Ratswahl aus dem Jahr 2009 frei gebliebenen Platzes im Rat. Damals endete mein Bericht mit den Worten: „Die gemeinsame Arbeit hat uns Freude gemacht; aber erlauben Sie mir die Bemerkung: Wir wären dankbar, bis zum Ende dieser Synodalperiode auf weitere gemeinsame Freuden - zumindest als Ratswahlausschuss - verzichten zu können.“

Wie Sie den Tagungsunterlagen entnommen haben, ist es anders gekommen. Im Sommer dieses Jahres hatten wir unsere Arbeit wieder aufzunehmen.

Herr Landesbischof a.D. Dr. Johannes Friedrich hat dem Präsidium seinen Rücktritt mitgeteilt, um der Synode und der Kirchenkonferenz die Möglichkeit zu geben, einen oder eine leitende(n) Geistliche(n) in der Rat zu wählen, der/die in der kommenden Synode im Falle einer Wiederwahl für Kontinuität sorgen könnte. Denn aus Altersgründen wird keiner der gegenwärtig im Rat befindlichen leitenden Geistlichen in den nächsten Rat gewählt werden.

Frau Professorin Dr. Christiane Tietz ist aus dem Rat ausgeschieden, da sie einen Ruf an die Theologische Fakultät der Universität Zürich angenommen hat, wo sie seit diesem Wintersemester ihre Lehr- und Forschungstätigkeit wahrnimmt.

Nach einer ersten ausführlichen Beratungsrunde erschien es unserem Ausschuss angeraten, für die Nachwahl an dem Profil festzuhalten, mit dem die ausscheidenden Ratsmitglieder in den Rat gewählt wurden. Natürlich hat eine Synode mit ihrem Wählen einer künftigen nichts vorzuschreiben. Wohl aber ist es klug, sachdienliches Wählen für die Zukunft zu ermöglichen. Deshalb schien es uns geraten, nach einem oder einer leitenden Geistlichen der jüngeren Generation Ausschau zu halten. Ebenso halten wir eine Stärkung der wissenschaftlich-theologischen Sachkompetenz im Rat auch weiterhin für geboten. Also galt es nach einem oder einer ausgewiesenen wissenschaftlichen Lehrenden der Theologie zu suchen.

Über die Kompetenzprofile hinaus haben wir bei der Suche nach geeigneten Personen natürlich auch für diese Nachwahl Gesichtspunkte berücksichtigt, die durch die Grundordnung der EKD oder durch frühere Synodenbeschlüsse vorgegeben sind. Ich habe diese mehrfach ausführlich dargestellt und erinnere jetzt nur noch einmal an die „bekenntnismäßige und landschaftliche Gliederung der EKD“ (Grundordnung Art. 30) sowie an die Synoden-beschlüsse von Bad Krozingen (40%iger Frauenanteil).

Wir sind dankbar und glücklich Ihnen mit Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm und Prof. Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt einen Vorschlag unterbreiten zu können, der den genannten Profilen und Kriterien entspricht, vor allem aber Persönlichkeiten benennt, die uns in hervorragender Weise als geeignet erscheinen, die Arbeit der Rates mit ihrer Kompetenz zu bereichern.

Auch bei dieser zweiten Nachwahl innerhalb der laufenden Synodenperiode haben wir uns für eine Wahl und nicht für eine Auswahl entschieden. Rechtlich machen wir uns zunutze, dass die einschlägige Aussage des § 21 der Geschäftsordnung der Synode der EKD eine Soll−Bestimmung ist, und wählen damit einen Weg, der auch bei früheren Nachwahlen des Öfteren beschritten worden ist. Die Alternative hätte darin bestanden, Ihnen vier Kandidaten vorzuschlagen. Einmal vorausgesetzt es wäre uns gelungen, passend zu den ins Auge gefassten Kompetenzprofilen und in Übereinstimmung mit den Kriterien vier gleichrangige Kandidatinnen zu finden, hätten angesichts des Zweidrittelquorums erneut viele Wahlgänge nötig sein können, was sich bei einer so kleinen Zahl von zu Wählenden und angesichts der vergleichsweise kurzen verbleibenden Amtszeit in besonderer Weise belastend und beschädigend hätte auswirken können.

Dass der Ratswahlausschuss das Für und Wider gründlich erwogen hat, mögen Sie daraus ersehen, dass wir uns zur Erarbeitung dieses Vorschlages mehrfach getroffen sowie Telefonkonferenzen abgehalten haben. Der von Kirchenkonferenz und Synode einstimmig berufene Ratswahlausschuss hat seine Entscheidung für diesen Zweiervorschlag ohne Gegenstimmen getroffen; das ermutigt uns, Sie um Ihr Ja zu den Vorgeschlagenen zu bitten.

Ich danke Herrn Landesbischof Prof. Dr. Bedford-Strohm und Frau Prof. Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt für ihre Bereitschaft zur Kandidatur.

Ich danke Herrn Präsidenten Dr. Hans Ulrich Anke, der die Arbeit des Ratswahlausschusses unterstützt und gefördert hat. Und ich bedanke mich einmal mehr bei den Mitgliedern des Ratswahlausschusses, namentlich bei der stellvertretenden Vorsitzenden Frau Oberkirchenrätin Barbara Bauer für die konstruktive und erfreuliche Zusammenarbeit.

Und: Belehrt von der besonderen Dynamik gerade dieser Synode in Sachen Ratswahl, verzichte ich diesmal vorsichtshalber auf eine Schlussbemerkung.


Dr. h.c. Peter Bukowski
Vorsitzender des Ratswahlausschusses



erweiterte Suche

 

Das könnte Sie auch interessieren...



Nützliches

Verbundene Tagungen