3. Tagung der 12. Synode der EKD, 6. bis 9. November 2016 in Magdeburg

Mündlicher Bericht des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) gGmbH mit dem Hansischen Druck- und Verlagshaus (HDV) GmbH

Direktor Jörg Bollmann

07. November 2016

Es gilt das gesprochene Wort

Verehrtes Präsidium, hohe Synode,

"der Glaube ist meine Grundfeste, der absolute Stabilisator in meinem Leben – meine Reißleine und meine Leitlinie, unendlich wichtig." Sagt einer, der Gehör findet in der Öffentlichkeit. Sagt einer, der viel über Fußball redet, einiges auch über sich preisgibt, aber selten so tief in seine Seele blicken lässt. Sagt einer, der für viele, auch junge Leute, in unserem Land ein Sympathieträger ist. Sagt Jürgen Klopp, 49 Jahre alt, von Beruf Fußballtrainer, zurzeit in Diensten des FC Liverpool. Jürgen Klopp spricht in aller Öffentlichkeit über seinen Glauben, lacht uns vom Cover des chrismon spezial als Reformationsbotschafter zu, hat sich filmen lassen vom Filmemacher David Kadel. Veröffentlicht und weit mehr als 100.000-mal geklickt wurde auf bild.de, Facebook, bundesliga-bild.de, auf welt.de, focus.de und andere. Jürgen Klopp steht als einer der mehr als 20 prominenten Persönlichkeiten im Jubiläumsjahr als ehrenamtlicher Reformationsbotschafter ein für die Bedeutung seines Glaubens.

(Video: Reformationsbotschafter Jürgen Klopp, 03:56)

Das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik organisiert und realisiert die sogenannte Reformationsbotschafterkampagne. Mit dem ersten Ziel, mit Hilfe der Landeskirchen und der EKD möglichst viele prominente Persönlichkeiten dafür zu gewinnen, an unserer Seite als Reformationsbotschafter öffentlich zu wirken. Im Kampagnenbüro im GEP laufen die Fäden zusammen, wir achten darauf, dass wir abgestimmt anfragen, also auf jeden Fall Doppelanfragen vermeiden, wir betreuen die Prominenten, wenn sie zugesagt haben – je nach Bedarf, mal sehr intensiv, mal weniger. Im Zusammenspiel mit den Medienkompetenzen im GEP bringen wir die Prominenten nun an die Öffentlichkeit. Es hilft uns bereits bei der Anfrage enorm, dass wir mit unseren eigenen Medienmarken trumpfen können. Prominente wie Jürgen Klopp, Gundula Gause oder Frauke Ludowig, auch natürlich die prominenten Mitglieder des Bundestags Wolfgang Schäuble, Sigmar Gabriel, Katrin Göring-Eckardt und Bodo Ramelow wissen, welche Reichweitenkraft chrismon mobilisiert. 1,3 Millionen Leserinnen und Leser beschäftigen sich jeden Monat mit dem evangelischen Magazin – mehr als je zuvor in der Geschichte von chrismon. Die Allensbacher Werbeträgeranalyse (AWA) hat wie jedes Jahr die Reichweiten fast aller Printtitel in Deutschland ermittelt und chrismon als einen der wenigen Gewinner ausgemacht. Nach dem vom Medienportal "Meedia" veröffentlichten Ranking belegt das evangelische Magazin damit in der Liste der Top-Ten-Aufsteiger nach Reichweite Platz vier hinter dem Lifestyle-Magazin "Landlust" dem Genussmagazin "Mit Liebe" und dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Und die Abo-Titel von chrismon plus finden noch einmal bei knapp 23.000 Beziehern Interesse und das, obwohl chrismon ja auch kostenlos nutzbar ist – als Beilage unter anderem in den Qualitätszeitungen Die Zeit, Süddeutsche, FAZ, Welt am Sonntag, Dresdner Neueste Nachrichten, Leipziger Volkszeitung, Märkische Allgemeine. Menschen, die wie Klopp, Gause, Schäuble jeden Tag in der Öffentlichkeit stehen, wissen den Wert solcher Zahlen einzuschätzen. Und sie wissen, dass ein chrismon spezial, das nicht wie chrismon mit 1,6 Millionen, sondern mit 6,7 Millionen Auflage erscheint, eine weitreichende Wirkung erzielen kann. Erst recht, wenn wie erstmals in diesem Jahr das chrismon spezial aufgesplittet ist in fünf Regionalausgaben und dazu noch sichergestellt wurde, dass jede evangelische Gemeinde in Deutschland mindestens 20 Produkte frei Haus erhält.

Das alles beeindruckt, das alles trägt dazu bei, dass uns Prominente für die Botschafterkampagne zusagen. Und dennoch: Damit haben wir die Texte und Videos mit unseren ehrenamtlichen Botschafterinnen und Botschaftern noch nicht auf die reichweitenstarken Plattformen wie bild.de oder focus.de transportiert. Das ist aber gelungen! Wie weitreichend die Wirkung sein kann, davon haben wir in den vergangenen Tagen und Wochen einen Eindruck bekommen: Jürgen Klopps Bekenntnis zu seinem Glauben fand sogar in einem Unterhaltungsmagazin wie der Bunten Platz und Erwähnung. Mit Bild und Meldung. Damit erreichen wir Lesergruppen, die für uns üblicherweise völlig unerreichbar sind.

Um das strukturell zu gewährleisten, benötigen wir die Vernetzung zu den säkularen Medien. Zum Beispiel mit chrismon, das in den Verlags- und Medienhäusern generell sehr hoch geschätzt wird. Mit der Nachrichtenagentur epd, die von Kunden in Print, Funk, Fernsehen und Online bezogen und für ihre täglichen Leistungen bezahlt wird. epd ist wegen der gelieferten Qualität als zuverlässige Agentur hochanerkannt und wird – nur deshalb! – von allen überregionalen Qualitätszeitungen, zwei Drittel der regionalen und lokalen Zeitungen, von allen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten inklusive ZDF heute und Tagesschau bezogen. epd bietet seit diesem Jahr mit epd kompakt ein neues Produkt – extra zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Online-Produkte unserer Kunden. Um es mal ganz persönlich zu sagen: Es ist einfach schön, mit einer epd-Meldung als Aufmacher in den Deutschlandfunk-Nachrichten geweckt zu werden. Das exklusive epd-Interview mit dem scheidenden Bundespräsidenten Gauck ist von sehr vielen Printtiteln, TV- und Hörfunknachrichten genutzt und verbreitet worden. Ein Vertrauensbeweis in die epd-Leistungen, die wir auch im Verkauf und Vertrieb wahrnehmen. epd ist ein Teil der Vernetzung, die wir für die evangelische Kirche in die Medienlandschaft hinein gewährleisten.

Die Qualität unserer Medienprodukte und -dienstleistungen bringt uns die Anerkennung in der Medienlandschaft, die wir für die Vernetzung benötigen. Wir werden als professionelle Partner bewertet. Übrigens auch online, auch mit evangelisch.de, das – nur zum Beispiel – den von der Rundfunkarbeit des Medienbeauftragten in Kooperation mit dem Hessischen Rundfunk jährlich veranstalteten Tag des Onlinejournalismus unterstützt. Dafür bekommen wir jährlich eine wachsende Zahl von Anmeldungen. So viele Anmeldungen, dass wir nicht mehr allen zusagen können. Oder der Evangelische Medienkongress, den wir beim NDR unter Federführung des Medienbeauftragten mit dem Team der Abteilung Rundfunkarbeit im GEP vorbereitet, veranstaltet und in Verbindung gesetzt haben mit der Verleihung des evangelischen Medienpreises, dem Robert Geisendörfer Preis. Das waren Veranstaltungen vor einigen Wochen, die so viel Zulauf hatten, dass wir gerade noch genügend Plätze anbieten konnten. Es waren Veranstaltungen, für die wir hochkarätige Referentinnen und Referenten gewinnen konnten, für die wir von allen Seiten sehr viel Lob und Anerkennung bekommen haben. Solche Veranstaltungen wiederum können wir nur realisieren, weil wir mit unserer täglichen Arbeit Kompetenz aufgebaut haben und jeden Tag nachweisen. Darum wird uns Medienkompetenz zugewiesen, die wir dann wiederum nutzen können, das Klopp-Video auf säkularen Webseiten wie bild.de unterzubringen. Denn die Partner in den Verlagen und Medienhäusern wissen: Es lohnt sich, ein von unserem Haus unterbreitetes Angebot mindestens zu prüfen. Weil wir mit chrismon, epd, Rundfunkarbeit, evangelisch.de und den anderen Produkten und Dienstleistungen sendefähige Qualität produzieren und liefern – in Text, Bild, Grafik und Bewegtbild, inklusive der Bearbeitungs- und Schnittqualität. Wofür übrigens auch unsere Partner in den landeskirchlichen Medien- und Verlagshäusern stehen. Oder die Evangelische Verlagsanstalt in Leipzig, die EVA, die das GEP als Gesellschafter zusammen mit der sächsischen Landeskirche trägt und an die wir die komplette Buchproduktion der edition chrismon übertragen haben. Qualität: Dafür steht auch die 100-prozentige GEP‑Tochterfirma Matthias-Film, die Bewegtbildmaterial an die Schulen für den Unterricht liefert. Oder im Bereich Filmproduktion die EIKON, getragen von Landeskirchen, unterstützt aus dem EKD-Haushalt und mit einem Sitz im Verwaltungsrat auch vom GEP begleitet. Qualität: Haben wir bekommen vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen, unserem Dienstleister für die Videos der Reformationsbotschafter.

Daraus ergibt sich unter dem Strich: Evangelische Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, evangelische Publizistik ist in all ihren Ausprägungen fit to print, fit to present.

(Video: Reformationsbotschafter Gundula Gause, Nico Hofmann, Eckart von Hirschhausen, Frauke Ludowig, 01:19)

Zu unseren Aktivitäten mit den Prominenten gehört im Übrigen auch die Produktion eines ‑ wie ich finde – wunderbar gelungenen Buches. In Kooperation von Aufbau Verlag und Evangelischer Verlagsanstalt in Leipzig ist es entstanden, herausgegeben von Heinrich Bedford-Strohm und Margot Käßmann, Titel: "Die Welt verändern". Der Ratsvorsitzende und die Reformationsbotschafterin interviewen Persönlichkeiten wie Jakob Augstein, Mouhanad Khorchide und Dunja Hayali. Sie fragen unter anderem danach, was uns der Glaube heute zu sagen hat. Ich empfehle Ihnen das Buch, das am GEP-Stand ausliegt. Apropos Dunja Hayali: Die Jury des Geisendörfer Preises hat ihr den Sonderpreis zuerkannt, für, so begründet die Jury unter anderem, die Beharrlichkeit, mit der sie ihre eigene öffentliche Person in den Dienst einer offenen, nie teilnahmslosen Gesprächskultur stellt. Dunja Hayali war beeindruckt: Vom Evangelischen Medienkongress, bei dem Sie auf dem Podium zum Thema Hate Speech und Shitstorm im Internet teilgenommen hatte – in der Diskussion mit der stellvertretenden Regierungssprecherin Ulrike Demmer, der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, mit dem Medienanwalt, der unter anderem Jan Böhmermann vertritt, Christian Schertz, und dem Teammitglied im Wort zum Sonntag, Annette Behnken. Dunja Hayali war beeindruckt: Von der Qualität der Debatte auf dem evangelischen Medienkongress, von der evangelischen Medienarbeit insgesamt und dann auch von der Verleihung des Geisendörfer-Preises mit der Laudatio von Georg Mascolo, dem Leiter des Rechercheverbundes von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Wie beeindruckt sie war, hat sie dann am Morgen nach der Preisverleihung in ihrer eigenen Sendung, dem ZDF Morgenmagazin, sehr persönlich zum Ausdruck gebracht.

(Video: ZDF Morgenmagazin mit Dunja Hayali vom 13. Oktober 2016, 01:19)

So kann die im GEP und vom GEP organisierte Vernetzungsarbeit wirken, nach außen – und nach innen. Vernetzt mit den Pressesprechern und Öffentlichkeitsarbeitern der Landeskirchen, auch durch die regelmäßige Informationsversorgung über die Relaisstation Öffentlichkeitsarbeit. Vernetzt mit den Reformationsbotschafterinnen und -botschaftern der Landeskirchen. Mit der Konferenz der Internetbeauftragten durch evangelisch.de. Mit den landeskirchlichen Verlags- und Medienhäusern über den Evangelischen Medienverband in Deutschland. Dem auch die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Rundfunkproduzenten angehört, die mit ihren Häusern wiederum fast alle Privatrundfunksender in Deutschland erreicht. Und natürlich dafür gesorgt hat, dass die Videos als Audio-O-Töne in den Radio-Sendungen von ffh, ffn, Antenne, rpr und wie sie alle heißen, zu hören sind. Wir erreichen mit dieser Arbeit täglich, wöchentlich, monatlich Millionen von Menschen. Wir sprechen auch diejenigen an, die nicht selbstverständlich in die Kirche gehen, die nur noch lose Bindung zu ihrem Glauben haben, die immer häufiger vor der Frage stehen, ob sie der Kirche treu bleiben wollen. Mit diesen Menschen in Kontakt und im Dialog zu bleiben, gehört zu unseren Aufgaben, für die uns nun gerade die Prominenten der Botschafterkampagne unterstützen. Es sind Bekenntnisse zur Relevanz ihres Glaubens anlässlich des Reformationsjubiläums, in verständlicher Sprache gerichtet auch an diejenigen, denen die Relevanz des Glaubens verloren zu gehen droht. Vermittelt übrigens auch in den sozialen Medien: Das Klopp-Video hatte auf dem Facebook-Auftritt von bundesliga-bild.de mehrere 100.000 Aufrufe und ist mehrere hundertmal geteilt worden! Mit der Distribution in den sozialen Medien, die wir wiederum mit evangelisch.de realisieren, öffnen wir Kanäle auch zu jüngeren Zielgruppen. Ich sage an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die prominenten Frauen und Männer, die sich an unsere Seite gestellt haben mit ihrem öffentlichen Bekenntnis zu ihrem Glauben. Das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit und deshalb mein öffentliches herzliches Dankeschön!

Ein kleiner Ausflug ins Digitale, ein kleiner Ausflug zu unserem Ziel, junge Zielgruppen anzusprechen. Was mache ich, wenn ich mein Abitur in der Tasche habe, aber noch nicht weiß, was ich studieren soll, ob ich überhaupt studieren soll. Ich leiste ein Freiwilliges Soziales Jahr. Wo denn? Da können wir mal nachschauen auf "ein-jahr-freiwillig.de", der evangelischen Freiwilligenbörse. Da haben inzwischen alle evangelischen Träger die Stellen eingestellt, die sie anbieten für junge Leute, die sich für den sozialen Dienst melden. Die Freiwilligenbörse kommt an, kommt gut an und fällt auf. Der Best of Content of Marketing Award in Silber ging in diesem Jahr an die Webseite – eine schöne Anerkennung für unsere Arbeit in diesem Bereich.

Aufbau, Realisierung und Betrieb der zahlreichen von uns betreuten Online-Seiten gelingt uns mithilfe der im Haus vorhandenen Online-Kompetenz, die wir seit dem Launch von evangelisch.de 2009 sukzessive aufbauen konnten. Und die uns zum Beispiel auch dabei hilft, zusammen mit der katholischen Kirche christliche Formate mit zu entwickeln für das von ARD und ZDF jetzt gestartete "Junge Angebot". Unter dem Namen funk laufen die Formate online – und wir sind dabei, übrigens in enger Zusammenarbeit mit Brot für die Welt. Mit dem Format "frei-willig-weg", für das wir einen der coolen YouTuber gewinnen konnten.

(Video: frei-willig-weg, 03:20)

Bleiben wir online, bleiben wir in den sozialen Medien, kommen wir aber zurück zum Reformationsjubiläum. Unter anderem die FAZ hat sich ausführlich mit der Aktion beschäftigt, die wir ein Jahr lang durch die sozialen Medien ziehen wollen. Mit Gundula Gause haben wir die sogenannte Challenge auf der Frankfurter Buchmesse eröffnet – das Vaterunser in 500 Sprachen übersetzen. Bis zum 31. Oktober 2017 haben wir Zeit.

(Video: Vater-Unser-Challenge, 00:45)

Auch die Süddeutsche Zeitung fand es bemerkenswert, so bemerkenswert, dass sie uns eine Prise Ironie mitgegeben haben in einer der bekanntesten Rubriken der deutschen Zeitungslandschaft – im Streiflicht. Diesen kabarettistischen Hingucker haben wir verdient, den bekommt nicht jeder. Natürlich setzen sich die Medien in Hörfunk, Fernsehen, Online und vor allem im Print auch kritisch mit dem Reformationsjubiläum und den vielen Veranstaltungen und Aktionen, die es dazu gibt, auseinander. Das gehört in einer freien Mediengesellschaft dazu. Und schließlich, wie sagt es Professor Dr. Christoph Kähler immer, wenn er einen Vortrag über die Durchsicht der Luther-Bibel hält: "Natürlich haben wir uns in der Kommission gestritten. Das gehört dazu, denn es geht ja um was!"

Wir freuen uns mit unseren Dienstleistungen und unseren Produkten auf das Reformationsjubiläum – und nicht nur darauf. Wir freuen uns auf den von der EIKON produzierten Film "Katharina Luther" und haben uns zum Ziel gesetzt, mitzuhelfen, am Sendetag Anfang nächsten Jahres möglichst viele Leute vor den Fernseher zu bringen. Stichwort Vernetzung. Und ebenfalls von der EIKON produzierten Mehrteiler "Der Luther Code" – Sendestart war am 29. Oktober auf Arte – empfehle ich Ihrer Aufmerksamkeit und bedanke mich bei Matthias-Film, die nach dem Erwerb der Rechte jetzt fleißig daran arbeitet, den Film als DVD für den Schulunterricht aufzuarbeiten.

Es ist wie immer nur ein kurzer Ausschnitt aus der Arbeit der Unternehmensgruppe GEP, den ich Ihnen präsentieren konnte. chrismon, epd, die Rundfunkarbeit mit dem Medienbeauftragten, die Online-Arbeit mit evangelisch.de und unserer täglichen Zuarbeit für ekd.de, die filmkulturelle Arbeit, die Materialarbeit für die Gemeindebriefe, nicht zuletzt die Evangelische Journalistenschule in Berlin sind Stichpunkte für die umfangreiche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, die wir unter dem Sammelbegriff evangelische Publizistik leisten. Evangelische Publizistik – so steht es in der GEP-Satzung – eine Funktion der Kirche, die in allen ihren Arbeitszweigen an der Erfüllung des Auftrags teilnimmt, dem die Kirche verpflichtet ist. Für mehr Infos empfehle ich Ihnen den Stand hier auf der Synode, die Websites gep.de und evangelisch.de.

Vielen Dank an die 15 Mitglieder des Aufsichtsrats, der die publizistischen Rahmenrichtlinien setzt, der die Arbeit der Geschäftsführung überwacht und die Geschäftsführung berät. Dem Aufsichtsrat sind sämtliche Aufgaben der Gesellschafterversammlung satzungsgemäß übertragen bis auf drei: Die Entlastung des Aufsichtsrats, die Auflösung der Gesellschaft und die Änderung der Satzung, insbesondere Kapitalerhöhungen oder -herabsetzungen. Der Aufsichtsrat soll gewährleisten, dass die Arbeit des GEP als Dienstleistung für die Gemeinschaft der Gliedkirchen, Werke und Einrichtungen erfolgt. Eine wichtige Aufgabe bei einer Verteilung der Gesellschafteranteile von 94 % auf die EKD und 6 % auf das EWDE. Entsprechend ist die Besetzung des Aufsichtsrats geschlüsselt:

Sechs Sitze werden von der Kirchenkonferenz, vier vom Rat der EKD, einer vom EWDE und einer durch gemeinsamen Beschluss von Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, Bund Freier evangelischer Gemeinden und Evangelisch-methodistische Kirche benannt. Und weitere drei sind unabhängigen Fachleuten aus dem Bereich Medien vorbehalten, die vom Rat der EKD gefragt werden. Zurzeit geht unser Dankeschön an die Chefredakteurin Deutschlandfunk, Birgit Wentzien, an die Direktorin des NDR Landesfunkhauses Hamburg, Sabine Rossbach, und an den Principal der Unternehmensberatung Boston Consulting Group, Tim Arnold. Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen Aufsichtsratsmitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, für die Rückendeckung und auch für die medienstrategische Arbeit, die das Gremium leistet – in Übernahme der Aufgaben, die einmal dem gemeinsamen Medienausschuss von Kirchenkonferenz und Rat der EKD gestellt waren. Ein herzlicher Dank natürlich auch an den neuen Vorsitzenden des Gremiums: Kirchenpräsident Dr. Volker Jung hat im Januar nach einstimmiger Wahl und einstimmiger Bestätigung durch den Rat die Arbeit als Vorsitzender aufgenommen. Seine Stellvertreterin, Oberkirchenrätin Karin Kessel, hat zugleich den Vorsitz im Finanzausschuss übernommen.

Vielen Dank auch an Sie, hohe Synode. Ihr Vertrauen macht unsere Arbeit erst möglich. Ein Vertrauen, das Sie mit ihren Beschlüssen zum Haushalt, zu chrismon, zu ein-jahr-freiwillig über die Jahre hinweg immer wieder zum Ausdruck bringen und gebracht haben. Wir wissen das sehr zu schätzen und bemühen uns mit allen Kräften, das in uns gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen. Mit Gottes Hilfe gelingt es uns – so denken wir – ganz gut. Auf Gottes Hilfe hoffen wir auch in Zukunft.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.