Beschlüsse

3. Tagung der 12. Synode der EKD, Magdeburg 3. bis 9. November 2016

Beschluss zur Ordination von Frauen in Lettland

09. November 2016

Die Synode nimmt mit Unverständnis den Ausschluss der Ordination von Frauen in der Verfassung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands (ELKL) zur Kenntnis. Wie die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa im Juni 2016, betrachtet die Synode diese Entwicklung "mit großer Sorge" (aus der Erklärung der GEKE im Juni 2016). "Die Einheit in Christus überwindet ethnische, soziale und wirtschaftliche Unterschiede: 'Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.' (Galater 3,28). Ein entscheidender Aspekt dieses biblischen Zeugnisses ist die volle Einheit von Frauen und Männern in Christus. Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Kirche ist Ausdruck und Zeichen der Herrschaft Gottes in dieser Welt. Daher ist keinerlei Diskriminierung zwischen Frauen und Männern im Leben der Kirche vorstellbar." (aus der Erklärung des Lutherischen Weltbundes, Juni 2016)

Die Synode dankt den Partnern, die die Abschaffung der Frauenordination mit der ELKL thematisieren.

Sie bittet die Gliedkirchen, die im Mai gegründete Propstei Lettland der Lettischen Evangelisch-Lutherischen Kirche im Ausland, in der Frauen ordiniert werden, in den Bereichen Gehaltsfonds, Rechtshilfefonds und Gemeindezentrum in Riga zu unterstützen.


Magdeburg, den 9. November 2016

Die Präses der Synode
der Evangelischen Kirche in Deutschland
 

Dr. Irmgard Schwaetzer