Das Wort kommt in die Welt von Soldaten

Weihnachtswort des Evangelischen Militärbischofs Sigurd Rink

Berlin, 19. Dezember 2018. Unter dem biblischen Wort „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit“ (Johannes 1,4) richtet der Evangelische Militärbischof Sigurd Rink ein Wort zum Weihnachtsfest an Soldaten und zivile Mitarbeitenden der Bundeswehr:

Liebe Soldatinnen und Soldaten, liebe zivile Mitarbeitende in der Bundeswehr!

Im zu Ende gehenden Jahr 2018 bin ich bei Besuchen an Standorten in Deutschland und an Einsatzorten der Bundeswehr im Ausland viel herumgekommen: Afghanistan, Jordanien, Litauen. Oft prägen hohe Belastungen den Dienst der Soldaten dort. Da ist es gut, einmal inne zu halten: „Das Wort wohnte unter uns und wir sahen seinen Herrlichkeit“ – das ist die Kernbotschaft der biblischen Weihnachtsgeschichte. Solchen Trost spürte ich im Sommer bei einer Gedenkfeier des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge im Kaukasus, wo Gebirgsjäger aus Bad Reichenhall geholfen haben, im Zweiten Weltkrieg gefallene deutsche Soldaten im Gebirge aufzufinden, um ihnen auf dem Soldatenfriedhof in Apscheronsk eine letzte Ruhestätte zu bereiten. Die Herrlichkeit schien auch auf, als  wir im Herbst vergangenen Jahres bei einem Einsatzbesuch in Mali einen Brunnen mit einweihen konnten: Wasser auch für die dort lebenden Menschen. Verhältnisse können sich ändern, daran glaube ich fest. Die Angehörigen der Bundeswehr sind an vielen Einsatzorten daran beteiligt.  

Ich danke unseren Militärseelsorgerinnen und Militärseelsorgern im Einsatz wie ihren Unterstützungssoldaten, die fern von zu Hause für Monate ihren Dienst versehen.  Sie wissen, wie schmerzlich einem die Heimat fehlen kann, wenn Sie ohne ihre Lieben sein müssen und ohne das vertraute Zuhause.

Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest! Möge das weihnachtliche Licht ihnen scheinen.

Bleiben Sie behütet im Neuen Jahr.

Ihr Sigurd Rink, Militärbischof