Wir über uns

Engagement für die Bewahrung der Schöpfung: für die evangelischen Kirchen in Deutschland ist dies heute ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit, der eng mit anderen wichtigen kirchlichen Themen verknüpft ist: mit entwicklungspolitischer Arbeit, dem Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden und gegen Gewalt. Die Kirchen tragen auch im Umgang mit ihren eigenen Liegenschaften, Gebäuden, ihren Friedhöfen sowie landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen eine Verantwortung, der sie gerecht werden wollen.

Schon zu Beginn der 70er Jahre haben erste Landeskirchen Umweltbeauftragte berufen, die das Engagement ihrer Kirche für die Bewahrung der Schöpfung entwickeln und intensivieren sollten. Das Buch „Die Grenzen des Wachstums“ des „Club of Rome“, die erste Ölkrise und die immer deutlicher zu Tage tretenden Umweltprobleme in Deutschland schärften Einsichten: Der behutsame und umsichtige Umgang mit der uns anvertrauten Schöpfung entspricht unserer Verantwortung vor Gott und der Verantwortung unseren Nächsten und kommenden Generationen gegenüber. „Nachhaltigkeit“ ist auch ein kirchliches Leitbild, denn sie entspricht einem Leben aus dem Glauben heraus und mit Rücksicht auf unseren Nächsten.

Heute haben die meisten Landeskirchen in Deutschland Umweltbeauftragte berufen. In der „Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der Gliedkirchen der EKD“ (AGU) arbeiten sie auch auf Bundesebene zusammen. Mit den katholischen Umweltbeauftragten verbindet die AGU eine enge Zusammenarbeit. Wir engagieren uns im Europäischen Christlichen Umweltnetzwerk (ECEN) und fördern so die Zusammenarbeit über nationale und konfessionelle Grenzen hinweg.

Das Bewusstsein und leider auch die Probleme im Umweltbereich sind mittlerweile stark gewachsen. Themen kirchlicher Umweltarbeit sind heute zum Beispiel:

  • Energiewirtschaft und Klimaschutz (Atomenergie, erneuerbare Energien etc.)
  • Umweltmanagement und nachhaltiges Wirtschaften
  • Bioethik und Gentechnik
  • Wasser
  • Technikfolgenabschätzung, z.B. bei Mobilfunk und Nanotechnologie
  • Mobilität
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Biologische Vielfalt
  • Tierschutz
  • Lebensstilfragen

Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten formuliert zu diesen Themen Positionen vor dem Hintergrund christlicher Ethik und entwickelt für ihre Vermittlung Materialien:

  • Geistliche Impulse wie z. B. Materialien für Gottesdienste
  • Ausarbeitung kirchlicher Stellungnahmen zu aktuellen Umweltthemen
  • Arbeitshilfen für die Gemeindearbeit
  • Umsetzung konkreter Projekte

Die Umweltbeauftragten stehen in ihren Landeskirchen für die Unterstützung von Gemeinden und Gruppen zur Verfügung und bieten zu den genannten Themenbereichen Seminare und Vorträge an. Ebenso suchen sie die Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen, den einschlägigen Umweltverbänden, den Parteien und der Politik.

Die Umweltbeauftragten der Landeskirchen versuchen, ein Leben aus der Gnade und Liebe des Schöpfers in unseren Alltag hinein zu buchstabieren: es geht um genaues Hinschauen, Rücksicht und Einfühlungsvermögen, Genussfähigkeit und Selbstbeschränkung. Impulse für eine christliche Spiritualität gehören für uns mit einem deutlichen politischen Auftreten zusammen. Die Abkehr von einem unersättlichen Konsumdenken verbindet sich für uns mit der Suche nach dem „Genug“. Wir laden ein zu lernen, die Natur nicht als auszubeutendes Objekt zu betrachten, sondern in und mit der Schöpfung zu leben.

Mobilität

Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.

Kontakt

Die AGU erreichen Sie über die AnsprechpartnerInnen in den Landeskirchen oder den Vorstand.


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Publikationsdatum dieser Seite: 22.01.2017 21:03