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EKD-Newsletter Nr. 400, 15. September 2011

ISSN 1616-0304


Inhalt

Kirchenpolitik

Reformationsjubiläum

Medien

Reformprozess

Aus der VELKD

Stiftungen

Worte zum Tag

Kirchenpolitik

Die EKD und das Diakonische Werk der EKD haben in einem öffentlichen Akt in Berlin bei ehemaligen Heimkindern um Verzeihung gebeten, die in den 50-er und 60-er Jahren in evangelisch-diakonischen Heimen Leid und Unrecht erfahren haben. In einer gemeinsamen Erklärung bekannten sich der Ratsvorsitzende der EKD, Nikolaus Schneider, und der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Johannes Stockmeier, zum Versagen der evangelischen Heimerziehung in den Nachkriegsjahren.

EKD-Pressemitteilung

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Der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD und frühere rheinische Präses Manfred Kock ist 75 Jahre alt geworden. In seinem Glückwunschschreiben betonte der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider, dass die „Predigt der Kirche“ für Kock stets der „Kernbereich“ gewesen sei. Kock sei ein Meister des Wortes, der „einladend wie überraschend“ und „gewinnend wie erhellend“ zu formulieren verstehe. Kock war von 1996 bis 2003 Präses der rheinischen Landeskirche, von 1997 bis November 2003 stand er als EKD-Ratsvorsitzender an der Spitze der 24 Millionen Protestanten in Deutschland. Wichtige Themen seiner Amtszeit waren neben der Ökumene und dem Verhältnis von Christen und Juden die Friedens- und die Bioethik sowie die Zuwanderung und der Wandel des Sozialstaates. Kock gilt aus ausgleichender Moderator.

EKD-Pressemitteilung

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Seit mehr als 300 Jahren leben deutsche Siedler im südlichen Afrika. Im Jahr 1780 wurde die erste evangelische Gemeinde deutscher Siedler in Kapstadt gegründet. Seit dieser Zeit unterstützen Kirchen, Missionswerke und kirchliche Vereine in Deutschland die Arbeit der deutschsprachigen evangelischen Gemeinden im Gebiet des heutigen Südafrika und Namibia. Doch die Rolle der deutschen evangelischen Auslandsarbeit im kolonialen südlichen Afrika ist umstritten. In einem Forschungsprojekt widmeten sich Wisschenschaftler aus Namibia, Südafrika und Deutschland der gemeinsamen Geschichte. Eine Akademietagung Ende September in Hofgeismar schließt den Studienprozesses ab.

Editorial und Programm der Tagung

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Er ist zwar schon seit fünf Monaten Kultusminister in Sachsen-Anhalt, nun wurde er offiziell feierlich aus dem Amt des Beauftragten des Rates der EKD in Wittenberg verabschiedet: Prälat Stephan Dorgerloh. Im September 2008 hatte der Rat den Theologen zum Beauftragten für die Lutherdekade berufen. Die Dekade ist vor drei Jahren gestartet und ist für 2017 auf das Jubiläum des 500. Jahrestages des Thesenanschlags durch Martin Luther ausgerichtet.

Fotostrecke von der Verabschiedung Dorgerlohs

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Reformationsjubiläum

Die Geschäftsstelle „Luther 2017“ und die Evangelische Wittenbergstiftung haben einen neuen Direktor. Michael Wegner, bisher Superintendent und stellvertretender Regionalbischof aus Egeln (bei Magdeburg) wird ab 1. November 2011 die Nachfolge von Prälat Stephan Dorgerloh antreten, der im April dieses Jahres zum Kultusminister in Sachsen-Anhalt berufen wurde. Dem neuen Direktor der EKD in Wittenberg ist es wichtig, in den kommenden Jahren der Lutherdekade die „gesamtkirchliche und internationale Dimension“ des Reformationsjubiläums erlebbar zu machen. Besonders wichtig ist ihm die Beteiligung vieler evangelischer Kirchen aus Deutschland und der ganzen Welt.

EKD-Pressemitteilung

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Medien

„Der Papst und Luthers Erben: Einig im Glauben oder für immer getrennt?“ lautet das Thema der Tacheles-Sendung, die am 18. September um 13 und 24 Uhr auf Phoenix zu sehen ist (Wiederholungen am 21. September und am 2. Oktober). Unter der Moderation von Fernsehpastor Jan Dieckmann diskutieren der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider, der katholische Publizist Matthias Matussek („Das katholische Abenteuer“), der Hamburger Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke und die ehemalige taz-Chefredakteurin Bascha Mika. Aufgezeichnet wird die Sendung am heutigen Donnerstag, 15. September, ab 19 Uhr in der Marktkirche Hannover. Der Eintritt ist frei, Einlass ist ab 18 Uhr.

EKD-Pressemitteilung

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Zum Weltkindertag am 20. September hat die Kirchenelster auf ihrer Seite für alle kleinen Ratefüchse wieder ein Quiz vorbereitet. Welche Rechte haben Kinder eigentlich? Alle Kinder, die bis zum 30. September Kiras kniffelige Fragen richtig beantworten, können einen von vielen tollen Preisen gewinnen. Und auch sonst gibt es auf der Internet-Seite der evangelischen Kirchen für Grundschulkinder allerlei Überraschungen zu entdecken. Kira hat einen neuen Kumpel in ihrer Kirche: Die etwas altkluge Eule Ottmar ist auf dem Dachboden zuhause und hütet dort in ihrem Archivschrank schöne Spiele, witzige Bastelideen und tolle Aktionen.

www.kirche-entdecken.de

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Wie kommt der „liebe Gott“ im Werk Astrid Lindgrens vor? Welche Rolle spielt der christliche Glaube in den Chroniken von Narnia? Wie wird in der Kinder- und Jugendliteratur über Sterben und Tod gesprochen? Die neue Website www.religion-im-kinderbuch.de gibt Antworten. Das Internet-Angebot der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) ist in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Georg Langenhorst entstanden. Er ist Dozent für Didaktik des Katholischen Religionsunterrichts und Religionspädagogik an der Universität Augsburg.

www.religion-im-kinderbuch.de

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Reformprozess

Dass mehrere Kirchengemeinden miteinander fusionieren, ist in den letzten Jahrzehnten immer häufiger vorgekommen - so auch in der Nähe von Gotha, wo sich 2001 elf einzelne Ortskirchengemeinden zum Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeindeverband „Fahner Land“ zusammengeschlossen haben. Das Zusammenwachsen ist ein spannender Prozess und die Gemeinschaft muss immer wieder erneuert und gepflegt werden. Zum zehnjährigen Jubiläum hat der Verband ein generationenübergreifendes „Camp der Begegnung“ organisiert. Die Internetplattform "Kirche im Aufbruch" hat diese Aktion zum Projekt des Monats September gekürt.

Projekt des Monats September der Internetplattform „Kirche im Aufbruch“

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Aus der VELKD

Seit 1986 zählt das Gemeindekolleg der VELKD auf dem Feld der Gemeindeentwicklung zu den ersten Adressen. Seit nunmehr 25 Jahren vermittelt und entwickelt es bundesweit Projekte, vernetzt Ideen und Impulse und begleitet Veränderungsprozesse in Gemeinden. Seine Arbeit orientiert sich dabei an der 1983 von der VELKD formulierten missionarischen Doppelstrategie von „Öffnen“ und „Verdichten“. Grund genug also, das 25-jährige Jubiläum der Einrichtung gebührend zu begehen. Die Amtseinführung des neuen Leiters, Pfarrer Prof. Dr. Reiner Knieling, bildete den Auftakt für die Feierlichkeiten am 7. und 8. September 2011. Daran schloss sich unter dem Titel „MissionArt“ ein Symposium an, das u. a. die Tendenz zur religiösen Indifferenz diskutierte.

VELKD-Pressemitteilung

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Stiftungen

Besonders groß ist die "Orgel des Monats September" der Stiftung Orgelklang nicht: das Instrument im kleinen mecklenburgischen Dorf Zirzow weist nur ein Manual und vier Register auf. 1930 in Stettin erbaut ist sie das Opus 766 der Orgelbauwerkstatt Grüneberg, die im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert eine der bedeutendsten Werkstätten in Deutschland war. Der Förderverein der Gemeinde engagiert sich sehr für die Orgel - noch sind die teilweise beschädigten Einzelteile in Kisten verpackt, aber das soll sich schon sehr bald ändern. Für den 3. Advent ist die Orgelweihe bereits eingeplant.

Orgel des Monats

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Worte zum Tag

Käme kein Engel mehr, dann ginge die Welt unter. Solange Gott die Erde trägt, schickt er seine Engel. Die Engel sind älter als alle Religionen und kommen auch noch zu den Menschen, die von Religion nichts mehr wissen wollen.

Claus Westermann, ev. Theologieprofessor

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