Archiv 2009

Heidelberg / Hannover, 07.12.2009 | Kirche und Klimaschutz – ein Überblick
von Prof. Dr. Hans Diefenbacher und Dr. Renate Knüppel
In Kürze beginnt der Weltklimagipfel in Kopenhagen. In den letzten Monaten ist zunehmend deutlich geworden, dass der bevorstehende Weltklimagipfel eine große Möglichkeit bietet, die internationale Staatengemeinschaft beim globalen Klimaschutz einen entscheidenden Schritt voranzubringen. Aber es besteht auch die Gefahr, dass diese Chance vertan wird, wenn mit den dort getroffenen Vereinbarungen die Treibhausgas-Emissionen nicht ausreichend oder nicht schnell genug verringert werden. ...



Berlin, 02.12.2009 | Nur Show oder auch Substanz? Der UN-Klimagipfel steht auf der Kippe
Klima-Allianz: Kirche, Gewerkschaft und Umweltorganisation nennen Erfolgskriterien für Kopenhagen
Kurz vor dem Start der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen mahnt die Klima-Allianz mit namhaften Vertretern von Kirchen, Gewerkschaften und Umweltschutzorganisationen eindringlich einen erfolgreichen Abschluss der Konferenz an. ...



Berlin, 30.11.2009 | Wie die Agrarindustrie versucht, die Nulltoleranz zu kippen
Umwelt- und Bauernverbände fordern: Keine Schwellenwerte für in der EU nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO)
Droht der Futtermittelnotstand, wenn die EU weiter an ihrer Nulltoleranzpolitik für nicht zugelassene GVO festhält? Müssen unsere Tiere im Stall bald verhungern? Explodieren die Futtermittelpreise? Setzen wir die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Bauern aufs Spiel? Sind die Behauptungen der Agrarindustrie durch Fakten belegt und die Sorgen begründet? Oder handelt es sich um Panikmache und eine gezielte Strategie, um gentechnische Verunreinigungen hoffähig zu machen? ...



Berlin, 09.09.2009 | DBU-Projekt „Zukunft einkaufen“ mit Preis für fairen Handel geehrt
Verein TransFair lobte Auszeichnung erstmalig aus – Brickwedde: „Saat scheint aufzugehen“
Berlin. Erneute Auszeichnung für „Zukunft einkaufen“! Nachdem das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projekt der evangelischen und katholischen Kirche in Westfalen bereits im März von den Vereinten Nationen (United Nations, UN) als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ geadelt worden war, erhielt es heute Abend in Berlin am Vorabend der International Fairtrade Conference den „Fairtrade Award“ des gemeinnützigen Vereins TransFair. Der will benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika fördern und durch den fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern. „Zukunft einkaufen“ erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „Organisationen und Projekte aus der Zivilgesellschaft“, die sich in herausragender Weise für das System und die zertifizierten Produkte fairen Handels (engl.: Fairtrade) engagiert haben. Der Preis wurde in Deutschland erstmalig vergeben.



Bonn, Stuttgart und Hamburg, 14.08.2009 | Countdown to Copenhagen
Kirchen machen mobil für Klimagerechtigkeit
In wenigen Monaten beginnt der 15. UN-Weltklimagipfel (http://unfccc.int) in Kopenhagen. Dort müssen wesentliche Weichenstellungen für die zukünftige Klimapolitik erfolgen. Wird es gelingen, eine „Umkehr zum Leben“ einzuleiten und die politischen Weichen für eine „Nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels“ zu stellen, wie der Rat der EKD in seiner gleichnamigen Denkschrift formulierte?



Heidelberg, 31.07.2009 | Zur Ermittlung und Kompensation der CO2-Emissionen bei (Synodal)-Tagungen
- Eine Arbeitsanleitung -
Der Klimawandel ist ein globales Umweltproblem, zu dem wir alle beitragen. Treibhausgase schädigen das Klima unabhängig davon, wo sie entstehen. Für den Klimaschutz ist es daher unerheblich, wo die Emissionen eingespart werden: Emissionen an einem Ort können durch Klimaschutzmaßnahmen an einem anderen Ort ausgeglichen werden. Selbstverständlich ist der beste Weg, das Klima zu schützen, die Vermeidung von CO2-Emissionen. Doch ein noch so „klimafreundliches“ Verhalten kann nicht alle CO2-Emissionen vermeiden, solange man die betreffende Aktivität nicht komplett einstellt. Im Laufe des Jahres 2007 entstand daher die Überlegung, die Tagung der EKD-Synode im November 2007 erstmals möglichst „klimafreundlich“ durchzuführen, um so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Bemühungen bezogen sich dabei von vornherein unter anderem auf die Kompensation der aufgrund der Tagung anfallenden CO2-Emissionen. Nachdem der erste „Testlauf“ positiv bewertet wurde, wurden auch die CO2-Emissionen der EKD-Synodaltagung in Bremen im November 2008 kompensiert; die beiden Tagungen der EKD-Synode im Jahr 2009 (Würzburg und Ulm) sollen ebenfalls einbezogen werden.



Berlin, 20.07.2009 | Risiken der Agrogentechnik untersuchen
9-Punkte-Katalog für eine ökologische Risikoforschung
Unzureichende Nahrungsmittelproduktion und geringe Erträge in vielen Teilen der Welt, Verlust an Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Tiergesundheit in anderen, sind Folgen einer weltweit fehlgeleiteten Agrarpolitik und Agrarforschung. National, europäisch und weltweit werden große Summen in die gentechnologische Forschung gesteckt. Zur nachhaltigen Stabilisierung des ökologischen Gefü-ges, von dem die Landwirtschaft abhängt, trägt diese aber nichts bei. „Business as usual“ ist keine Option, stellt der Weltagrarbericht 2008 fest.1 Eine grundlegende Debatte über eine ökologisch orientierte Neuausrichtung der Landwirtschaft angesichts der drängenden Probleme, wie Klimawan-del, Welternährung und Verlust der biologischen Vielfalt sowie der erforderlichen Forschungsziele und Forschungsansätze, steht noch immer aus. Selbst wenn lediglich sichergestellt werden soll, dass Anwendungen der Agrogentechnik bestehende Schäden nicht weiter vergrößern dürfen, bestehen erhebliche Mängel in der Sicherheitsforschung zu gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Sie reicht nicht aus, um das Potenzial negativer Entwicklungen rechtzeitig aufzudecken. Relevante Fragestellungen aus der Sicht von Verbrauchern sowie des Natur- und Umweltschutzes werden entweder nicht oder nicht hinreichend untersucht, viele wenig relevante Themen oder gar solche, die gar nichts mit dem Thema zu tun haben, sind jedoch mit enormen Fördersummen ausgestattet.



Hannover / Berlin, 14.07.2009 | Umkehr zum Leben
Nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels - Eine Denkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
Wenige Tage nach der Veröffentlichung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise wird am heutigen Dienstag, den 14. Juli, in Berlin eine Denkschrift zu den Herausforderungen des Klimawandels vorgestellt. In seinem Text zur Wirtschaftskrise „Wie ein Riss in einer hohen Mauer“ hatte der Rat erklärt, dass „Krisen diesen Ausmaßes nur durch ein umfassendes Umsteuern“ langfristig bewältigt und verhindert werden können. Dabei genüge es nicht, nur die zutage getretenen Risiken heutigen Wirtschaftens in den Blick zu nehmen. Es sei „vielmehr überlebenswichtig, auch die Risiken für die zukünftigen Generationen, für die armen Länder und für die natürlichen Grundlagen des Lebens als Kern künftiger Krisen zu erkennen.“ Dies führt die heute veröffentlichte Denkschrift des Rates der EKD unter dem Titel „Umkehr zum Leben – Nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels“ weiter aus. ...



Hannover, 09.06.2009 | Biopatente einschränken
Kirchliche Experten fordern eine Verschärfung der EU-Biopatentrichtlinie
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat für Mittwoch, den 10. Juni, zu einem runden Tisch „Grüne Biopatentierung“ eingeladen. Auch kirchliche Vertreter werden dabei über eine Änderung des Patentrechts beraten. „Patente auf Pflanzen und Tiere haben negative Auswirkungen auf Forschung, Züchtung und Landwirtschaft. Entwicklungsländer werden durch Biopiraterie massiv benachteiligt“. Mit dieser Begründung unterstützen der Ausschuss für den Dienst auf dem Land (ADL) und die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der Gliedkirchen der EKD (AGU) die aktuellen politischen Initiativen zur Verschärfung der EU-Biopatentrichtlinie 98/44/EG. ...



Bremen, 23.05.2009 | „Zukunft einkaufen“ auf dem Kirchentag in Bremen
Neue Materialien für die Gemeindearbeit vorgestellt
Drei Tage präsentierte sich das bundesweite, ökumenische Projekt „Zukunft einkaufen“ im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentages in der Themenhalle „Zentrum Zukunft“. Dort besuchten mehr als 10.000 Teilnehmer pro Tag eine Fülle von Veranstaltungen, die sich mit der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft auseinandersetzten. Auch der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, nahm sich Zeit für einen Besuch am Standvon „Zukunft einkaufen“, um den Initiatoren zur Halbzeit des Projektes zu gratulieren. „In einer Zeit sich überlagernder Krisen ist es wichtig, dass die Kirchen in Deutschland gemeinsam Wege für einen nachhaltigen Konsum aufzeigen und dabei vorbildlich vorangehen“. Das sei ein wertvolles „Konjunkturprogramm“, das gleichzeitig gegen Sozialabbau und Klimakrise wirke, so der leitende Geistliche der Westfälischen Kirche. ...



Schwerte, 17.04.2009 | Verbot von Mon810 begrüßt
Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) begrüßt das von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner ausgesprochene Verbot des gentechnisch veränderten Mais Mon810. "Das Anbauverbot kommt gerade noch rechtzeitig vor der Aussaat", erklärte Dr. Gudrun Kordecki. Nun sei Zeit gewonnen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu prüfen und die nach dem EU-Recht vorgesehene Überprüfung der Zulassung der Maissorte, die seit 2007 überfällig ist, vorzunehmen.



Heidelberg, 05.03.2009 | Vielfalt verstehen
Bausteine für die kirchliche Bildungsarbeit zur Biodiversität
Die dritte und gleichzeitig letzte Publikation in der Reihe Kirchengemeinden und Biodiversität bietet eine Sammlung von pädagogischen Materialien für die kirchliche Bildungsarbeit zur Biologischen Vielfalt und zur Bewahrung der Schöpfung. Dabei sind die einzelnen Module auf die drei Zielgruppen Elementarbereich, Primarbereich und die Sekundarstufen bzw. die Erwachsenenbildung zugeschnitten. Die Arbeitsgruppe evangelischer und katholischer Umweltbeauftragter, die die Arbeitshilfe zusammengestellt hat, möchte mit dieser Sammlung von Unterrichtsmodulen eine Anregung und Hilfestellung für die Gestaltung eines interessanten Unterrichts bzw. der Erwachsenenbildungsarbeit zur biologischen Vielfalt geben. ...



Bonn / Stuttgart, 13.02.2009 | Energie vom Acker
Wie viel Bioenergie verträgt die Erde?
„Agrotreibstoffe können negative Klima- und Ökobilanzen aufweisen. Durch den Einsatz bereits marktreifer Technologien lassen sich die EU-Klimaschutzziele im Kraftfahrzeugsektor wesentlich effektiver erreichen. Deshalb fordern wir einen Ausstieg aus dem EU-Ziel einer zehnprozentigen Beimischungsquote von Agrotreibstoffen bis 2020, sowie eine schrittweise Rücknahme der derzeitigen Beimischungsquoten,“ sagt Wilfried Steen, Vorstand des Evangelischen Entwicklungsdienstes, Bonn.



Berlin, 13.02.2009 | Gentechnik-Entscheidungen in Brüssel:
Verbände verlangen von der Bundesregierung Farbe zu bekennen
Ein breites Bündnis von Umwelt- und Verbraucherverbänden, kirchlichen Organisationen und Verbänden des Ökologischen Landbaus hat heute Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aufgefordert, eine eindeutige Position gegen die Zulassung neuer Gentechnik-Maissorten („Bt 11“ und „1507“) durch die EU zu beziehen. ...



Zukunft des Wassers
Der Stand der AGU "Zukunft des Wassers" befindet sich in der Halle der Zukunft (Messegelände, Halle 6) zusammen mit anderen Ständen zum Thema der Halle.



Zukunft bewegen - Zukunft fair teilen
Im Begegnungszentrum "Zukunft bewegen – Zukunft fair teilen" finden von Donnerstag, 21. Mai bis Samstag, 23. Mai, zahlreiche interessante Veranstaltungen zur nachhaltigen Entwicklung statt. Eine Auswahl finden Sie hier.



Gesegnete Weihnachten
wünschen die Mitglieder der AGU allen Lesern.



Zukunft einkaufen, der Grüne Hahn und ...
Besuchen Sie uns auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Bremen, vom 21.-23. Mai 2009 im Zentrum Zukunft, Halle 6, Messegelände Bremen




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Publikationsdatum dieser Seite: 23.09.2017 15:27