Energie

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Umweltbeauftragte in der EKD schließen sich Aufruf zu Klimaschutz-Demonstrationen gegen Kohlekraft an

„Klima schützen – Kohle stoppen“ ist das Motto der diesjährigen bundesweiten Kundgebungen, die am 13.09.2008 an den Kraftwerken Staudinger/Hessen und Jänschwalde/Brandenburg stattfinden werden.

Das Steinkohlekraftwerk Staudinger liegt in Großkrotzenburg bei Hanau. Dort plant der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON den Ersatz dreier alter Kraftwerksblöcke durch einen wesentlich größeren Block 6, der die jährlichen CO2-Emissionen von heute 5 auf 8 Millionen Tonnen erhöhen wird.
Jänschwalde liegt in einem Tagebaugebiet in der Nähe von Cottbus in der Lausitz. Das Braunkohlekraftwerk ist mit einem Ausstoß von rund 25 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr Europas fünftgrößter Klimagasproduzent.

Ambitionierter Klimaschutz ist mit der Vielzahl an Kohlekraftwerken – in Deutschland sollen es in den kommenden Jahren mehr als 20 sein! - nicht möglich. Über die Gesamtlaufzeit der Kraftwerke (über 40 Jahre und mehr) werden hohe CO2-Emissionen festgeschrieben. Deshalb setzt sich die Klimaallianz für ein Kohlekraftwerksmoratorium ein, damit Zeit und Spielräume für die Entwicklung und Umsetzung einer zukunftsfähigen Energie- und Klimaschutzstrategie gewonnen werden.

Noch besteht die Möglichkeit, im Dialog andere energiepolitische und energiewirtschaftliche Weichenstellungen vorzunehmen und – statt mit zentralen Großkraftwerken – die Energieversorgung durch bedeutend effizientere dezentrale Kraftwerke, erneuerbare Energien und effizienteren und sparsameren Umgang mit Energie sicherzustellen.

Mit diesem Aufruf unterstützt die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (AGU) die deutsche Klima-Allianz.
Detaillierte Informationen zu den Demonstrationen, Infos zur Kohlekraftwerksproblematik, zum Zusammenhang von „Klimaschutz und gerechter Entwicklung“ stehen als Download für Sie bereit

Mobilität

Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.

Klimaschutzkonzepte in Landeskirchen

Im Rahmen der Förderprogramme der nationalen Klimschutzinitative wird die Erstellung von integrierten Klimaschutzkonzepten gefördert. In diesen Konzepten werden die Bereiche Liegenschaften, Mobilität und Beschaffung ausführlich untersucht und Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen erarbeitet. Eine aktuelle Übersicht findet sich beim Projektbüros Klimaschutz der EKD

Kernpunkte für ein nachhaltiges Energiekonzept

Aufgrund eines Beschlusses der Landessynode hat die Evangelische Kirche im Rheinland 2012 ein Diskussionspapier zur Energiepolitik vorgelegt. Dafür wurden fachliche Beiträge zur C02-Reduktion, zur Energiewende und zum Ausstieg aus der Kernenergie aufgearbeitet. Das Diskussionspapier dient als Grundlage, um sich an der kirchlichen und öffentlichen Diskussion zu Klimaschutz und Energiewende angemessen beteiligen zu können. Die "Kernpunkte für ein nachhaltiges Energiekonzept" wurden u.a. auf zwei Tagungen in der Evangelischen Akademie Bonn und bei einer Regionalsynode einiger Kirchenkreise zu Energie vorgestellt und diskutiert.  


in 2009 war Energie das Jahresthema des Portals Bildung für Nachhaltige Entwicklung. 


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Publikationsdatum dieser Seite: Donnerstag, 29. November 2018 23:53