Landwirtschaft und Ernährung

... als Basis des Lebens
Der tägliche Gang in den Laden zum Einkauf der Lebensmittel ist uns eine Selbstverständlichkeit, aber dabei haben wir uns immer mehr von den Ursrprüngen unserer Ernährung entfernt. In unserer hoch technisierten Gesellschaft ist eine neue Beziehung zu den Herkünften von Brot, Butter, Eiern und Käse erforderlich. Neben der Versorgung mit Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen hat die Landwirtschaft aber auch die Aufgabe der Erhaltung und Pflege unserer Kulturlandschaften und steht so in einem ständigen Konflikt von Ökonomie und Ökologie.



Berlin, 27.05.2017 | „Gegen die Zusammenschlüsse/Übernahmen der größten Agrarchemieunternehmen der Welt“
36. Deutscher Evangelischer Kirchentag
Wir sind alarmiert und besorgt, dass in einem Markt, der schon jetzt hochgradig konzentriert ist, weitere Firmenzusammenschlüsse bevorstehen: ...



Berlin, 24.05.2017 | Essen wir die Welt? - Ernährung der Zukunft
Eine Ausstellung zum Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin, 24.-28. Mai 2017
Im Jahr des Reformationsjubiläums will auch die agu nicht darauf verzichten, einen Bezug zu Leben und Wirken des Reformators herzustellen. Die Herausforderungen einer zukunftsfähigen Ernährung werden daher ausgehend von und im Gegenüber zu den Ernährungsgewohnheiten im Hause Luther dargestellt.



Schwerin, 20.01.2017 | Zwischen Landwirtschaft und Industrie
Diskussionspapier der Nordkirche zu Tierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern
Mit einem Diskussionspapier zu Bedingungen und Auswirkungen landwirtschaftlicher Tierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern will die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) den gesellschaftlichen Diskurs zu dem Thema fördern. Die soeben erschienene Broschüre „Zwischen Landwirtschaft und Industrie – Diskussionshilfe zur Tierhaltung am Beispiel der Situation in Mecklenburg-Vorpommern“ biete einen Diskussionsraum an für Landwirte und ihre Familien, für Produzenten und Verbraucher, für politisch Verantwortliche und zivilgesellschaftliche Initiativen, so Landesbischof Gerhard Ulrich in einem Geleitwort: „Aus zahlreichen Begegnungen wissen wir, in welch schwieriger Situation sich viele Betriebe derzeit befinden. Gemeinsam mit den Landwirten wollen wir hier für eine gute Verbindung von Wirtschaftlichkeit und Bewahrung der Schöpfung, von Nutztierhaltung und Tierschutz eintreten.“



Schwerte, 12.06.2016 | Stoppt Patente auf Pflanzen und Tiere!
Wir demonstrieren für unser Lieblingsgemüse! - Gemeinsamer Aufruf - 29. Juni 2016, 11 Uhr – 14 Uhr Europäisches Patentamt in München, Bob van Benthem Platz 1
Die europäischen Patentgesetze verbieten es, Pflanzensorten und Tierarten sowie die konventionelle Züchtung von Pflanzen und Tieren zu patentieren. Das Europäische Patentamt (EPA) unterläuft diese Verbote vollständig und immer wieder. In den letzten Monaten haben rund 800.000 Menschen aus ganz Europa die verantwortlichen Politiker/innen mit ihrer Unterschrift aufgefordert, endlich dafür zu sorgen, dass das EPA die Gesetze achtet! Am 29. Juni 2016 werden wir diese Unterschriften dem EPA übergeben. Und wir bringen unser Lieblingsgemüse wie Tomaten, Gurken, Salat, Zwiebeln, Bohnen, Karotten und Kohl mit, um es vor Ort zu präsentieren. Unser Gemüse darf nicht von Konzernen wie Bayer und Monsanto patentiert werden!



Stuttgart, 06.06.2015 | Damit wir auch morgen noch geheilt werden können: Antibiotika-Einsatz senken, Tiere artgerecht halten
Resolution Kirchentag 2015
Die Teilnehmenden des Kirchentages in Stuttgart 2015 rufen Bundeskanzlerin Merkel dazu auf, den G7-Gipfel und den europäischen Prozess zu nutzen, um wirksame gesetzliche Regeln gegen Antibiotikagaben an gesunde Tiere zu erlassen. Über dringend nötige Anwendungsregeln hinaus kann nur artgerechte Tierhaltung den Bedarf an Antibiotika nachhaltig reduzieren. Für die Gesundheit von Mensch und Tier und für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft muss die rasant fortschreitende Industrialisierung in der Tierhaltung und der Trend zu immer größeren Ställen mit vielen Tausend Tieren gestoppt werden. Wenig führt uns das so deutlich vor Augen wie die Entwicklung der Antibiotika-Resistenzen.  



Düsseldorf, 28.05.2015 | Vier Bienenvölker am Landeskirchenamt angesiedelt
Naturschutzprojekt am Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland
Launiger Einstieg: "Wir haben uns deutlich vermehrt", meinte der Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Johann Weusmann, in der Pressekonferenz anlässlich der Ansiedlung von 200.000 Bienen in einem Gartenstück des Landeskirchenamts in Düsseldorf.



Hannover, 20.05.2015 | Weltweiter Hunger ist besiegbar
EKD-Studie zur Welternährung fordert Weichenstellung für Agrarentwicklung
Hunger ist kein Schicksal, sondern die Folge von Politik- und Marktversagen und damit abwendbar. Das ist das Ergebnis einer jüngsten Studie zur Welternährung, die die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am heutigen Mittwoch, 20. Mai in Berlin veröffentlicht hat. Die Studie mit dem Titel „Unser tägliches Brot gib uns heute“ benennt Maßnahmen, mit denen Politik, Wirtschaft und Verbraucher den notwendigen Kampf gegen den Hunger weiter vorantreiben können.



München, 27.10.2014 | Freiheit für Brokkoli und Tomate!
Demonstration gegen Patente auf Pflanzen und Tiere
Ein breites Bündnis von Organisationen demonstriert heute vor dem Europäischen Patentamt (EPA) in München. Dort haben die Demonstranten eine riesige Tomate und einen drei Meter hohen Brokkoli aufgebaut. Sie fordern ein Eingreifen der Politik, um zu verhindern, dass Konzerne wie Monsanto weiterhin das Patentrecht missbrauchen, um sich die Grundlagen der Ernährung anzueignen. Anlass ist eine öffentliche Anhörung zu Patenten auf Brokkoli und Tomaten. Die sogenannte Große Beschwerdekammer des EPA diskutiert mit der Industrie darüber, ob Saatgut, Früchte, Pflanzen und Tiere aus der konventionellen Züchtung so wie technische Erfindungen patentiert werden können. Da das EPA selbst an der Erteilung von Patenten verdient, fordern die Organisationen, dass diese Entscheidung nicht dem Patentamt überlassen bleiben darf. Das EPA hat allein im Jahr 2013 etwa 1,5 Milliarden Euro aus Patentverfahren eingenommen. Damit liegt ein gravierender Interessenkonflikt vor.



Heidelberg und Fulda, 25.11.2013 | Vielfalt als Gewinn
Fortschreibung der guten Beispiele
Seit heute stehen unter dem bewährten Titel „Vielfalt als Gewinn“ aktualisierte und erweiterte Projektberichte zum Thema „Biodiversität und Kirche“ online. ...



Düsseldorf, 13.11.2013 | „Ethik des Genug“ muss zum Maßstab des Handelns werden
EKD-Synode verabschiedet Kundgebung zum Schwerpunktthema „Welternährung“
Die vollständige Überwindung des Hungers in der Welt bis 2030 ist nach Auffassung der Synode der EKD ein „ambitioniertes, aber realistisches Ziel“. In einer heute Vormittag (13. November) verabschiedeten Kundgebung (Erklärung) rief die Synode in Düsseldorf die Politik in Deutschland, Europa und weltweit dazu auf, „alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern“. Auf ihrer viertägigen Tagung hatten sich die 126 Synodalen unter anderem mit dem Schwerpunktthema „Es ist genug für alle da – Welternährung und nachhaltige Landwirtschaft“ befasst.



Düsseldorf, 12.11.2013 | Beschluss der EKD-Synode zum Schutz der Biodiversität
Die Synode begrüßt die gemeinsam von den Arbeitsgemeinschaften der Umweltbeauftragten der Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland und der deutschen Bistümer erarbeiteten Handlungsempfehlungen zum Schutz der Biodiversität, wie sie in der Schrift „Bio¬diversität und Kirchen – eine Empfehlung der kirchlichen Umweltbeauftragten“ vom März 2013 zusammengestellt wurden. In dieser Schrift heißt es: ...



Dortmund / Stuttgart, 27.11.2011 | „Hunger auf Land wächst und damit Hunger auf dem Land“
"Brot für die Welt" eröffnet 53. Aktion
"Land zum Leben, Grund zur Hoffnung“ – unter diesem Motto steht die 53. Aktion von „Brot für die Welt“, die das evangelische Hilfswerk am 1. Adventssonntag in Dortmund mit einem feierlichen Gottesdienst eröffnet hat. Der Gottesdienst wurde bundesweit von der ARD übertragen. „Der Hunger auf Land wächst und damit der Hunger auf dem Land“, sagte Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Direktorin von „Brot für die Welt“ in der Kirche St. Reinoldi. Es sei nicht hinzunehmen, dass Menschen ihren Lebensraum und damit ihre Existenz verlieren, weil dort Soja für unser Vieh und Energiepflanzen für unseren Sprit angebaut werden.



Hannover, 06.10.2011 | Leitlinien für eine multifunktionale und nachhaltige Landwirtschaft
EKD-Text 114: Kammer legt Stellungnahme zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union vor
Eine multifunktionale und nachhaltige Landwirtschaftspolitik sollte das Leitbild für die anstehende Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik sein. In einer heute veröffentlichten Stellungnahme der Kammer für nachhaltige Entwicklung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wird diese Grundüberzeugung begründet und erläutert. Die Stellungnahme wurde unter dem Titel „Leitlinien für eine multifunktionale und nachhaltige Landwirtschaft“ in der Reihe „EKD-Texte“ vorgelegt.



Hannover, 05.10.2011 | Neuer evangelischer Leitfaden für ethische Geldanlagen
EKD-Finanzchef Thomas Begrich: „Geld ist kein Selbstzweck“
Verantwortlicher Umgang mit anvertrautem Geld gehört zu den Grundaufträgen kirchlicher Finanzverwaltung. Gerade die aktuelle Finanz- und Schuldenkrise macht deutlich, wie sehr das vonnöten ist. Verantwortliches Handeln hat die evangelische Kirche bisher vor Überschuldung bewahrt. Zum verantwortlichen kirchlichen Finanzhandeln gehört es aber auch, sich mit den Wirkungen des Umgangs mit Geld zu befassen.



Hamm, Schwerte, Hannover, 01.09.2011 | Mut zur EU-Agrarreform!
Erntedankplakat 2011
Die europäische Agrarreform geht uns alle an! Wir fordern eine am Gemeinwohl orientierte Agrarpolitik und eine vielfältige, bäuerliche und umweltfreundliche Landwirtschaft mit globaler Verantwortung.



Hannover, 12.08.2011 | Landwirtschaftliche Nutztierhaltung
Arbeitshilfe zum Erntedank und andere Gelegenheiten
Über die "Massentierhaltung" wird in der Öffentlichkeit eine zum Teil erbitterte Diskussion geführt. Landwirte, die Tiere in großen Einheiten halten, und Gegner dieser Tierhaltungsart sind oft Mitglieder der einen gemeinsamen Kirchengemeinde und bekennen sich zu gleichen Werten und Normen, können sich in der Frage der Nutztierhaltung aber doch nicht einigen. Die Kirchen- und Kapellenvorstände sind dadurch ganz besonders herausgefordert, nicht nur wenn in ihren Kommunen ein neuer Stall geplant wird oder wie in Wietze gar ein großer Schlachthof.



Hannver, 23.05.2011 | Landwirtschaftliche Nutztierhaltung
Synodenbeschluss 2011 der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche Hannovers hat sich in ihrer Tagung vom 11.-13. Mai 2011 mit der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung befasst und dabei die folgenden Beschlüsse gefasst. ...



Hamm, Schwerte, 01.09.2010 | Mut zum Umdenken
Beim Erntedankfest danken wir unserem Schöpfer für die gute Ernte und erfreuen uns an der Vielfalt von Gottes guter Schöpfung. Unsere Lebensmittel sollen schmackhaft und gesund sein, möglichst aus regionaler Erzeugung stammen und den Bäuerinnen und Bauern, die sie erzeugen, ein gutes Auskommen ermöglichen. Auch zum diesjährigen Erntedankfest beteiligt sich die agu an einem gemeinsamen Erntedankplakat. ...



München, 17.05.2010 | Zentrum Zukunft auf dem Ökumenischen Kirchentag
Im Zentrum Zukunft, einer riesigen Messehalle, wurde über alle 3 Tage ein abwechslungsreiches Programm mit hochkarätigen Podiumsgästen und Referenten geboten. Mehrere Umweltbeauftragte waren an der Planung und Durchführung des Programms beteiligt. Die Themen spiegelten die drängenden ökologischen Fragen unserer Zeit wider: Klima und Energie, Mobilität, Sicherung der Welternährung, zukunftsfähiger Lebensstil.



München, 14.05.2010 | Resolution "Unser täglich Brot" auf dem ÖKT
Im Zentrum Zukunft wurde am 14.05.2010 eine Resolution zur Ernährungssicherung durch verantwortungsvolle Agrarpolitik ohne Gentechnik und ohne Patente auf Pflanzen und Tiere verabschiedet.



Berlin, 30.11.2009 | Wie die Agrarindustrie versucht, die Nulltoleranz zu kippen
Umwelt- und Bauernverbände fordern: Keine Schwellenwerte für in der EU nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO)
Droht der Futtermittelnotstand, wenn die EU weiter an ihrer Nulltoleranzpolitik für nicht zugelassene GVO festhält? Müssen unsere Tiere im Stall bald verhungern? Explodieren die Futtermittelpreise? Setzen wir die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Bauern aufs Spiel? Sind die Behauptungen der Agrarindustrie durch Fakten belegt und die Sorgen begründet? Oder handelt es sich um Panikmache und eine gezielte Strategie, um gentechnische Verunreinigungen hoffähig zu machen? ...



Bonn / Stuttgart, 13.02.2009 | Energie vom Acker
Wie viel Bioenergie verträgt die Erde?
„Agrotreibstoffe können negative Klima- und Ökobilanzen aufweisen. Durch den Einsatz bereits marktreifer Technologien lassen sich die EU-Klimaschutzziele im Kraftfahrzeugsektor wesentlich effektiver erreichen. Deshalb fordern wir einen Ausstieg aus dem EU-Ziel einer zehnprozentigen Beimischungsquote von Agrotreibstoffen bis 2020, sowie eine schrittweise Rücknahme der derzeitigen Beimischungsquoten,“ sagt Wilfried Steen, Vorstand des Evangelischen Entwicklungsdienstes, Bonn.



Berlin, 13.02.2009 | Gentechnik-Entscheidungen in Brüssel:
Verbände verlangen von der Bundesregierung Farbe zu bekennen
Ein breites Bündnis von Umwelt- und Verbraucherverbänden, kirchlichen Organisationen und Verbänden des Ökologischen Landbaus hat heute Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aufgefordert, eine eindeutige Position gegen die Zulassung neuer Gentechnik-Maissorten („Bt 11“ und „1507“) durch die EU zu beziehen. ...



Hannover, 29.08.2008 | Ernährungssicherung vor Energieerzeugung - Kriterien für die nachhaltige Nutzung von Biomasse
Eine Stellungnahme der Kammer der EKD für nachhaltige Entwicklung
Die Stellungnahme beschreibt die Sachproblematik und die internationalen Konfliktlinien. Sie beurteilt die nachhaltige Nutzung von Biomasse insbesondere hinsichtlich ihres Beitrags für Ernährungssicherheit und Armutsbekämpfung in den Ländern des Südens sowie ihrer Auswirkungen auf die biologische Vielfalt. ...



‘... es soll nicht aufhören Saat und Ernte‘ (Gen 8,22)
Praxisbuch zum Mehr-Wert nachhaltiger Landwirtschaft
Basis des Buches ist eine intensive Kooperation zehn kirchlicher Verbände bzw. Gruppen, die das breite Spektrum des kirchlichen Engagements in der Landwirtschaft deutschlandweit ökumenisch repräsentieren und das Buch gemeinsam herausgeben.



Bonn / Hannover, 31.03.2003 | Neuorientierung für eine nachhaltige Landwirtschaft
Ein Diskussionsbeitrag zur Lage der Landwirtschaft -- Gemeinsame Texte 18
Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Deutsche Bischofskonferenz haben in den vergangenen Jahrzehnten die Entwicklung der Landwirtschaft in Deutschland, in der Europäischen Union und in den Entwicklungsländern mit verschiedenen Stellungnahmen begleitet(1). Der Situation der landwirtschaftlichen Familien, die von dem tiefgreifenden Strukturwandel unmittelbar betroffen sind, haben sie ihre besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Eine Aktualisierung und Weiterentwicklung dieser Stellungnahmen ist notwendig, weil sich die Voraussetzungen für die in der Landwirtschaft Tätigen grundlegend geändert haben: nicht zuletzt durch die Einbindung der regionalen Agrarwirtschaft in das weltweite Handelssystem – insbesondere seit der Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 1995 – sowie durch die Folgen ihrer weitgehenden Integration in den europäischen Binnenmarkt.



Hannover, 20.07.2000 | Ernährungssicherung und Nachhaltige Entwicklung
Eine Studie der Kammer der EKD für Entwicklung und Umwelt, EKD-Texte 67, 2000
Die evangelischen Kirchen in Deutschland haben sich mehrfach mit dem Strukturwandel in der Landwirtschaft auseinandergesetzt. In der nun vorgelegten Studie "Ernährungssicherung und nachhaltige Entwicklung" greift die Kammer der EKD für Entwicklung und Umwelt die bisherige Debatte auf und führt sie weiter. Der Rat der EKD hat sich im Juni 2000 eingehend mit dem Text auseinandergesetzt und ihn als anregenden Diskussionsbeitrag begrüßt.



Landwirtschaft im Spannungsfeld, zwischen Wachsen und Weichen
Eine Denkschrift der Kammer der Evangelischen Kirche in Deutschland für soziale Ordnung, Denkschrift der EKD 123, 1984
Auf die Landwirtschaft kommen heute neue Herausforderungen wirtschaftliche durch bedrängende gesellschaftliche, politische und Fragen zu. Die großen Problembereiche unserer Zeit finden nicht zuletzt auch in den Zukunftssorgen der Landwirte ihren Niederschlag: Die Beschäftigungskrise, die Gefährdung der natürlichen Umwelt und der Nord-Süd-Konflikt. So fragt eine wachsende Zahl von Menschen quer durch alle Berufe besorgt: Werden die neuen Technologien zu weiteren Rationalisierungen und zugleich auch zur Verschlechterung der Chancen am Arbeitsmarkt führen? Können sich die Industriegesellschaften weiter entwickeln wie bisher, ohne daß Wälder und Seen, Tiere und Pflanzen, letztlich auch der Mensch bedroht werden? Wie kann vermieden werden, daß der Abstand zwischen den reichen und den armen Nationen dieser Erde trotz mancher Teilerfolge in einigen Entwicklungsländern dennoch immer größer wird? Die Fragen der in der Landwirtschaft tätigen Menschen lautet ähnlich: Wie sieht die Zukunft unserer Landwirtschaft aus im Spannungsfeld zwischen Wachsen und Weichen, Ökonomie und Ökologie, Hunger in der Dritten Welt und Überfluß bei uns?



Essen wir die Welt? - Ernährung der Zukunft

Eine Ausstellung mit Begleitmaterial zum Deutschen Evangelischen Kirchentag 2017 in Berlin und Wittenberg

"Keine Gentechnik auf Kirchenland"

Die Kampagne "Keine Gentechnik auf Kirchenland" der kirchlichen Umweltbeauftragten führte zu zahlreichen Beschlüssen zum Umgang mit der Gentechnik auf kirchlichem Pachtland. Die jeweils aktuelle Beschlusslage aus EKD und Landeskirchen wird im folgenden dargestellt. 

Gscheit essen - mit Genuss und Verantwortung

Nicht nur Kampagne der Umweltbildung.Bayern, sondern auch Zwei-Jahres-Thema 2012/2013 der kirchlichen Umwelt- und Klimaarbeit in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern.

niemand isst für sich allein

Eine Milliarde Menschen weltweit hungert, die Hälfte von ihnen sind Kleinbauern. Die Kampagne von Brot für die Welt zeigt auf, wie die Ernährungsunsicherheit im Süden entsteht und mit unseren eigenen Konsumgewohnheiten zusammenhängt. 

Vielfalt säen - Freies Saatgut erhalten

80 Prozent der Lebensmittel auf der Welt werden von Kleinbauernfamilien angebaut, die nur eine kleine Ackerfläche und geringe technische Ausstattung zur Verfügung haben. Die Arbeit dieser Bauernfamilien ist von unschätzbarem Wert für den Großteil der Welternährung und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die vielen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen benötigen dafür freien Zugang zu Saatgut. Wer kein Saatgut hat oder wem das freie Saatgut genommen wird, der kann sich nicht selbst ernähren und gerät in Abhängigkeit von Saatgutkonzernen ‒ mit verheerenden Folgen. Doch die internationale Agrarindustrie versucht seit längerem und zunehmend erfolgreich, den Saatgutmarkt zu kommerzialisieren.
 

Lesetipp aus der Ökumene

Die Arbeitsgemeinschaft der Katohlischen Umweltbeauftragten weist auf zwei Publikationen aus der Ökumene hin. Sie bieten weitere Informationen und Anregungungen für die Diskussion: In der Sachverständigengruppe »Weltwirtschaft und Sozialethik« der Deutschen Bischofskonferenz erschien die Studie »Den Hunger bekämpfen. Unsere gemeinsame Verantwortung für das Menschenrecht auf Nahrung« -
Quelle: http://www.dbk-shop.de/de/DBK/Publikation-der-Wissenschaftlichen-Arbeitsgruppe/Den-Hunger-bekaempfen-1519.html

Der Zentralrat der deutschen Katholiken gibt eine Erklärung "Eckpunkte für eine nachhaltige Landwirtschaft" heraus
Quelle: http://www.zdk.de/veroeffentlichungen/erklaerungen/detail/Eckpunkte-fuer-eine-nachhaltige-europaeische-Landwirtschaft-201W/ 

München, im Juli 2012


Das Jahresthema 2012 von Bildung für Nachhaltige Entwicklung war Ernährung


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Publikationsdatum dieser Seite: 05.06.2017 21:52