Biologische Vielfalt

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500 Jahre Reformation - auch ein Thema für den Boden?

Fachtagung zum Weltbodentag am 5. Dezember in Berlin

Wir treten ihn Tag für Tag mit Füßen - und wenn er nicht gerade zubetoniert oder asphaltiert ist, dann merken wir schnell, wie unterschiedlich er sein kann: unangenehm rau, sandig weich, tonig klebrig. Der Boden ist ihm Wahrsten Sinne des Wortes unsere Lebensgrundlage - und wird doch viel zu wenig beachtet. In einem "gesunden" Boden leben eine Vielzahl von Klein- und Kleinstlebewesen vom Regenwurm bis zur Amöbe. Sie zersetzen das organische Ausgangsmaterial und machen den Boden damit erst fruchtbar. Ohne fruchtbaren Boden aber keine Lebensmittel.

Doch Tag für Tag gehen allein in Deutschland 69 Hektar meist fruchtbarer Boden verloren - vor allem durch Baumaßnahmen. Das entspricht der Fläche von rund 100 Fußballfeldern. Weltweit erodiert der Boden: Wo mit Pflanzengiften unerwünschte Bodenbeikräuter weggespritzt werden, haben Wind und Wasser leichtes Spiel und tragen die fruchtbaren Humusschichten fort. Eine Teufelsspirale kann in Gang kommen, an deren Ende aus ehemals fruchtbaren Böden Steppe geworden ist.

Seit dem Jahr 2002 begeht die Internationale Bodenkundliche Union (IUSS) den 5. Dezember als Weltbodentag, um auf die Wert unserer Böden aufmerksam zu machen. Die deutsche Kommission für Bodenschutz hat beschlossen, ihre Veranstaltung in den Zusammenhang des Reformationsjubiläums zu stellen: "500 Jahre Reformation - auch ein Thema für den Boden?"

Die Reformation befreit Christinnen und Christen von der Sorge um das Jenseits, sie ist die "Erlaubnis", sich in die Welt einzumischen. Aber welche Konsequenzen hat es für den Umgang mit den irdischen Gütern wie dem Boden, wenn Gottes Gnade für Geld nicht zu haben ist, wie der Lutherische Weltbund in den Thesen seiner diesjährigen Vollversammlung betont?

Lebensraum Kirchturm

Der Naturschutzbund initiierte die Aktion "Lebensraum Kirchturm". Die Lippische Landeskirche hat dies aufgegriffen und fördert die Kontakte zwischen den örtlichen Arbeitsgruppen des NABU und den Kirchengemeinden. Aber auch in Gemeinden der Nordkirche und in vielen anderen Regionen geschieht ähnliches.

Fledermäuse finden neues Zuhause in Kirchengemeinden

Artenschutzaktion erfolgreich

Mehr als 80 Kirchengemeinden haben sich an der Artenschutzaktion der Evangelischen Landeskirche in Württemberg beteiligt. Das berichtete der Umweltbeauftragte Hans-Hermann Böhm bei einer Tagung zum UN-Jahr der Artenvielfalt in Bad Urach. Dabei ging es darum, entweder eine vom Aussterben bedrohte Baumart, die Elsbeere, zu pflanzen oder einen Nistkasten für die ebenfalls vom Aussterben bedrohte Fledermausart aufzuhängen. Böhm zeigte sich mit dem Verlauf der Aktion zufrieden: „Dadurch wird ein Zeichen gegen den rapiden Verlust der Artenvielfalt gesetzt“.

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Handeln für die Schöpfung

Natur und Umwelt rund um den Kirchturm

Mit Bildungsangeboten und einer Materialmappe unterstützt die Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA)  Kirchengemeinden in ihren Bemühungen für Natur und Umwelt rund um den Kirchturm. Die Materialien wurden zusammen mit den Landeskirchen und Bistümern in Nordrhein-Westfalen erarbeitet.


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Publikationsdatum dieser Seite: Sonntag, 3. Juni 2018 10:52