Bioethik, Biotechnologie und Gentechnik

Gentechnik als Teilgebiet der Biotechnologie
Die Gentechnik ist ein Teil der Biotechnologie. Immer dann, wenn mit Hilfe besonderer Verfahren die Erbinformation der Lebewesen analysiert, die Träger einer bestimmten Erbinformation, die Gene, isoliert und auf andere Lebewesen übertragen werden, sprechen wir von Gentechnik. Dabei wird häufig unterschieden zwischen der „Grünen Gentechnik“, der Anwendungen bei Pflanzen und Lebensmitteln, der „Roten Gentechnik“, der Anwendung in der Medizin und der „weißen Gentechnik“, der Anwendung in der Produktionstechnik. Erstmals in der Geschichte der Menschheit ist es möglich, direkt in die Erbanlagen von Lebewesen einzugreifen, deren räumlichen Kontext willkürlich zu verändern und sogar einen Austausch von Genen über die natürlichen Artgrenzen hinweg vorzunehmen. Durch die Gentechnik erfolgt eine völlig neue Eingriffstiefe in die Grundlagen des Lebens, wobei die Zeitspannen, in denen Veränderungen erzielt werden, gegenüber der Evolution wesentlich verkürzt sind. Dies führt zu neuen Herausforderungen in der Wissenschaft, deren ethische Beurteilung auch in den Kirchen als wichtige gesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen wird.



Schwerte, 15.03.2017 | Wir brauchen wirksame Verbote im europäischen Patentrecht!
Aufruf gegen Patent auf Bier gestartet
32 Nichtregierungsorganisationen starten heute einen Aufruf an die Politik und fordern endlich wirksame Verbote, um Patente auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Züchtung zu verhindern. Konkret wendet sich ihr Protest gegen Patente für die Brauereikonzerne Carlsberg und Heineken, die 2016 vom Europäischen Patentamt (EPA) erteilt wurden (EP2384110, EP2373154 und EP2575433). Sie erstrecken sich auf Gerste aus konventioneller Züchtung und deren Verwendung durch die Brauereien sowie das damit produzierte Bier. Diese Patente beruhen auf zufälligen Mutationen im Erbgut der Pflanzen. Zwar haben sowohl die EU-Kommission als auch die Regierungen der EU-Staaten jüngst noch einmal klargestellt, dass Pflanzen und Tiere aus konventioneller Zucht nicht patentiert werden dürfen, doch das Europäische Patentamt ist offenbar nicht bereit, sich in Zukunft auch daran zu halten, sondern will weiterhin Patente auf zufällige Mutationen erteilen. Die Organisationen fordern daher, dass die Politik jetzt dafür sorgt, dass die bestehenden Schlupflöcher schnellstmöglich geschlossen werden.



Schwerin, 20.01.2017 | Zwischen Landwirtschaft und Industrie
Diskussionspapier der Nordkirche zu Tierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern
Mit einem Diskussionspapier zu Bedingungen und Auswirkungen landwirtschaftlicher Tierhaltung in Mecklenburg-Vorpommern will die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) den gesellschaftlichen Diskurs zu dem Thema fördern. Die soeben erschienene Broschüre „Zwischen Landwirtschaft und Industrie – Diskussionshilfe zur Tierhaltung am Beispiel der Situation in Mecklenburg-Vorpommern“ biete einen Diskussionsraum an für Landwirte und ihre Familien, für Produzenten und Verbraucher, für politisch Verantwortliche und zivilgesellschaftliche Initiativen, so Landesbischof Gerhard Ulrich in einem Geleitwort: „Aus zahlreichen Begegnungen wissen wir, in welch schwieriger Situation sich viele Betriebe derzeit befinden. Gemeinsam mit den Landwirten wollen wir hier für eine gute Verbindung von Wirtschaftlichkeit und Bewahrung der Schöpfung, von Nutztierhaltung und Tierschutz eintreten.“



Schwerte, 20.01.2017 | Einspruch gegen Patente auf Bier
Europäische Patente auf Gerste und Bier sollen widerrufen werden
Mehrere Nichtregierungsorganisationen haben Einspruch gegen europäische Patente eingereicht, die den Brauereikonzernen Carlsberg und Heineken gemeinsam gehören. Das Europäische Patentamt (EPA) erteilte 2016 die beiden Patente EP2384110 und EP2373154. Sie erstrecken sich auf Gerste aus konventioneller Züchtung und deren Verwendung durch die Brauereien sowie das damit produzierte Bier. Die Einsprechenden gehen davon aus, dass die Gerste unter das Verbot der Patentierung von konventioneller Züchtung fällt. Erst jüngst hatte die Europäische Kommission bestätigt, dass sowohl die Verfahren zur Züchtung als auch die daraus resultierenden Pflanzen und Tiere nicht patentiert werden dürfen.



München, 29.06.2016 | Über 800 000 Unterschriften gegen Patente auf Pflanzen und Tiere
Breites Bündnis fordert Änderung der Regeln des Europäischen Patentrechtes
Über 800 000 Unterschriften gegen Patente auf Pflanzen und Tiere werden heute in München an den Präsidenten des Verwaltungsrates des Europäischen Patentamtes (EPA), Jesper Kongstad sowie an den Vorsitzenden des Ausschusses Patentrecht, Sean Dennehey, übergeben. Die Unterschriften wurden u.a. in Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Spanien, Portugal und Frankreich gesammelt. Hinter dem Appell steht ein breites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen, darunter Campact (Deutschland), Arche Noah (Österreich), Bionext (Niederlande), Erklärung von Bern (Schweiz), WeMove (EU), AGU weitere Mitglieder der Koalition „Keine Patente auf Saatgut!“



Schwerte, 12.06.2016 | Stoppt Patente auf Pflanzen und Tiere!
Wir demonstrieren für unser Lieblingsgemüse! - Gemeinsamer Aufruf - 29. Juni 2016, 11 Uhr – 14 Uhr Europäisches Patentamt in München, Bob van Benthem Platz 1
Die europäischen Patentgesetze verbieten es, Pflanzensorten und Tierarten sowie die konventionelle Züchtung von Pflanzen und Tieren zu patentieren. Das Europäische Patentamt (EPA) unterläuft diese Verbote vollständig und immer wieder. In den letzten Monaten haben rund 800.000 Menschen aus ganz Europa die verantwortlichen Politiker/innen mit ihrer Unterschrift aufgefordert, endlich dafür zu sorgen, dass das EPA die Gesetze achtet! Am 29. Juni 2016 werden wir diese Unterschriften dem EPA übergeben. Und wir bringen unser Lieblingsgemüse wie Tomaten, Gurken, Salat, Zwiebeln, Bohnen, Karotten und Kohl mit, um es vor Ort zu präsentieren. Unser Gemüse darf nicht von Konzernen wie Bayer und Monsanto patentiert werden!



München, 12.05.2016 | Masseneinspruch gegen ein Patent des Schweizer Konzerns Syngenta auf Tomaten
Am 12. Mai 2016 wurde ein Masseneinspruch gegen ein Patent des Schweizer Konzerns Syngenta auf Tomaten dem Europäischen Patentamt (EPA) in München übergeben. An der Aktion beteiligen sich etwa 65.000 BürgerInnen aus 59 Ländern sowie 32 Organisationen. Auch die AGU unterstützt diesen Einspruch. Noch nie haben sich so viele Einsprechende an einem Verfahren vor dem Europäischen Patentamt beteiligt. In dem genannten Patent werden das Saatgut, die Pflanzen und die Früchte als Erfindung beansprucht, die aus Kreuzungen mit Tomaten aus Peru und Chile stammen. Damit verstößt das Patent nicht nur gegen das Patentierungsverbot bei konventioneller Züchtung, es stellt auch einen Akt der Biopiraterie dar.



Schwerte, 28.09.2015 | Keine Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere!
Brot für die Welt, kirchliche Umweltbeauftragte und evangelischer Dienst auf dem Land unterstützen Aufruf gegen Auswüchse bei der Erteilung von Biopatenten
Am 4. Oktober feiern Christinnen und Christen in diesem Jahr das Erntedankfest und danken Gott für eine gute Ernte und für die Vielfalt der Nahrungsmittel: Kirchen werden liebevoll mit einer Vielzahl an Früchten, Gemüsen und vielleicht auch einer kunstvoll gestalteten Erntekrone geschmückt. Diese Vielfalt ist nicht nur ästhetisch schön, sondern auch für die Sicherung der Welternährung unerlässlich. Denn nur durch eine große Vielfalt an Zuchtmaterial ist es möglich, immer wieder neue widerstandsfähige Pflanzen zu züchten. Insbesondere angesichts des Klimawandels wird dies zukünftig noch wichtiger werden



Schwerte, 06.08.2015 | Keine Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere!
Brot für die Welt, kirchliche Umweltbeauftragte und evangelischer Dienst auf dem Land unterstützen Aufruf gegen Auswüchse bei der Erteilung von Biopatenten
Im März 2015 hat die große Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts (EPA) in zwei Präzedenzfällen, nämlich einem Tomaten- und einem Brokkolipatent, geurteilt, dass diese auf herkömmliche Art und Weise gezüchteten Pflanzen patentiert werden dürfen. Diese Entscheidung wird dazu führen, dass noch weitere konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere patentiert werden. Aus unserer Sicht widerspricht dies nicht nur den gesetzlichen Regelungen von Biopatenten in der EU und in Deutschland. Biopatente führen darüber hinaus zu Marktkonzentrationen für Saatgut und zu Risiken für die biologische Vielfalt und die Sicherung der Welternährung.  



Stuttgart, 06.06.2015 | Damit wir auch morgen noch geheilt werden können: Antibiotika-Einsatz senken, Tiere artgerecht halten
Resolution Kirchentag 2015
Die Teilnehmenden des Kirchentages in Stuttgart 2015 rufen Bundeskanzlerin Merkel dazu auf, den G7-Gipfel und den europäischen Prozess zu nutzen, um wirksame gesetzliche Regeln gegen Antibiotikagaben an gesunde Tiere zu erlassen. Über dringend nötige Anwendungsregeln hinaus kann nur artgerechte Tierhaltung den Bedarf an Antibiotika nachhaltig reduzieren. Für die Gesundheit von Mensch und Tier und für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft muss die rasant fortschreitende Industrialisierung in der Tierhaltung und der Trend zu immer größeren Ställen mit vielen Tausend Tieren gestoppt werden. Wenig führt uns das so deutlich vor Augen wie die Entwicklung der Antibiotika-Resistenzen.  



Lüneburg, 19.03.2015 | Wir fordern klare Signale der Bundesländer: JA zu einem bundesweiten, vom Bund erlassenen Gentechnik-Anbauverbot!
AGU spricht sich für bundesweite Anbauverbote für GVO aus
Die EU hat eine Änderung des Gentechnikrechts beschlossen, die es Mitgliedsländern erlaubt, nationale Anbauverbote für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) auszusprechen. Diese neue Rechtslage muss nun auch in Deutschland umgesetzt werden. Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt strebt an, die Regelung auf die Ebene der Bundesländer zu verlagern. Hierdurch könnte ein "Regelungsflickenteppich" entstehen, die weder der Landwirtschaft, noch der Lebensmittel verarbeitenden Industrie, am wenigsten jedoch den Verbraucherinnen und Verbrauchern die nötige Transparenz über gentechnikfreie Produkte verschaffen würde. Daher wendet sich die AGU - gemeinsam mit einer Vielzahl an Verbänden - an die Agrarminister der Bundesländer und bittet sie, sich für eine bundesweite Regelung einzusetzen.



München, 27.10.2014 | Freiheit für Brokkoli und Tomate!
Demonstration gegen Patente auf Pflanzen und Tiere
Ein breites Bündnis von Organisationen demonstriert heute vor dem Europäischen Patentamt (EPA) in München. Dort haben die Demonstranten eine riesige Tomate und einen drei Meter hohen Brokkoli aufgebaut. Sie fordern ein Eingreifen der Politik, um zu verhindern, dass Konzerne wie Monsanto weiterhin das Patentrecht missbrauchen, um sich die Grundlagen der Ernährung anzueignen. Anlass ist eine öffentliche Anhörung zu Patenten auf Brokkoli und Tomaten. Die sogenannte Große Beschwerdekammer des EPA diskutiert mit der Industrie darüber, ob Saatgut, Früchte, Pflanzen und Tiere aus der konventionellen Züchtung so wie technische Erfindungen patentiert werden können. Da das EPA selbst an der Erteilung von Patenten verdient, fordern die Organisationen, dass diese Entscheidung nicht dem Patentamt überlassen bleiben darf. Das EPA hat allein im Jahr 2013 etwa 1,5 Milliarden Euro aus Patentverfahren eingenommen. Damit liegt ein gravierender Interessenkonflikt vor.



München, 16.10.2013 | Vorläufig keine Patente auf konventionelle Pflanzen und Tiere!
Das Europäische Patentamt (EPA) hat die Eintragung von konventionell gezüchteten Pflanzen und Tieren als „geistiges Eigentum“ vorerst gestoppt. Das Amt in München will zunächst abwarten, wie seine Große Beschwerdekammer über zwei strittige Patente auf Tomaten und Brokkoli entscheidet, wie bereits im September mitgeteilt wurde. Zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter auch die AGU, die sich seit Jahren gegen solche Patente engagieren, sehen darin einen „großen Erfolg“. Sie bekräftigten am 16. Oktober bei einer Protestaktion vor dem EPA ihre Forderungen nach dem endgültigen Aus für die Patentierung von Lebewesen. ...



München, 14.05.2013 | Merkel soll Patente auf Leben stoppen
Nachdem jahrelanger Protest nur wenig bewirkt hat, soll sich nun Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür einsetzen, Patente auf Pflanzen und Tiere zu stoppen. In einem Brief an die Regierungschefin, an Agrarministerin Ilse Aigner und Bundestagsabgeordnete forderten die kirchlichen Umweltbeauftragten gemeinsam mit zahlreichen Organisationen am 14.5. Änderungen im deutschen und europäischen Patentsystem. Zuletzt hatte sich der schweizerische Konzern Syngenta eine konventionell gezüchtete Chili-Pflanze als „Erfindung“ eintragen lassen.



Schwerte, 10.05.2013 | Kirchliche Umweltbeauftragte gegen Paprika-Patent
Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) und der Beauftragte des Rates der EKD für Umweltfragen wenden sich entschieden gegen das am 8.5. erteilte Patent auf Paprika-Pflanzen. „Erneut hat das Europäische Patentamt (EPA) eine Pflanze aus herkömmlicher Zucht patentiert. Und dies, obwohl Patente auf Pflanzensorten und biologische Zuchtverfahren nicht zulässig sind,“ so Gudrun Kordecki vom Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) und Mitglied im Vorstand der AGU. Das Patent hat zudem eine große Reichweite: Vom Samen bis zur Chilischote, sogar das Wachsen und Ernten der Paprika ist im Patent geschützt.



Schwerte und Brüssel, 10.09.2012 | 7. Konferenz der gentechnikfreien Regionen
Kampagne zu Kirchenland war dabei
Bei der Konferenz trafen sich Akteure und Interessierte zum Erfahrungsaustausch über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen und zur Diskussion mit VertreterInnen der EU-Kommission und des Europaparlaments. Eric Poudelet, hochrangiger Vertreter der EU-Kommission, musste sich viel Kritik anhören: Die Kommission ignoriere nicht nur die Probleme mit GVO, sondern auch den Willen der Menschen in Europa, die keine GVO in ihren Lebensmitteln wollen.



Hannover und Berlin, 04.09.2012 | „Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist“
EKD legt Studie zu Biopatenten und Ernährungssicherung vor
Die Frage der Patentierbarkeit von Pflanzen und Tieren beschäftigt nach wie vor deutsche und europäische Institutionen und Unternehmen. Mitte August 2012 zog das Europäische Patentamt ein bereits erteiltes Patent auf eine bestimmte Tierzuchtmethode zurück. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) legt jetzt eine Studie der Kammer für nachhaltige Entwicklung der EKD zu diesem Thema vor. Sie wird heute unter dem Titel „Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist. Biopatente und Ernährungssicherung aus christlicher Perspektive“ als Nr. 115 in der Reihe EKD-Texte veröffentlicht.



Breklum, 20.06.2012 | Katholische Kirche setzt sich gegen Vorwürfe von Lobbyisten zur Wehr
Nachdem das "Forum Grüne Vernunft", nach eigenen Aussagen "eine Initiative von Privatpersonen, die offensiv über die Grüne Gentechnik informieren will", in einem offenen Brief den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Zollitsch angegriffen hatte, setzt sich dieser nun zur Wehr: der Brief der Forums "entbehre jeder Grundlage".



Schwerin, 13.11.2010 | Verzicht auf den Anbau von gentechnisch veränderten Kartoffeln
fordert die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs
"Die Mitglieder der Kirchenleitung halten die Folgen beim Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora gegenwärtig für nicht ausreichend abschätzbar", informierte Kirchenrat Markus Wiechert. Als Regierungsbeauftragter habe er in dieser Thematik auch das Gespräch mit Fachleuten gesucht. Für den Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora "besteht keine Notwendigkeit, da die Stärkeindustrie die gewünschte Optimierung im Herstellungsverfahren auch durch gentechnikfreie Alternativprodukte erzielen kann". Hintergrund: Es gibt bereits zwei herkömmlich gezüchtete Stärkekartoffeln, die fast ausschließlich den gewünschten Stoff Amylopektin enthalten, der bei der Stärkeproduktion so wichtig ist.



Hamm, Schwerte, 01.09.2010 | Mut zum Umdenken
Beim Erntedankfest danken wir unserem Schöpfer für die gute Ernte und erfreuen uns an der Vielfalt von Gottes guter Schöpfung. Unsere Lebensmittel sollen schmackhaft und gesund sein, möglichst aus regionaler Erzeugung stammen und den Bäuerinnen und Bauern, die sie erzeugen, ein gutes Auskommen ermöglichen. Auch zum diesjährigen Erntedankfest beteiligt sich die agu an einem gemeinsamen Erntedankplakat. ...



Schwerte, Hannover, Breklum, 19.07.2010 | Verzicht auf Amflora
Im Frühjahr 2010 hat die EU-Kommission den Anbau der gentechnisch veränderten Stärke-Kartoffel „Amflora“ zugelassen. Das Institut für Kirche und Gesellschaft der Ev. Kirche von Westfalen und die AGU wenden sich in einer Stellungnahme gegen den Anbau der Kartoffel.



Berlin , 02.07.2010 | Risiken der Agrogentechnik untersuchen
9-Punkte-Katalog für eine ökologische Risikoforschung
Unzureichende Nahrungsmittelproduktion und geringe Erträge in vielen Teilen der Welt, Verlust an Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Tiergesundheit in anderen, sind Folgen einer weltweit fehlgeleiteten Agrarpolitik und Agrarforschung. National, europäisch und weltweit werden große Summen in die gentechnologische Forschung gesteckt. Zur nachhaltigen Stabilisierung des ökologischen Gefüges, von dem die Landwirtschaft abhängt, trägt diese aber nichts bei. „Business as usual“ ist keine Option, stellt der Weltagrarbericht 2008 fest. Eine grundlegende Debatte über eine ökologisch orientierte Neuausrichtung der Landwirtschaft angesichts der drängenden Probleme, wie Klimawandel, Welternährung und Verlust der biologischen Vielfalt sowie der erforderlichen Forschungsziele und Forschungsansätze, steht noch immer aus.



München, 17.05.2010 | Zentrum Zukunft auf dem Ökumenischen Kirchentag
Im Zentrum Zukunft, einer riesigen Messehalle, wurde über alle 3 Tage ein abwechslungsreiches Programm mit hochkarätigen Podiumsgästen und Referenten geboten. Mehrere Umweltbeauftragte waren an der Planung und Durchführung des Programms beteiligt. Die Themen spiegelten die drängenden ökologischen Fragen unserer Zeit wider: Klima und Energie, Mobilität, Sicherung der Welternährung, zukunftsfähiger Lebensstil.



München, 14.05.2010 | Resolution "Unser täglich Brot" auf dem ÖKT
Im Zentrum Zukunft wurde am 14.05.2010 eine Resolution zur Ernährungssicherung durch verantwortungsvolle Agrarpolitik ohne Gentechnik und ohne Patente auf Pflanzen und Tiere verabschiedet.



Berlin, 30.11.2009 | Wie die Agrarindustrie versucht, die Nulltoleranz zu kippen
Umwelt- und Bauernverbände fordern: Keine Schwellenwerte für in der EU nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO)
Droht der Futtermittelnotstand, wenn die EU weiter an ihrer Nulltoleranzpolitik für nicht zugelassene GVO festhält? Müssen unsere Tiere im Stall bald verhungern? Explodieren die Futtermittelpreise? Setzen wir die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Bauern aufs Spiel? Sind die Behauptungen der Agrarindustrie durch Fakten belegt und die Sorgen begründet? Oder handelt es sich um Panikmache und eine gezielte Strategie, um gentechnische Verunreinigungen hoffähig zu machen? ...



Berlin, 20.07.2009 | Risiken der Agrogentechnik untersuchen
9-Punkte-Katalog für eine ökologische Risikoforschung
Unzureichende Nahrungsmittelproduktion und geringe Erträge in vielen Teilen der Welt, Verlust an Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Tiergesundheit in anderen, sind Folgen einer weltweit fehlgeleiteten Agrarpolitik und Agrarforschung. National, europäisch und weltweit werden große Summen in die gentechnologische Forschung gesteckt. Zur nachhaltigen Stabilisierung des ökologischen Gefü-ges, von dem die Landwirtschaft abhängt, trägt diese aber nichts bei. „Business as usual“ ist keine Option, stellt der Weltagrarbericht 2008 fest.1 Eine grundlegende Debatte über eine ökologisch orientierte Neuausrichtung der Landwirtschaft angesichts der drängenden Probleme, wie Klimawan-del, Welternährung und Verlust der biologischen Vielfalt sowie der erforderlichen Forschungsziele und Forschungsansätze, steht noch immer aus. Selbst wenn lediglich sichergestellt werden soll, dass Anwendungen der Agrogentechnik bestehende Schäden nicht weiter vergrößern dürfen, bestehen erhebliche Mängel in der Sicherheitsforschung zu gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Sie reicht nicht aus, um das Potenzial negativer Entwicklungen rechtzeitig aufzudecken. Relevante Fragestellungen aus der Sicht von Verbrauchern sowie des Natur- und Umweltschutzes werden entweder nicht oder nicht hinreichend untersucht, viele wenig relevante Themen oder gar solche, die gar nichts mit dem Thema zu tun haben, sind jedoch mit enormen Fördersummen ausgestattet.



Schwerte, 17.04.2009 | Verbot von Mon810 begrüßt
Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU) begrüßt das von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner ausgesprochene Verbot des gentechnisch veränderten Mais Mon810. "Das Anbauverbot kommt gerade noch rechtzeitig vor der Aussaat", erklärte Dr. Gudrun Kordecki. Nun sei Zeit gewonnen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu prüfen und die nach dem EU-Recht vorgesehene Überprüfung der Zulassung der Maissorte, die seit 2007 überfällig ist, vorzunehmen.



Schwerte, 16.04.2009 | Leben ist keine Ware!
Patente auf Leben? (Neuherausgabe des Originals von 1997)
Unter diesem Motto initiierte die AGU 1995 eine Unterschriftenaktion gegen die damals noch in der Beratung befindliche EU-Patentrichtlinie. Die deutschen Unterschriften wurden am 6. November 1996 in Form einer Petition an den Präsidenten des Europaparlaments übergeben.



Berlin, 13.02.2009 | Gentechnik-Entscheidungen in Brüssel:
Verbände verlangen von der Bundesregierung Farbe zu bekennen
Ein breites Bündnis von Umwelt- und Verbraucherverbänden, kirchlichen Organisationen und Verbänden des Ökologischen Landbaus hat heute Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aufgefordert, eine eindeutige Position gegen die Zulassung neuer Gentechnik-Maissorten („Bt 11“ und „1507“) durch die EU zu beziehen. ...



Ungelöste Fragen - Uneingelöste Versprechen
10 Argumente gegen die Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen in Landwirtschaft und Ernährung
Mit 10 Argumenten gegen die Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen in Landwirtschaft und Ernährung wendet sich ein Bündnis der Arbeitsgemeinschaften der evangelischen und katholischen Umweltbeauftragten (AGU), des Ausschusses Kirchlicher Dienste auf dem Lande in der EKD (ADL)und der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) im Jahr 2003 an Politik und Kirche.



Bewahrung der Schöpfung praktisch - Gentechnik
Die Arbeitshilfe enthält grundlegende Informationen zur Grünen Gentechnik und ihrer ethischen Beurteilung. - Die Aktualisierung erfolgte letztmalig im April 2005



Kirchliches Pachtland
Kampagne "Keine Gentechnik auf Kirchenland"
Die Kampagne "Keine Gentechnik auf Kirchenland" der kirchlichen Umweltbeauftragten führte zu zahlreichen Beschlüssen zum Umgang mit der Gentechnik auf kirchlichem Pachtland. Die aktuelle Beschlusslage (Stand Juli 2010) ...



Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen - Argumentationshilfe der EKvW
An der Schwelle eines neuen Zeitalters in der Pflanzenzucht hat die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen am 16. Februar 2006 den Beschluss der Landessynode vom 3. November 2005 mit einer Argumentationshilfe untermauert.



München, 28.03.2007 | Gentechnikgesetz muss größtmöglichen Schutz für Mensch und Umwelt sichern!
Kirchliche Umweltbeauftragte kritisieren Eckpunktepapier



St. Ulrich, 04.05.2005 | Kirchliche Umweltbeauftragte zur Grünen Gentechnik
Schutz des gentechnikfreien Anbaus sichert sozialen Frieden auf dem Land



Güstrow, 07.10.2003 | Ungelöste Fragen - Uneingelöste Versprechen
Kirchliche Organisationen mahnen verantwortungsbewußten Umgang mit Grüner Gentechnik an
Mit 10 Argumenten gegen die Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen in Landwirtschaft und Ernährung wendet sich ein Bündnis der Arbeitsgemeinschaften der evangelischen und katholischen Umweltbeauftragten (AGU), des Ausschusses Kirchlicher Dienste auf dem Lande in der EKD (ADL)und der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) an Politik und Kirche.



Iserlohn, 01.03.2007 | Der Mensch als Rohstoff - Die Kontroverse um die Stammzellenforschung
Kooperationstagung vom 23.-25.06.2006 in Iserlohn
Als im Jahr 2002 das Kompetenznetzwerk Stammzellen gegründet wurde, war es den Verantwortlichen ein besonderes Anliegen, dass die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und die Grenzen der Forschung aus ethischer Sicht ständig hinterfragt werden. ...



Projekte

Next GENeration?!
Projekttage zu den Themen Gentechnik, Klonieren und genetische Auslese
Das Institut für Kirche und Gesellschaft bietet unter dem Titel "Next GENeration?!" zwei Veranstaltungen zum Themenkomplex Gentechnik, Klonieren und genetische Auslese an. Das innovative Programm ist sowohl auf den Lehrstoff zum Themenkomplex Genetik und Ethik, als auch auf die besonderen Lernbedürfnisse junger Erwachsener abgestimmt. Die Veranstalterinnen und Veranstalter legen dabei besonderen Wert auf die Verknüpfung von Fachwissen und Erfahrungswissen sowie darauf, Freiräume zu schaffen, um die Entwicklung eines persönlichen Standpunktes zu fördern.



zellux.net
Stammzellen im Schlaglicht von Forschung, Medizin, Kirche, Ethik und Recht



"Keine Gentechnik auf Kirchenland"

Die Kampagne "Keine Gentechnik auf Kirchenland" der kirchlichen Umweltbeauftragten führte zu zahlreichen Beschlüssen zum Umgang mit der Gentechnik auf kirchlichem Pachtland. Die jeweils aktuelle Beschlusslage aus EKD und Landeskirchen wird im folgenden dargestellt. 

Arbeitshilfe Grüne Gentechnik

Nach wie vor werden in Deutschland und Europa kaum gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Global gesehen nimmt der Anbau jedoch weiter zu. Meldungen über Probleme für Landwirte, die Umwelt und die Gesundheit weisen auf Nachteile des großflächigen Anbaus dieser Pflanzen hin. "In Gentechnisch veränderte Pflanzen - Eine Betrachtung aus kirchlicher Sicht" wird der Sachstand zu gentechnisch veränderten Pflanzen und die Position der Evangelischen Kirche von Westfalen dargestellt.  

Vielfalt säen - Freies Saatgut erhalten

80 Prozent der Lebensmittel auf der Welt werden von Kleinbauernfamilien angebaut, die nur eine kleine Ackerfläche und geringe technische Ausstattung zur Verfügung haben. Die Arbeit dieser Bauernfamilien ist von unschätzbarem Wert für den Großteil der Welternährung und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die vielen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen benötigen dafür freien Zugang zu Saatgut. Wer kein Saatgut hat oder wem das freie Saatgut genommen wird, der kann sich nicht selbst ernähren und gerät in Abhängigkeit von Saatgutkonzernen ‒ mit verheerenden Folgen. Doch die internationale Agrarindustrie versucht seit längerem und zunehmend erfolgreich, den Saatgutmarkt zu kommerzialisieren.
 

Zellux.net

Stammzellen im Schlaglicht von Forschung, Medizin, Kirche, Ethik und Recht  

Next Generation

Das Institut für Kirche und Gesellschaft bietet unter dem Titel "Next GENeration?!" zwei Veranstaltungen zum Themenkomplex Gentechnik, Klonieren und genetische Auslese an. Das innovative Programm ist sowohl auf den Lehrstoff zum Themenkomplex Genetik und Ethik, als auch auf die besonderen Lernbedürfnisse junger Erwachsener abgestimmt. Die Veranstalterinnen und Veranstalter legen dabei besonderen Wert auf die Verknüpfung von Fachwissen und Erfahrungswissen sowie darauf, Freiräume zu schaffen, um die Entwicklung eines persönlichen Standpunktes zu fördern. Die Angebote "Diskurs" und "Kreativ" werden in Flyern näher vorgestellt.


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Publikationsdatum dieser Seite: 05.06.2017 21:52