Bioethik, Biotechnologie und Gentechnik

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Gentechnik-Entscheidungen in Brüssel:

Verbände verlangen von der Bundesregierung Farbe zu bekennen

Ein breites Bündnis von Umwelt- und Verbraucherverbänden, kirchlichen Organisationen und Verbänden des Ökologischen Landbaus hat heute Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aufgefordert, eine eindeutige Position gegen die Zulassung neuer Gentechnik-Maissorten („Bt 11“ und „1507“) durch die EU zu beziehen.
 
Gleichzeitig geht es um die bislang als einzige Gentechnikpflanze in der EU zugelassene Maissorte MON 810. Mehrere Mitgliedsstaaten der EU haben ihr wegen wissenschaftlich begründeter Bedenken die Anbaugenehmigung verweigert. Sie sollen nun von der EU gezwungen werden, den Anbau trotzdem zu erlauben. Auch hier verlangen die Verbände von den federführenden Ministerien, im jeweiligen Ministerrat gegen die Ansinnen der Kommission zu stimmen. 
 
Die Verbände kündigen an, die Antwort auf ihre konkrete Anfrage so zu kommunizieren, dass die Bürger bei den anstehenden Wahlen zu Europaparlament und Bundestag wissen, ob die CSU sich an ihre im bayerischen Landtagswahlkampf gegebenen Versprechen hält und ob die Umweltpolitik der SPD den selbst gesetzten Ansprüchen genügt. 
 
Rückfragen zu den anliegenden Offenen Briefen können an die einzelnen Verbände gerichtet werden, die sie unterzeichnet haben. Im Brief selbst sind zwei Kontakt-Telefonnummern angegeben. 
 
AgrarBündnis, Friedrich von Homeyer und Heidrun Betz
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V., Georg Janßen
Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der EKD (AGU), Dr. Thomas Schaack
Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V., Dr. Alexander Beck
Biokreis e.V., Niko Gottschaller 
Bioland e.V., Thomas Dosch
Biopark e.V., Dr. Delia Micklich
Bündnis für Gentechnikfreie Landwirtschaft Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Annemarie Volling
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V., Dr. Felix Prinz zu Löwenstein
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Prof. Dr. Hubert Weiger
Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend im ländlichen Raum, Anke Fischbock
Bundesverband Naturkost Naturwaren Einzelhandel e.V., Harald Wurm
Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel e.V., Elke Röder
Demeter e.V., Stephan Illi
Deutsche Apitherapie Bund e.V., Dr. med. Stefan Stangaciu
Deutsche Umwelt- u. Gesundheits-Initiative (DUGI) e.V., Dipl.-Ing. Johann J. Fonfara
Deutscher Berufs und Erwerbs Imker Bund e.V., Manfred Hederer
Deutscher Naturschutzring, Hubert Weinzierl
EuroNatur Stiftung, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann
Gäa e.V. - Nordost - Verbund Ökohöfe, Regina Witt
Gäa - Vereinigung ökologischer Landbau, Kornelie Blumenschein 
Gen-ethisches Netzwerk e.V., Christof Potthof
Greenpeace e.V., Roland Hipp
Grüne Liga e.V., Klaus Schlüter
IG Nachbau, Georg Janßen
Initiative für eine gentechnikfreie Metropolregion Hamburg, Thomas Sannmann
Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit, Siegrid Herbst
Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel e.V., Paul Werner Hildebrand
Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands e.V., Monica Kleiser
Koordination Gentechnikfreie Regionen in Deutschland, Annemarie Volling
Naturland e.V., Steffen Reese
Naturschutzbund Deutschland e.V., Leif Miller
Neuland e.V., Jochen Dettmer
Ökologischer Ärztebund e.V., Angela von Beesten
Umweltinstitut München e.V., Harald Nestler
Verband der Biosupermärkte, Michael Radau
Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Benedikt Haerlin

3215 Zeichen; Abdruck honorarfrei, 
um ein Belegexemplar wird gebeten.
Ansprechpartner: Dr. Felix Prinz zu Löwenstein 0171 3035686

  • Offener Brief an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ilse Aigner | von AGU und anderen Verbänden / Organisationen

    Upload am: 18.02.2009

  • Offener Brief an den Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Sigmar Gabriel | von von AGU und anderen Verbänden / Organisationen

    Upload am: 18.02.2009

  • Offener Brief an die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan | von AGU und anderen Verbänden / Organisationen vom 25.02.2009

    Upload am: 26.02.2009

  • Pressemitteilung | von AGU und anderen Verbänden und Organisationen

    Upload am: 13.02.2009

"Keine Gentechnik auf Kirchenland"

Die Kampagne "Keine Gentechnik auf Kirchenland" der kirchlichen Umweltbeauftragten führte zu zahlreichen Beschlüssen zum Umgang mit der Gentechnik auf kirchlichem Pachtland. Die jeweils aktuelle Beschlusslage aus EKD und Landeskirchen wird im folgenden dargestellt. 

Arbeitshilfe Grüne Gentechnik

Nach wie vor werden in Deutschland und Europa kaum gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Global gesehen nimmt der Anbau jedoch weiter zu. Meldungen über Probleme für Landwirte, die Umwelt und die Gesundheit weisen auf Nachteile des großflächigen Anbaus dieser Pflanzen hin. "In Gentechnisch veränderte Pflanzen - Eine Betrachtung aus kirchlicher Sicht" wird der Sachstand zu gentechnisch veränderten Pflanzen und die Position der Evangelischen Kirche von Westfalen dargestellt.  

Vielfalt säen - Freies Saatgut erhalten

80 Prozent der Lebensmittel auf der Welt werden von Kleinbauernfamilien angebaut, die nur eine kleine Ackerfläche und geringe technische Ausstattung zur Verfügung haben. Die Arbeit dieser Bauernfamilien ist von unschätzbarem Wert für den Großteil der Welternährung und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Die vielen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen benötigen dafür freien Zugang zu Saatgut. Wer kein Saatgut hat oder wem das freie Saatgut genommen wird, der kann sich nicht selbst ernähren und gerät in Abhängigkeit von Saatgutkonzernen ‒ mit verheerenden Folgen. Doch die internationale Agrarindustrie versucht seit längerem und zunehmend erfolgreich, den Saatgutmarkt zu kommerzialisieren.
 

Zellux.net

Stammzellen im Schlaglicht von Forschung, Medizin, Kirche, Ethik und Recht  

Next Generation

Das Institut für Kirche und Gesellschaft bietet unter dem Titel "Next GENeration?!" zwei Veranstaltungen zum Themenkomplex Gentechnik, Klonieren und genetische Auslese an. Das innovative Programm ist sowohl auf den Lehrstoff zum Themenkomplex Genetik und Ethik, als auch auf die besonderen Lernbedürfnisse junger Erwachsener abgestimmt. Die Veranstalterinnen und Veranstalter legen dabei besonderen Wert auf die Verknüpfung von Fachwissen und Erfahrungswissen sowie darauf, Freiräume zu schaffen, um die Entwicklung eines persönlichen Standpunktes zu fördern. Die Angebote "Diskurs" und "Kreativ" werden in Flyern näher vorgestellt.


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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 11. Juli 2018 22:22