Nachhaltige Entwicklung

zurück

Klima der Gerechtigkeit

"Ohne globale Gerechtigkeit gibt es keinen Klimaschutz! Das erklären evangelische Kirchen sowie evangelische und katholische Entwicklungsdienste und Missionswerke in einer gemeinsamen entwicklungspolitischen Klimaplattform, die am 23. Oktober in Düsseldorf vorgestellt wurde. Die drohende Klimakatastrophe lasse sich nur begrenzen, wenn die reichen Staaten auf kurzsichtigen nationalen Egoismus verzichteten. Nur dann hätten die armen Länder eine Chance auf eigene, nachhaltige Entwicklung, heißt es in der Klimaplattform, der sich bis jetzt 18 Landeskirchen und andere Institutionen angeschlossen haben.Sie geben damit einen Anstoß zu Diskussion, Stellungnahme und Zusammenarbeit in Kirche und Gesellschaft. Der vom Menschen ausgelöste Klimawandel sei bereits unumkehrbar. Es gehe nur noch darum, ob die Katastrophe "durch radikale Änderungen des menschlichen Wirtschaftens und Lebens" so abgemildert werden könne, dass sie sich auf ein erträgliches Maß begrenzen lasse. Schon jetzt gehe der enorm ungleiche Energieverbrauch zwischen Reich und Arm, Nord und Süd zu Lasten der Menschen in den armen Ländern des Südens.Mit der Klimaplattform betonen die Autoren, dass die Klimakrise ist nichts anderes sein als ein gigantischer Angriff auf Menschenrechte, Menschenwürde und eine gerechte Weltgemeinschaft. Deshalb setzen Kirchen und Entwicklungsdienste "die Verantwortung für Gottes Schöpfung und das Leben aller Menschen in Würde und gerechter Teilhabe". Sie setzen auf den Druck der weltweiten Zivilgesellschaft auf die politisch Verantwortlichen, "damit wolkige Absichtserklärungen in konkrete Maßnahmen münden".
Die Entwicklungspolitische Plattform, konkretisiert Forderungen der Klima-Allianz und reflektiert die Rolle der Kirchen als Akteur in der Umweltt- und Entwicklungspolitik. Sie ist auch ein eindrucksvolles Zeichen der wachsenden Zusammenarbeit zwischen kirchlicher Umwelt- und Entwicklungsarbeit.

Erstunterzeichner dieser entwicklungspolitischen Klimaplattform der Kirchen, kirchlichen Entwicklungsdienste und Missionswerke sind:
 
Evangelische Kirche der Pfalz
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck
Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW)
Evangelische Landeskirche Anhalts
Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland
Lippische Landeskirche
 
Brot für die Welt 
Evangelischer Entwicklungsdienst (eed)
MISEREOR
Kindernothilfe
SÜDWIND e.V.
Vereinte Evangelische Mission (VEM)
Ökumenische Initiative Eine Welt 
 
Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen
Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn
Bund der Deutschen Katholischen Jugend
Evangelische Jugend Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz
Amt für Mission, Ökumene und Kirchliche Weltverantwortung der EKvW

Mobilität

Für die Deutschen Aktionstage der Nachhaltigkeit im Juni 2014 stehen vielfältige Aktionsmöglichkeiten für die Arbeit in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen und Gruppen zur Verfügung.


Das Portal Bildung für Nachhaltige Entwicklung der Weltdekade der UN 2005-2014 stellt vielfältige Materialien zur Verfügung

Anders Wachsen

Der Zwang zum wirtschaftlichen Wachstum hat verheerende Folgen für den Menschen und die Natur. Wenn Maßlosigkeit das Maß aller Dinge geworden ist, müssen Christen aus der Freiheit ihres Glaubens heraus die besseren Alternativen aufzeigen. Deshalb hat sich in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens der Initiativkreis "anders wachsen" gegründet. Mit einer Unterschriftenkampagne bittet er den Rat und die Synode der EKD, sich des Themas *Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum* anzunehmen, der falschen Vorstellung vom grenzenlosen Wirtschaftswachstum zu widersprechen, von den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ein Ende des Zwangs zum Wirtschaftswachstum zu fordern und dazu eine breite Öffentlichkeitskampagne durchzuführen.

Weitere Informationen unter: http://www.anders-wachsen.de

Arbeitskreis Kirchliche Investments

Im Auftrag des Rates der EKD erarbeitet der Arbeitskreis Kirchliche Investments Standards zur ethisch nachhaltigen Geldanlage.

Zukunftsfähiges Wirtschaften

Kirchen haben viele Möglichkeiten, selbst umweltfreundlich und fair zu wirtschaften. Welche Angebote und guten Beispiele zukunftsfähigen Wirtschaftens gibt es bereits? Wie sehen die Schwerpunkte in den einzelnen Landeskirchen aus? Die Internetplattform zu-wi.de von Brot für die Welt will zur „Entwicklungspolitik mit dem Einkaufskorb“ ermutigen.


Copyright © 2018 Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) | Impressum
Publikationsdatum dieser Seite: Sonntag, 3. Juni 2018 10:52