Kirchenamt der EKD
Ökumene und Auslandsarbeit
Die Ökumene-Abteilung bearbeitet Themen der weltweiten und europäischen ökumenischen Zusammenarbeit und Begegnung. Sie ist thematisch strukturiert. Die Referate Ökumene, Ökumenische Ausbildung, Orthodoxie, Entwicklungspolitik, Menschenrechte und Islam unterstützen Rat, Synode und Gliedkirchen der EKD in ihren ökumenischen Aufgaben. Dabei arbeiten sie eng zusammen mit Kirchen in aller Welt sowie mit ökumenischen Organisationen. – Für die kommenden Jahre wird die vom ÖRK ausgerufene "Dekade zur Überwindung von Gewalt" (2001-2010) für die Arbeit dieser Abteilung von großer Bedeutung sein.
Die EKD im europäischen Kontext
Ökumene und Orthodoxie
OKR Dr. Johann Schneider
Das Referat für die Beziehungen zu den orthodoxen Kirchen umfasst ein breites Spektrum ökumenisch-theologischer Grundsatzarbeit. Derzeit leben mehr als eine Million orthodoxe Christen in Deutschland. Das hat eine neue ökumenische Situation im eigenen Land ergeben. Mit den byzantinischen orthodoxen Kirchen und mit den altorientalischen orthodoxen Kirchen in Deutschland werden jährlich Kontaktgesprächskreise durchgeführt. Nach außen führt die EKD mit drei orthodoxen Patriarchaten einen bilateralen theologischen Dialog: mit der Russischen Orthodoxen Kirche, mit dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel und mit der Rumänischen Orthodoxen Kirche. Dabei wurden Gemeinsamkeiten neu entdeckt. Auch den gutnachbarlichen Beziehungen unserer Kirchengemeinden kommt das zugute. Diese Aufgabe wird begleitet und unterstützt durch die Partnerschaftsarbeit aus den Landeskirchen.
Der Facharbeitskreis Orthodoxie, der Multiplikatorenkreis Orthodoxie und das Junge Forum Orthodoxie versammeln Fachleute und Multiplikatoren aus dem Arbeitsbereich zum Informationsaustausch und zur Unterstützung der Orthodoxie-Arbeit. Besuchsgruppenaustausch junger Theologen und Theologinnen gibt es mit Rumänien und Russland.
(Näheres zur Orthodoxiearbeit unter: www.ekd.de/orthodoxie)
Menschenrechte
Dieses Thema prägt die Beziehungen zu Partnerorganisationen und Kirchen in vielfältiger Weise. Gravierende Verletzungen der bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte sind eine der Hauptursachen für zahlreiche bewaffnete interne Konflikte weltweit, die wiederum weitere Menschenrechtsverletzungen zur Folge haben. Dabei wird auch das Recht auf Religionsfreiheit von Christen und Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften verletzt. Noch immer gibt es massive Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern. Christen und Kirchen als Anwälte der Schwachen sind hier häufig direkt betroffen. Auch in Osteuropa werden Menschenrechte mit Füßen getreten. Und in unserem eigenen Land bzw. anderen westlichen Ländern verbreiten sich Rassismus und Gewalt in bedrohlichem Ausmaß.
Das Referat Menschenrechtsfragen leistet angesichts dieser Probleme Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Es fördert den Informationsaustausch zwischen den Gliedkirchen und versucht in ausgewählten Einzelfällen zu intervenieren. Zu Menschenrechtsorganisationen, Gruppen, Initiativen und Institutionen werden intensive Kontakte unterhalten.
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Weltweite ökumenische Zusammenarbeit und Begegnung
Weitere Informationen aus der Ökumeneabteilung
