Theologische Leitlinien

„Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet.“ Jesaja 46, 4

Das ist die Zusage Gottes an uns Menschen. Und es ist unser Auftrag, für ältere Menschen zu sorgen: „Du sollst Vater und Mutter ehren.“ (2. Mose 20, 12).

Dabei geht es um ganzheitliche Fürsorge:

  • um die Sorge für den Leib durch liebevolle Pflege
  • um die Sorge für die Seele durch Ermutigung, Ermahnung und Trost
  • um die Sorge für die Teilhabe an menschlicher Gemeinschaft in Zeiten des Sich-Abgeschoben-Fühlens
  • um die Sorge für den Geist mit seiner Frage nach dem Sinn des Lebens und der Frage nach Gott.

Die AltenPflegeHeimSeelsorge möchte unter der Zusage der Gegenwart Gottes in unserem Leben und im Dienst an den anvertrauten Menschen diese beim Älterwerden liebevoll begleiten.

Angesichts der demografischen Herausforderungen gehört die AltenPflegeHeimSeelsorge zur etablierten kirchlichen Aufgabe. Mit einem christlich profilierten Angebot von Gottesdienst, seelsorglichem Gespräch, Beratung, Sterbe- und Trauerbegleitung und Aussegnungen hält die Altenheimseelsorge hier Möglichkeiten vor, für Bewohnerinnen und Bewohner, für deren Angehörige und Mitarbeitende im Altenpflegeheim „Kirche vor Ort“ in Anspruch zu nehmen.

Gottesdienste, an denen häufig 70 % der mobilen Bewohnerinnen und Bewohner teilnehmen, finden meist mindestens einmal monatlich statt. Im Vergleich zur Teilnahme an den Gottesdiensten in Ortsgemeinden ist das eine sehr hohe Prozentzahl. Die AltenPflegeHeimSeelsorge bemüht sich, dieses Angebot aufrecht zu erhalten und die Gottesdienstformen auf die Bedingungen der Zielgruppe (z. B. Dementiell Erkrankte, Hör- und Sehbehinderte, häufig Bewohnerinnen, Bewohner, Angehörige und Pflegekräfte) einzustellen.

Ein Viertel aller Menschen stirbt zurzeit in Deutschland in Heimen. Die Tendenz ist steigend. In Begleitung von sterbenden Menschen in Heimen und ihren Angehörigen wird deutlich, wie sehr sich Seelsorgende für ein Lebensende in Würde sowie für die Wertschätzung von sterbenden Menschen und ihrer Angehörigen einsetzen. Im Umgang mit Sterben, Trauer und Tod zeigt die Gesellschaft, wie es um ihre Menschlichkeit bestellt ist.


(c) Evangelische Kirche in Deutschland
Publikationsdatum dieser Seite: 18.03.2021 09:11