Digitale Kirchtürme für bessere Kirchen-Suchergebnisse

Projektinformation

Die Stabsstelle Digitalisierung lädt Landeskirchen und Kirchenkreise ein, sich am Projekt Digitale Kirchtürme zu beteiligen. Damit erhalten Gemeinden und ihre Kirche ein klares Profil im Netz. Lesen Sie hier, wie das Projekt Ihre Suchergebnisse verbessert und wie Sie sich am Projekt beteiligen können.

Wie Menschen Informationen über ihre Kirche und Gemeinde suchen

Die Suche auf dem Smartphone oder am Computer ist für viele Menschen so selbstverständlich wie das Telefonieren. An Kirche Interessierte finden über die Suchergebnissen der großen Suchmaschinen die Adresse und den Link zur Kirche vor Ort, sie informieren sich über Erreichbarkeit, Angebote oder Öffnungszeiten. Das Internet ist heute ebenso wichtig wie der Schaukasten vor Ort, die Lokalzeitung und das Telefonbuch – für viele Menschen ist es die erste Anlaufstelle.

Informationen zu Gemeinden und Kirchen sind heute nicht gut zu finden

Allerdings ist Kirche mit ihren tausenden Standorten online nicht überall gut aufgestellt: Gemeindeseiten tauchen in Suchergebnissen nicht auf, Adressen sind nicht korrekt oder Kontaktdaten fehlen. In einer Stichprobe der Google-Einträge von über 1.000 Kirchengemeinden hatten weniger als drei Prozent der Gemeinden vollständige, zum Meldewesen stimmige Einträge.

Breite Verbesserung der Auffindbarkeit

Das Projekt Digitale Kirchtürme hat das Ziel, für jeden Kirchenstandort einen digitalen Kirchturm zu errichten. Die Stabsstelle Digitalisierung hat mehrere Wege untersucht, die Sichtbarkeit der Gemeinden online zu verbessern. Wir schlagen nun vor, dass sich die Gemeinden nicht auf einen einzelnen Anbieter oder Verzeichnis konzentrieren, sondern die Sichtbarkeit sehr breit verbessern. Das Ziel: Suchende erhalten korrekte, einheitliche und hilfreiche Standortinformationen, unabhängig davon, in welchem Verzeichnis sie suchen welche Suchmaschine oder Navigationssystem sie nutzen.

So funktioniert das Projekt Digitale Kirchtürme

Das Projekt Digitale Kirchtürme verbessert die digitale Präsentation der Kirchen und Gemeinden auf breiter Ebene. Mit einem externen Dienstleister sammeln wir Standortdaten wie Adresse, Website und Telefonnummer. Über diese Plattform liefern wir dann die öffentlichen Daten an Google, GelbeSeiten.de, DasÖrtliche.de, MeineStadt.de, Navigationsgeräte, den Sprachassistenten Alexa sowie rund 30 weitere Publisher.
Dieses Vorgehen gibt Kirchengemeinden im Netz ein klares Profil, erhöht die Zahl der Weiterleitungen auf die Gemeinde-Website und verbessert das Suchmaschinen-Ranking. Kircheninteressierte profitieren von verbesserten Suchergebnissen und dem direkten Zugriff auf für sie relevante Informationen.

Positive Ergebnisse aus Pilotprojekten

Wir wissen aus verschiedenen Pilotprojekten, dass sich mit diesem Vorgehen die Suchergebnisse deutlich verbessern. Die Evangelische Kirche im Rheinland sammelt seit Juli 2019 mit über 700 Standorten Erfahrungen; seit Ende 2019 sind weitere fünf Landeskirchen mit 180 Standorten im Pilotbetrieb. Die Anzahl der Google-Suchen in den letzten vier Monaten beispielsweise hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdreifacht (+179 Prozent), die Zahl der Interaktionen (zum Beispiel Klicks) ist um rund 80 Prozent gestiegen.

Das Projekt Digitale Kirchtürme im Jahr 2020 und darüber hinaus

Für ein Jahr übernimmt die EKD die Kosten für das Projekt. Der Vertrag endet automatisch nach einem Jahr. Die Landeskirchen oder Kirchenkreise können dann für sich entscheiden, ob sie das Projekt weiterführen möchten. Falls ein Ausstieg gewünscht wird, ist der jederzeit möglich und erfolgt automatisch am Ende des ersten Jahres. Im Projektverlauf werden Bedarfe abgefragt, so dass an einer Weiterführung Interessierte gemeinsam eine effiziente und preisgünstige Lösung erhalten.

Projekt-Teilnahme und weitere Informationen

Ab sofort können Digitalverantwortliche aus den Landeskirchen ihren Bedarf bei Stabsstelle Digitalisierung anmelden und das Vorgehen besprechen. Die technischen Voraussetzungen für das Hochladen sind geschaffen, Informationsmaterial in verschiedener Form steht zum Abruf bereit. Die Arbeitsgrundlage für die Datenerhebung ist eine Excel-Tabelle mit nur zwölf Pflichtfeldern (insbesondere Adresse des Standorts, Telefonnummer, Website). Die Kirchenkreise, Gemeinden oder Landeskirchen können dann in einem nächsten Schritt die Daten jederzeit bearbeiten, anreichern und ergänzen.

Praktische Informationen

Bitte wenden Sie sich an digital@ekd.de . Wir nennen Ihnen Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen in Ihrer Landeskirche und beraten Sie, wie Sie am Projekt teilnehmen können.

Im Projekt entsteht eine digitale Karte aller Kirchenstandorte
Digitale Kirchtürme helfen Menschen, in den Navigationssystemen und Suchmaschinen zuverlässig die Kirche zu finden, die sie suchen.