Wer entwickelt das neue evangelische Gesangbuch?

Ein aufgeschlagenes Gesangbuch
Ein aufgeschlagenes Gesangbuch

Im Reformationsjubiläumsjahr 2017 haben der Rat der EKD  und die Kirchenkonferenz (die Versammlung aller Leitenden der Landeskirchen) entschieden, dass es ein neues Gesangbuch geben soll. Grund dafür waren die mehr als 1000 neuen Liedern, die in den Gemeinden seit Entstehung des jetzigen Gesangbuches verbreitet sind, die neue Ordnung der Lesungstexte (Perikopenrevision) und die Lutherbibel 2017.

Die EKD wurde dann beauftragt den Prozess zu steuern und hat ein Referat „Evangelisches Gesangbuch“ eingerichtet.

Im Herbst 2019 wurde eine Steuerungsgruppe berufen.

Im Frühjahr 2020 wurde durch den Rat der EKD die Gesangbuchkommission aus Vertreter*innen aller Landeskirchen, Fachverbänden sowie Expert*innen berufen. Sie entscheidet über den Inhalt und die Gestaltung des neuen EGs. Die Arbeit geschieht in thematischen Arbeitsgruppen, die bei der Konsultationstagung der Kommission 2021 eingeteilt werden. Zu den Arbeitsgruppen gehören z.B. die Gruppen für Lieder, Texte und Gebete oder Digitalisierung.

Sie haben bereits jetzt Fragen, Anregungen oder sogar eigene Liedvorschläge zum neuen Gesangbuch? Dann schreiben Sie uns gerne an impulsegesangbuch@ekd.de.

  • Die Steuerungsgruppe

    Die Steuerungsgruppe besteht aus den Vorsitzenden der großen musikalischen Gremien im Bereich der EKD, in denen die KirchenmusikerInnen sämtlicher Landeskirchen organisiert sind.

    Dazu gehören:

    Gunter Kennel

    Prof. Dr. Gunter Kennel, Vorsitzender der Steuerungsgruppe Neues EG und Vorsitzender der Ständigen Konferenz für Kirchenmusik der EKD

    • 1980-1987 Studium der Evangelischen Kirchenmusik an der Hochschule für Musik München und der Evangelischen Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 1985 Diplom Evaneglische Kirchenmusik, 1987 Studienaufenthalt am King’s College London, 1987 Erstes Theologisches Examen
    • 1980 bis 1987 Nebenamtlicher Kirchenmusiker in München-Neuaubing (Adventskirche)
    • 1987 bis 1989 Fortbildungs- und Meisterklasse Orgel an der Hochschule für Musik München, Orgellehrer: Prof. Franz Lehrndorfer, Meisterklassendiplom
    • 1987 bis 1990 Vikar der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) im Gastvikariat in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (München, Himmelfahrtskirche Pasing)
    • 1989 Zweites Theologisches Examen (Theologische Anstellungsprüfung)
    • 1990 Ordination zum Pfarrer durch die Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) in Bad Bergzabern
    • 1990 bis 1991 Kirchenmusikalisches Praktikum in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (München, St. Markus)
    • 1991 bis 1992 Doktorandenstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes
    • 1994 Promotion zum Dr. theol.
    • 1991 bis 1996 Tätigkeit als Lehrbeauftragter für Musiktheorie an der Hochschule der Künste, Berlin
    • 1992 bis 2002 Kirchenmusiker auf einer A-Stelle (100 %) an der Passionskirche Berlin-Kreuzberg, seit 1995 auch der Kirche Zum Heiligen Kreuz Berlin-Kreuzberg
    • 1994 bis 1998 Kreiskirchenmusikwart (Kreiskantor) im Kirchenkreis Berlin-Kreuzberg
    • 1995 bis 2011 Lehraufträge für Kirchenmusik an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin
    • Seit 2002 Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche Berlin – Brandenburg – schlesische Oberlausitz, Organist an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Berlin
    • 2006 bis 2011 Präsident der Konferenz der Leiter der kirchlichen und staatlichen Ausbildungsstätten für Kirchenmusik und der Landeskirchenmusikdirektoren in der Evangelischen Kirche in Deutschland
    • Seit 2011 Honorarprofessor für Praktische Theologie (Kirchenmusik) an der Theologischen Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin
    • Seit 2011 Vorsitzender der Ständigen Konferenz für Kirchenmusik in der Evangelischen Kirche in Deutschland
    • Tätigkeitsschwerpunkte
    • Leitung der Arbeitsstelle Kirchenmusik der EKBO, Fachberatung, Personalia, Vertretung der landeskirchlichen Kirchenmusik in der Öffentlichkeit u. a.
    • Fortbildungen, Kurse, Teilnahme an internationalen Konferenzen und Symposien im Bereich Kirchenmusik, Orgelinterpretation, Hymnologie, Praktische Theologie, Neues Testament
    • Seit 1990 Lehrtätigkeit an Hochschulen und Universitäten. Dozent (Honorarprofessor) an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universität der Künste Berlin (Schwerpunkte: Hymnologie, Liturgik, liturgisches Singen, Religion und Kultur)
    • Gottesdienstliches und konzertantes Orgelspiel in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche und an anderen Orten in der Evangelischen Kirche Berlin – Brandenburg – schlesische Oberlausitz
    • Regelmäßige Solokonzerte als Organist im In- und Ausland, Zusammenarbeit mit Gastensembles, Orgelfestival Brandenburg – Berlin u. a.
    • Von 2008 bis 2014 künstlerischer Leiter des Vokalensembles Fanny Hensel Berlin an der Kaiser-Wilhelm Gedächtnis-Kirche Berlin
    • Regelmäßige Durchführung von Chor- und Vokalprojekten mit ausgewählten Ensembles, u.a. den Vokalsolisten der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Berlin
    • Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehgottesdienste
    • Komposition schwerpunktmäßig von Orgel- und Chorwerken

    Jochen Arnold

    Prof. Dr. Jochen Arnold, Vorsitzender der Liturgischen Konferenz, Direktor des Michaelisklosters Hildesheim

    Prof. Dr. Jochen Arnold, ist evangelischer Pfarrer und A-Kirchenmusiker. Er studierte in Tübingen, Stuttgart und Rom; war Kantor und Vikar in Reutlingen sowie Dozent in der Vikarsausbildung in Württemberg. 2003 theologische Promotion an der Universität Tübingen über das Verhältnis von Gottesdienst und Theologie. Seit 2004 leitet er das Michaeliskloster Hildesheim. Inhaltliche Schwerpunkte liegen im Bereich Theologie der Liturgie, Predigt Gottesdienstgestaltung, Musik im Gottesdienst, Bachforschung. 2008 Habilitation mit einer interdisziplinären Arbeit zu Bachs Kantaten an der Universität Leipzig. Herausgeber der Buchreihe gemeinsam gottesdienst gestalten, Vorsitzender der Liturgischen Konferenz in Deutschland und Liturgieberater der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa.

    Honorarprofessor für Musikvermittlung und Chorleitung an der Universität Hildesheim. Umfangreiche konzertante Tätigkeit mit dem Ensemble Gli Scarlattisti, auch im Zusammenspiel mit Literatur und Tanz.

    Mit diesem Ensemble gibt es 11 CD-Einspielungen mit barocker Vokalmusik, zuletzt mit Werken von Johann Rosenmüller (Carus), jüngst ausgezeichnet mit dem supersonic pizzicato. Zahlreiche sinfonische und oratorische Konzerte sowie Crossover-Projekte mit dem Chor der Universität Hildesheim UNICANTO sowie dem Orchester Collegium Musicum Hildesheim.

    Martin Evang

    Dr. Martin Evang, Vertreter der UEK, Evangelischer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Ökumenisches Liedgut (AÖL)

    • Stv. Leitung und Organisation des Amtsbereichs der UEK im Kirchenamt der EKD
    • Geschäftsführung der Vollkonferenz und des Präsidiums der UEK
    • Theologie und Gottesdienst UEK (Geschäftsführung des Liturgischen Ausschusses)
    • Besondere Zuständigkeit für das Ev. Predigerseminar Wittenberg und den Berliner Dom
    • Geschäftsführung Perikopenrevision (2017-2018)
    • Weitere Tätigkeiten/ Mitgliedschaften
    • Gastmitglied: Vorstand der Liturgischen Konferenz
    • Beiratsmitglied: Vorstand der Luther-Gesellschaft e.V.
    • Gastmitglied: Theologischer Ausschuss der VELKD
    • Mitherausgeber: Liederkunde zum Evangelischen Gesangbuch

    Johannes Goldenstein

    Dr. Johannes Goldenstein, Vertreter der VELKD, Geschäftsführer der Liturgischen Konferenz

    Johannes Goldenstein, Jg. 1967, Dr. theol. Nach dem Vikariat wiss. Mitarbeiter in der Praktischen Theologie. 2006 Pfarramt. Ab 2008 Studienleiter an der Evangelischen Akademie Loccum. Danach Referent im Projektbüro Reformprozess im Kirchenamt der EKD. 2014-2017 Persönlicher Referent des Vorsitzenden des Rates der EKD (Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm), ab 2016 anteilig auch Persönlicher Referent der Präses der Synode der EKD (Bundesministerin a. D. Dr. Irmgard Schwaetzer). Seit 2017 Theologischer Referent für gottesdienstliche Fragen der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) im Kirchenamt der EKD. Seit 2019 auch Geschäftsführer der Liturgischen Konferenz.

    Christiiane Hrasky

    Christiane Hrasky, Nordkirche

    Christiane Hrasky ist ausgebildete Chorleiterin und Kirchenmusikerin. Als Landeskantorin der Nordkirche ist sie für das Chorsingen in allen Altersstufen, für Stimmbildung, Aus- und Weiterbildung sowie Notenpublikationen verantwortlich. Vertretungs-Professuren führten Sie an die Hochschule für Musik Detmold und an die Universität Greifwald. Einen wichtigen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet die systematische Herausbildung einer klangschönen, belastbaren Singstimme. Mit ihrem Stimmbildungskonzept „Schöner Singen“ gibt sie Workshops im gesamten Bundesgebiet und war 2019 erstmals als Dozentin auf der „chor.com“ Hannover zu erleben. Sie leitet den Franz-Schubert-Chor Hamburg und das Kammerchor-Projekt „vocanti“, mit denen sie sowohl innovative als auch klassische Projekte erarbeitet und auf die Bühne bringt.

    Julia Koll

    PD Dr. Julia Koll, Hannover

    Julia Koll, geb. 1975 in Göttingen. Studium der Ev. Theologie in Marburg/Lahn und Berkeley. Promotion zu Körpererleben und religiöser Erfahrung; Habilitation zu Religion, Musik und Gruppe am Beispiel Posaunenchor. Seit 2015 Privatdozentin für Praktische Theologie an der Georg-August-Universität Göttingen. 2014-2019 Studienleiterin für Theologie und Kirchenentwicklung an der Ev. Akademie Loccum. Seitdemin den ev.-luth. Kirchengemeinden Altenmedingen, Bienenbüttel und Wichmannsburg tätig sowie mit dem Projekt „Gottesdienstentwicklung im Kirchenkreis Uelzen“ betraut. Mitglied im Vorstand der Liturgischen Konferenz in der EKD sowie im Theologischen Ausschusses des EPiD. Kirchenmusikalisch aktiv seit 1988 in diversen Blechbläserensembles, Vokalchören und auf der Orgelbank.

    Gudrun Mawick

    Gudrun Mawick, Oberkirchenrätin Oldenburg, Gottesdienst und Kirchenmusik

    Seit April 2019 leite ich das Dezernat „Gemeindedienst und Seelsorge“ der Ev. Luth. Kirche in Oldenburg, dazu gehören auch die Arbeitsbereiche Gottesdienst und Kirchenmusik. Vorher war ich 25 Jahre in der Evangelischen Kirche von Westfalen tätig: als Gemeindepfarrerin in Bottrop und Hagen, sowie als Leiterin der Kommunikationsabteilung des Kirchenkreises Unna. Seit 2011 arbeitete ich als Referentin im Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Evangelischen Kirche von Westfalen in Schwerte-Villigst. Hier konnte ich meine Schwerpunkte im Bereich Gottesdienst und Kirchenmusik vertiefen. Auch der Kirchentag gehört zu meinen Leidenschaften, so habe ich an vielen seiner Liederbücher mitgewirkt. Älteren Gesangbuchliedern gilt ebenso meine Liebe, so arbeitete ich bei den Wochenliedern im Rahmen der Perikopenrevision 2017 mit.

     

    Kord Michaelis

    Kord Michaelis, Vorsitzender der Landeskirchenmusikdirektorenkonferenz

    Kord Michaelis wuchs in Hamburg auf, wo er seine erste musikalische Ausbildung auf den Instrumenten Violine, Viola, Klavier und Orgel erhielt.
    Als Absolvent des Albert-Schweitzer-Musikgymnasiums studierte er an der Musikhochschule Detmold in den Hauptfächern Orgel bei Gerhard Weinberger und Gesang bei Hildegard Uhrmacher.

    • Von 1991 bis 1993 war er Kantor in Rheinfelden (Baden) und Bezirkskantor in Lörrach
    • ab 1993 war er Kirchenmusikdirektor an der Stadtkirche Celle
    • Seit 2001 ist Kord Michaelis als Nachfolger von Rolf Schweizer Landeskantor der Badischen Landeskirche in Pforzheim und in dieser Funktion auch Kantor und Organist an der Stadtkirche Pforzheim sowie Leiter des Motettenchors Pforzheim, der Jugendkantorei Pforzheim, des Bachorchesters Pforzheim sowie des Oratorienchors Pforzheim
    • Seit Januar 2013 ist er Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Landeskirche in Baden
    • Seit Mai 2011 ist Kord Michaelis Präsident der Direktorenkonferenz Evangelische Kirchenmusik
    • Zudem ist er Vizepräsident des Landesmusikrates Baden-Württemberg.

  • Die Gesangbuchkommission

    Die Namen der Kommissionsmitglieder werden in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht werden.

    Die ursprünglich für Januar 2021 geplante Konsultationstagung der Gesangbuchkommission musste aufgrund der aktuellen Corona-Situation leider auf November 2021 verschoben werden.