SES – Statistik Evangelische Schulen (SES)

Die Durchführung der Statistik Evangelische Schulen (SES) durch das Kirchenamt der EKD in Verbindung mit der Wissenschaftliche Arbeitsstelle Evangelische Schulen (WAES) wurde von der Kirchenkonferenz der EKD im Dezember 2011 beschlossen. Die Erhebung findet in regelmäßigen Abständen statt. Sie wird in Kooperation mit dem Arbeitskreis Evangelische Schule in Deutschland (AKES) durchgeführt sowie von der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Schulbünde e. V. und der Diakonie Deutschland unterstützt. Ein Beirat des AKES begleitet die Statistik inhaltlich.

Im Oktober 2018 startete die zweite Haupterhebung der Statistik Evangelische Schulen (SES) als Online-Befragung. Die Ergebnisse wurden im Juni 2020 veröffentlicht.

Die Broschüre finden Sie Online unter: Statistik Evangelische Schulen. Empirische Befunde und Perspektiven 2017 bis 2019.

Bestellt werden kann diese auch im Kirchenamt der EKD über bildung@ekd.de.

 

Erläuterungen zur zweiten Haupterhebung der Statistik Evangelische Schulen (SES)

Als Schulen in evangelischer Trägerschaft (kurz: evangelische Schulen) werden in der Schulstatistik der EKD solche Schulen erfasst, die folgenden (neu definierten Kriterien) entsprechend:

  1. deren Träger kirchliche Körperschaften sind;
  2. deren Träger juristische Personen sind, die Mitglied eines Diakonischen Werkes bzw. die rechtlich selbstständige diakonische Einrichtungen sind;
  3. die bei den jeweiligen Landeskirchen als evangelische Schulen eingeordnet sind (z. B. durch das Anerkennungs- und Zuwendungsgesetz der Ev.-Luth. Kirche Bayern oder durch das Anerkennungsverfahren der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen);
  4. für die als rechtlich selbstständige Schulen nicht von vornherein die Kriterien 1 - 3 zutreffen, die sich aber als evangelische Schulen bezeichnen und die sich in der Ausrichtung der inhaltlichen Arbeit an einschlägigen Grundsatztexten der EKD orientieren.

Für diese Schulen gelten folgende Ansprüche:

  • Die Schulen beziehen sich in ihrem Schulkonzept auf ein evangelisches Profil, besitzen ein entsprechendes Leitbild, haben verpflichtende Fortbildungen für ihre Lehrkräfte im Blick auf das evangelische Profil oder nehmen an spezifischen evangelischen Qualitätsverfahren teil.
  • Sie sind gemeinwohlorientiert.
  • Sie pflegen eine Verbindung zu den Gliedkirchen der EKD, z. B. dadurch dass in einem schulrelevanten Gremium aufgrund eines kirchlichen Auftrags Personen als geborene oder gewählte Organmitglieder mitwirken oder dadurch dass der Träger kirchliches Recht anwendet, z. B. kirchliches Mitarbeitervertretungsrecht, Arbeitsvertragsrichtlinie (AVR) des Diakonischen Werkes, Versicherung in einer evangelischen Zusatzversorgungskasse (EZVK, KZVK), ACK-Klausel für Leitung.

Definition „Evangelische Schule“ in der SES (Beirat der SES 6. Februar 2018)


Die Statistik trägt dazu bei, den Beitrag und die Bedeutung evangelischer Schulen in der deutschen Schullandschaft belegbar zu machen. Mit empirischen Daten lässt sich auf allen Ebenen öffentlich die Bedeutung evangelischer Schule und ihrer Träger zeigen. Zugleich ist die Statistik evangelische Schulen als empirische Basis für die Stärkung und Weiterentwicklung evangelischer Schulen und des evangelischen Schulwesens hilfreich.

Die Ergebnisse der Basiserhebung 2017 sowie der zweiten Haupterhebung von 2018/2019 ergaben eine Anzahl von 1.135 Schulen sowie hochgerechnet 214.400 Schüler*innen in evangelischer Trägerschaft.

Wir bedanken uns an dieser Stelle sehr herzlich bei allen evangelischen Schulen und Träger die an der zweiten Haupterhebung teilgenommen haben. Durch die hohe Anzahl – 47 Prozent der Träger und 43 Prozent der Schulen – ist die Befragung durchaus repräsentativ und führte zu einer Teilnahmesteigerung seit der ersten Haupterhebung. Damals hatten um die 30 Prozent der Träger und Schulen teilgenommen.

Die Ergebnisse der ersten Statistik sind unter Statistik Evangelische Schule. Fakten und Trends 2012 bis 2014 – Ergebnisse der Basiserhebung 2012 und der Haupterhebung 2013/14 veröffentlicht und online zugänglich.