Konferenz Kirchlicher Werke und Verbände in der EKD (KKWV)

Selbstverständnis und Auftrag

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„Abhängig von den jeweiligen äußeren Bedingungen haben die Werke, Verbünde und Vereine Aufgaben der Kirche übernommen und haben sich mit ihr verändert. Sie sind Kirche“
(Ratsvorsitzender Landesbischof Dr. Klaus Engelhardt am 20. November 1996 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Konferenz Kirchlicher Werke und Verbände).

Kirchliche Werke und Verbände vereinen überregionale Arbeit mit konkretem Gemeindebezug. Sie alle stehen in einem direkten Zusammenhang (arbeitsteiliger Zusammenarbeit, aber auch der Konkurrenz) zur Parochie. Die Werke und Verbände brauchen die Gemeinde als Bezugsrahmen ihrer Arbeit. Die Gemeinden wiederum brauchen die durch Spezialisierung, Professionalität und Öffnung für das säkulare Lebensumfeld geprägte Arbeit der Werke und Verbände.

Die Arbeit der Werke und Verbände wird nicht nur durch Hauptamtliche, sondern auch bis hinein in die Entscheidungsstrukturen von der Mitarbeit und Mitverantwortung ehrenamtlich tätiger Personen geprägt. Vereine und Verbände, Kirche und Staat profitieren von der ehrenamtlich zur Verfügung gestellten Kompetenz der in den verschiedensten Bereichen ausgebildeten und erfahrenen Christinnen und Christen. Werke und Verbände bieten Menschen ein eigenes Lern- und Erfahrungsfeld, um Verantwortung in Kirche, Gesellschaft und Staat wahrzunehmen.

Werke und Verbände weisen durch ihre Spezialisierung eine besondere Nähe zu säkularen Lebensbereichen auf. Diese Nähe erleichtert es ihnen, niederschwellige Angebote für diejenigen zu machen, die der Parochie fern stehen. Damit tragen die Werke und Verbände zur Stabilität und breiten Wirkung der Kirche bei.

In Anerkennung ihrer Tätigkeit haben die Landeskirchen und die EKD die Arbeit der Werke und Verbände zunehmend finanziell unterstützt. So erhalten heute fast alle Mitglieder der KKWV Zuwendungen der EKD. Gleiches geschieht in den Landeskirchen für die jeweiligen Untergliederungen. In erheblichem Maße erschließen die Werke und Verbände zugleich aber auch staatliche Mittel zur Finanzierung ihrer Arbeit, die nur auf diesem Wege kirchlichen Zwecken zugute kommen.

Als Seismografen für viele Entwicklungen melden Werke und Verbände, wo in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen der Wunsch nach gemeinschaftsbezogenem Handeln, die drängende Nachfrage nach dem Zeugnis des Glaubens und die Überzeugung, dass Helfen Sinn macht, lebendig bleibt.

Die KKWV und ihr doppelter Auftrag

Die KKWV sieht ihren Auftrag in doppelter Richtung: Erfahrungsaustausch, Absprache über Kooperation und Interessenvertretung (sowohl für die Sache, die ihre Mitglieder vertreten, wie auch für ihre eigene institutionelle und finanzielle Sicherung) gegenüber der EKD und dem Staat.

Um ihrer Sache willen braucht die KKWV eine starke Stimme. Nur im Zusammenwirken von verfasster Kirche und ihren Werken und Verbänden eröffnen sich Zugänge in alle gesellschaftlichen Handlungsfelder, und es entsteht evangelisches Denken und Handeln auf allen Ebenen.



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